Deponia Collection Test (PS4): Komplettes Wiedersehen

von Mandi 10.09.2019

Die Deponia Collection handelt vom Bastler Rufus, der auf dem Müllplaneten Deponia lebt. Vier Spiele auf einer Disc – was macht die Serie eigentlich aus? Lest das Review!

Worum geht‘s in Deponia Collection?

In dieser Collection werden die Spiele Deponia, dessen Nachfolger Chaos auf Deponia, der Abschluss der Trilogie Goodbye Deponia sowie der Zusatz-Teil Deponia Doomsday zusammengefasst. Natürlich empfiehlt es sich, die Games in der vorgesehenen Reihenfolge durchzuspielen! Zu Beginn der Geschichte lernt ihr den Bastler Rufus kennen, der auf dem Müllplaneten Deponia lebt. Dort wird der gesamte Müll der Galaxie abgeladen, weshalb Rufus unbedingt von dort weg und in die Himmelsstadt Elysium flüchten möchte.

So weit, so klar – es gibt einen Haupthelden und eine Motivation. Doch Deponia Collection funktioniert in dessen Gesamtheit doch ein wenig anders als die anderen Adventures: Egal, wo Rufus hinkommt, alle halten ihn – völlig zu Recht – für einen schussligen, arroganten Dödel. Genau das macht den Charme von Deponia Collection aus: In bester Slapstick-Manier erlebt Rufus die wildesten und absurdesten Abenteuer und ist dabei in jeder Sekunde hundertprozentig von sich selbst überzeugt. Die vier Teile erzählen mitunter eine sehr spannende und verwobene Geschichte.

Polarisierender Held, gutes Gameplay

Mari meint in ihrem Review zu Deponia: Bereits in der ersten Szene lernen wir Rufus als arroganten, selbstgefälligen Schmarotzer kennen, der noch immer in der Bude seiner Ex haust und sich bei ihr durchschnorrt. Rufus denkt stets nur an sich und schadet auch Leuten, die er als seine Freunde bezeichnet, ohne zu zögern, wenn er dadurch einen persönlichen Vorteil wittert. Selbst seine einzige gute Tat, die Elysianerin Goal zu retten, vollbringt er nur, weil er sich erhofft, durch sie von Deponia verschwinden zu können. Ob man Rufus mag oder nicht ist sicherlich Geschmackssache und die Entwickler haben mit ihm ohne Frage eine markante, einprägsame Figur entworfen.

David hingegen ist in seinem Review zu Deponia Doomsday schwer begeistert. Was Deponia Collection jedoch universell auszeichnet, ist die Qualität der Adventures. Sowohl Optik, Steuerung als auch die Vertonung der einzelnen Charaktere sind gut gelungen und sind heute noch eine Messlatte für Adventures. Nur die teils unlogischen Rätsel fallen durchwegs immer wieder auf, oft muss man herumprobieren oder die gute alte Komplettlösung bemühen. Wer auf logischere Rätsel steht, muss sich anderswo, etwa bei The Book of Unwritten Tales umsehen, Fans von schrägem Humor bleiben bei Deponia Collection.

Vier Spiele zu einem Preis: Danke, Daedalic!

Alle, die bislang noch nicht das Vergnügen mit Rufus und Konsorten hatten, können dies mit dieser kompletten Edition nachholen. Es wird eine durchgängige Geschichte (mit Ausnahme von Deponia Doomsday) erzählt, die euch die einzelnen Charaktere besser kennenlernen lässt und auch Spaß beim Spielen macht. Abgesehen von manchen Rätseln, die sich nur durch Herumprobieren lösen lassen, und dem polarisierenden Hauptheld kann man die Deponia-Reihe durchwegs empfehlen!

Da ihr ganze vier Spiele auf einer Blu-ray bekommt, ist es natürlich schwer, einen Gesamtscore abzugeben. Rein vom Preis/Leistungs-Verhältnis und der Gesamtspieldauer her geht die Wertung natürlich nach oben – eine Kollektion sollte immer belohnt werden. Wenn ihr also Nachschub für eure Adventure-Sammlung benötigt und noch nie mit Rufus in Berührung gekommen seid, ist die Deponia Collection der beste Weg, um alle Games zum fairen Preis zu erhalten!

Wertung: 8.0 Pixel

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