Vertagear SL5000 Gaming-Chair im Test – Ein Königreich für einen Stuhl

von David Kolb-Zgaga 17.03.2022

Der Vertagear SL5000 Gaming-Chair ist für ca. 400 Euro erhältlich und hat mich mit seiner bequemen Sitzfläche, den stützenden Pölstern und seinen Einstellungsmöglichkeiten sofort überzeugt. Alle Infos gibt’s hier im Test.

Sich selbst etwas Gutes tun

Wir alle kennen es: Lange Gaming Sessions und mittlerweile auch zehnstündige Home Office Tage können eine Belastung für den Geist, aber vor allem auch für Rücken und Wirbelsäule sein. Ich bin sicher nicht der einzige, der schon länger darüber nachdenkt, den alten Schreibtischsessel aus einem schwedischen Möbelhaus (nach sechs langen Jahren) endlich in Pension zu schicken. Bei 350 bis 400 Euro liegen wir bei den Gaming-Stühlen in etwa im mid-range Preissegment, das wohl das interessanteste ist. Man kann in diesem Bereich gerne mal ins Klo greifen oder eine richtige Preis-Leistungs-Perle entdecken. Der Vertagear SL5000 gehört für mich ganz klar zu letzterem. Ich bin 192 cm groß und habe oft Probleme mit zu kleinen Bürosesseln, die entweder mein Gewicht oder meine Größe nicht unterstützen. Der SL5000 bekommt das mit seinem Stahlrahmen aber locker hin und ist dank seiner Polsterung und den Kopf- und Lendenstützkissen sehr bequem. Was vom Namen her ein wenig lahm klingt, hat meinen Sitzalltag wirklich bereichert.

 

 

Schnell aufgebaut

Fangen wir ganz am Anfang an, denn beim Aufbau von Möblen aus schwedischen Möbelhäusern bin ich leider eher ungeschickt. Wenn es eine Möglichkeit gibt die Front mit der Rückseite zu vertauschen, dann finde ich sie zielsicher und kann dann entnervt wieder alles auseinander schrauben. Vertagear ist so smart und beschriftet einfach am Sessel wo vorne und hinten ist, damit mir (und vielleicht auch euch) das nicht passieren kann. Dadurch war der Aufbau mit dem Slide-in Design wirklich einfach und hat nicht einmal 10 Minuten gedauert. Sogar der Imbusschlüssel für die 8 Schrauben ist sehr hochwertig und nach der Montage hält alles bombenfest. Da steht er nun also, mein neuer Stuhl in schwarz und dezentem dunkelblau (genannt midnight blue). Dafür bin ich sehr dankbar, denn bei mir ist das Teil Gaming-Stuhl, aber auch Arbeitsgerät und ich kann auf Neonfarben und Flammentribals gut und gerne verzichten. Da kommt mir der Vertagear SL5000 sehr entgegen, denn er ist stylish, aber nicht protzig. Die gelben Nähte sind ein angenehmer kleiner Akzent, der sich gut in das Gesamtbild einfügt. Aber hey, wenn ihr mehr Farbelemente wollt, gibt es die Möglichkeit. Sogar Tarnmuster an den Seiten sind vom Hersteller als Option verfügbar.

Harter Kern, weiche Schale

Jetzt geht es ans Eingemachte, denn der Vertagear SL5000 bietet vor allem eins und das ist komfort. Mein alter Sessel hat mein gesamtes Körpergewicht auf meinen unteren Rücken verteilt. Der Vertagear bietet im Gegensatz dazu eine stabile Rückenlehne an, die sehr breit ist. Durch den Stahlrahmen und den Aluminium-Unterbau, auf dem der Sessel steht, ist alles wackelfest. Es gibt kein knarzen, kein verrutschen, nur ein sehr gutes, stabiles Gefühl beim Hinsetzen. Für den Komfort sorgt natürlich nicht der Stahlrahmen, sonder ein High Density Foam, also eine Füllung die extrem langlebig und dabei auch bequem ist. Für mich besonders schön, die Sitzfläche und auch die Rückenlehne sind angenehm breit und bieten viel Platz. Trotz meiner Körpergröße kann ich meinen Kopf gut an den Stuhl anlehnen. Besonders gut gefallen mir die Nacken- und Lendenpölsterchen, die eine gute Haltung sehr unterstützen.

Zu Beginn stand ich diesen beiden Polstern noch skeptisch gegenüber, doch nach mehr als zwei Wochen Dauerbenutzung sind wir die besten Freunde geworden. Die beiden Kissen sind in ihrer Höhe frei verstellbar und sind eine Wohltat für meine Sitzhaltung.

Unterstützung für das Gamepad

Während der Arbeit steht mein Stuhl meist in etwa zwischen 80 und 100 Gradwinkel. Mit den fünf Stufen könnt ihr euch aber während einer Gamingsession auch mit 140 Grad Neigung quasi hinlegen. Auch in dieser Position war ich ein weiteres Mal über meinen Nackenpolster höchst erfreut. Der Stuhl kann außerdem frei wippend eingestellt werden. Und da wir gerade bei Gamingsessions sind, ich bin ja mehr der Gamepadspieler. Da ist es umso cooler, dass man die 4D-Armlehnen nicht nur horizontal und vertikal verstellen kann, sondern die breiten Lehnen, wie bei einem Flipper aus und eindrehen kann. Damit kann man sehr lange Zeit auch mit dem Gamepad unheimlich bequem vor sich hin zocken. Übrigens ist auch das Kunstleder sehr bequem ausgestattet und wie schon gesagt, gefallen mir die dezenten, gelben Nähte davon sehr gut. Wie gut sich das Kunstleder hält, kann ich euch nach gerade einmal zwei Wochen leider nicht sagen. Fürs Erste macht jedoch alles einen sehr stabilen und lange haltbaren Eindruck.

Vertagear SL5000 Gaming-Chair Fazit

Der SL5000 Gaming-Chair hat für mich einen sehr vernünftigen Preis und bietet dafür viele Einstellungsmöglichkeiten und hohe Qualität. Ich bin dankbar für seinen coolen Look, der sich besonders für einen Gaming-Sessel sehr zurückhält. Die Basis schaffen die hohe Robustheit und die angenehme Sitzfläche. Die heimlichen Stars sind für mich aber die Lenden- und Nackenpolster, die eine gute Körperhaltung unterstützen und einfach machen, sowie die 4D-Armlehnen, die mir sehr viel Freiheit gewähren.

Wertung: 9 Pixel

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