The Pathless Test (Arcade): Erforschung im Flow-Zustand

von Mandi 15.11.2020

Mit The Pathless erwartet uns ein spannendes Exploration-Abenteuer. Warum Geschwindigkeit hier eine Rolle spielt, lest ihr im Review!

Dieses Game ist auf Apple-Geräten nur dann spielbar, wenn ihr Mitglied bei Apple Arcade seid. Dazu müssen eure Geräte auf iOS 13 oder neuer aktualisiert sein. Dieser Dienst kostet euch 5 Euro im Monat (oder 50 Euro im Jahr) und bietet euch unlimitierten Zugriff auf über 100 Spiele. Apple Arcade-Titel werden durch eure Abo-Zahlungen und Apple selbst finanziert. Dadurch können es sich die EntwicklerInnen leisten, auf die unbeliebten Finanzierungsoptionen wie sich laufend wiederholende Werbeeinblendungen oder In-App-Käufe zu verzichten. Timer, die euren Spielspaß einschränken oder verzögern, gibt es nicht.

Über The Pathless

In The Pathless übernehmt ihr die Kontrolle der Jägerin. Die Macher von ABZU (hier geht es zum Review) stecken euch in die Haut einer Bogenmeisterin, die auf eine mystische Insel reist. Euer Ziel ist ein ziemlich hehres: Es geht darum, die Welt von einem Fluch der Dunkelheit zu befreien. So müsst ihr nicht nur diese Insel bereisen, sondern auch eine Verbindung zu eurem Adler-Begleiter aufbauen. Nach und nach jagt ihr Geister und befreit Zonen vom Bann der Dunkelheit, doch ihr solltet darauf achten, nicht selbst zur Gejagten zu werden!

So erforscht ihr vernebelte Wälder voller Geheimnisse, löst Rätsel in verlassenen Ruinen und stellt eure Fähigkeiten in Kämpfen auf die Probe. Hier geht es um nichts weniger als das Schicksal der Welt – auf der offiziellen Website steht es immerhin so geschrieben! Übrigens ist The Pathless nicht nur auf Apple Arcade erhältlich, sondern auch auf PC, PlayStation 4 und PlayStation 5. Besonders interessant: Wenn ihr die PS5-Version über den PlayStation Store kauft, könnt ihr die PS4-Version kostenfrei herunterladen. Hier der Launch Trailer zum Spiel für euch:

So spielt sich The Pathless

Wie auch ABZU kommt dieser Titel ohne große Worte aus. Nach einer kurzen Einführung steckt ihr schon in der Haut der Jägerin, und ihr könnt euch aufmachen, um die Umgebung rund um euch zu erkunden. Zu diesem Zweck stehen euch so manche Werkzeuge in The Pathless zur Verfügung, wie etwa eine Ansicht, die euch in einer blau-weißen Monochrom-Ansicht die nächsten Ziele zeigt. Wenn ihr wisst, wo ihr etwas zu befreien habt, macht es das Spielen schon viel leichter! Nicht nur das, es schweben auch verschiedene Ziele für euren Bogen herum. Also lauft ihr wahlweise im Schritttempo oder im Vollsprint, und schießt auf diese Ziele.

Wenn ihr so ein Ziel trefft, bekommt ihr schubweise einen Haufen Ausdauer zurück – und so ergibt sich schnell ein Flow-Gefühl im Game! Ihr rast also von A nach B, was ungewöhnlich viel Spaß macht, und erledigt eure Aufgaben. Keine Sorge: Sterben könnt ihr in The Pathless nicht, allerdings müsst ihr, wenn ihr eine Niederlage erleidet, euch um euren Adler kümmern. So wie beim erstmaligen Kennenlernen streichelt und putzt ihr ihn in einem Minispiel, und danach seid ihr schon wieder für den nächsten Versuch gerüstet! Der Adler stellt aber nicht nur euer „Leben“ dar, sondern kann euch ebenso bei der Erforschung helfen. Seht selbst:

Was ist zu tun?

Während ihr also Embleme von Gottheiten sucht, legt ihr ganz schöne Wegstrecken auf der Insel zurück. Dadurch erkundet ihr wie von selbst eure Umgebung, und manchmal müsst ihr auch Rätsel lösen. Diese können schon mal variieren – mal müsst ihr euch einfach nur auf einen Schalter stellen, um ein Gitter anzuheben, und oft werdet ihr schon mehr gefordert. Spätestens, wenn ihr mehr als zwei Gewichte zu manipulieren habt, kann es schon mal zu einer Nachdenkpause kommen! Glücklicherweise hilft euch euer Adler beim Rätseln, was die reine Muskelkraft angeht.

Eine Geschichte hat es ebenso in The Pathless geschafft, so müsst ihr in Wahrheit eine Entität namens Gottmörder davon abhalten, zum ultimativen dunklen Gott zu werden. Kein Stress also – der Einsatz könnte höher nicht sein! Allerdings hängt hier viel von der Story auch mit der Erkundung zusammen. Da und dort liegen nämlich Notizen oder sonstige interessante Punkte verstreut, die ihr beim Interagieren mitbekommt. So gibt es immer wieder Bruchstücke von Erinnerungen zu lesen, die – miteinander verbunden – viel Sinn ergeben und so den Plot des Spiels bereichern.

Die Technik des Spiels

Das Herzstück von The Pathless ist zweifelsohne der Artstyle in Verbindung mit der flüssigen Animation. Während das bei anderen Titeln nicht ganz zu einer guten Wertung reicht, ist das hier ein Stück Spielgefühl: Es macht richtig Laune, durch die Umgebungen zu sausen, und in den Rätselpassagen fehlt euch der Geschwindigkeitsraus dann sogar ein wenig. Zu hervorheben ist auch der prächtig animierte Adler, da hat sich das Team von Giant Squid wirklich selbst übertroffen! Optisch müsst ihr es halt mögen, in ähnlichen Umgebungen herumzulaufen, die Abwechslung folgt erst, wenn ihr schon eine Weile gespielt habt.

Soundtechnisch liegt die Stimmung ganz klar auf den Umgebungen. Je nachdem, wo ihr euch befindet, rauscht euch entweder der Wind um die Ohren, oder ihr hört aus der Ferne, wie steter Tropfen den Stein höhlt. Da kommt so richtig Flair auf, und das macht The Pathless schon richtig gut! Die Steuerung auf einem iPad lässt sich entweder über einen Controller oder den Touchscreen bewerkstelligen. Beide Varianten funktionieren super, und am Handling lag es nicht, wenn ich irgendwo nicht weitergekommen bin. Die Sprünge sind anfangs unnatürlich hoch, zumindest fühlen sie sich so an – daran gewohnt ihr euch aber im Laufe des Spiels.

Spannende Reise durch die Dunkelheit

Ja, der Einstieg ist vielleicht ein wenig träge, und recht viel zu tun gibt es auch nicht in The Pathless. Aber dennoch kommt so wie in ABZU oder Journey doch alles zu einem stimmigen Gesamtpaket zusammen. Vom Moment an, in dem ihr die Kontrolle über die Jägerin im Spiel übernehmt, bietet das Game euch immer wieder visuelle Hinweise. Schnell mal dahin, ein Emblem aufsammeln, dort das Gebiet befreien, und dann ist das nächste Ziel auf einem Berg. Diese Erforschung und die Erkundung von eurer Umgebung erinnert ziemlich an The Legend of Zelda: Breath of the Wild – und das ist im positivsten Sinne gemeint! (Zudem macht euer Bogen niemals schlapp.)

Ihr solltet nicht allzu viel erwarten, denn das Game spielt sich größtenteils wie ein Indie-Titel. Unter dem Strich geht ihr hier auf die Reise, weil euch die Erkundung der verschiedenen Gebiete gefällt. Kleine Rätselpassagen lockern den Forscherdrang auf, und manchmal seid ihr gezwungen, ein wenig zu denken, bevor ihr mit Adler und Jägerin auf die Pirsch geht. In den offenen Ebenen stellt sich ein Speedrausch ein, und in Gebäuden stockt das Erlebnis. Wenn das gut für euch klingt, könnt ihr mit diesem Spiel absolut nichts falsch machen – egal, ob auf PC, PS4 oder PS5. The Pathless ist im Abonnement Apple Arcade (5 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr) enthalten.

Wertung: 8.0 Pixel

für The Pathless Test (Arcade): Erforschung im Flow-Zustand von Mandi
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