Tesoro Gram XS – die ultradünne Lichtshow-Tastatur für Gamer

von David Kolb 10.10.2018

Die Tesoro Gram XS setzt auf eine Kombination aus Ultra-Low-Profile-Switches und dem Feeling einer mechanischen Tastatur. Mit gerade einmal 24 Millimetern Höhe ist sie außerdem sehr flach und eignet sich auf Grund verschiedener Profilmöglichkeiten fürs Arbeiten, aber auch ausgedehnte Gaming-Sessions.

Am Anfang des Regenbogens

Die Gram XS ist für ca. 120 Euro erhältlich und wird in einer sehr kompakten Schachtel versandt. Im Lieferumfang befindet sich selbstverständlich die Tastatur selbst, ein abnehmbares sehr robustes USB-Kabel und eine Bedienungsanleitung. Beim Auspacken zeigt sich sofort, hier wird kein Platz verschwendet. Das Gehäuse an sich ist kaum breiter als das Tastenfeld an sich. Ich durfte die weiße Variante (es gibt die Tastatur auch in Schwarz) testen, die besonders schlank und edel wirkt. Steckt man die Gram XS dann das erste Mal an, ergießt sich ein farbprächtiger Regenbogen, der auf der weißen Tastatur besonders gut zu sehen ist.

Farbtopf

Durch die herunterladbare Software – dazu später noch mehr – können nicht nur die Farben geändert werden, auch die Art und die Muster der Beleuchtung können variiert werden. Besonders originell finde ich den Modus „Kräusel“. Dann ist die Tastatur nämlich unbeleuchtet und erst, wenn eine Taste berührt wird, zuckt eine Welle aus Licht in beide Richtungen über das Gerät. Wem die Lichtspielerein nicht gefallen, kann diese zwar abstellen, sollte sich aber vielleicht auch einfach eine andere Tastatur suchen, die weniger bunt ist. Wer die Beleuchtungen aber stylisch findet, dem erfüllt die Tesoro Gram XS jeden Wunsch, denn es gibt allein über 10 Voreinstellungen (plus verschiedene Farbkombis) und benutzerdefinierte Einstellungen mit unzähligen Möglichkeiten.

 

Besser mechanisch

Wenn ich frei wählen darf, bevorzuge ich mechanische Tastaturen, gegenüber den normalen, den sogenannten Rubberdomes. Ich schätze das viel deutlichere Feedback beim Knopfdruck und das zurückfedern, das eine Art federndes Schreiben möglich macht. Allerdings musste man vor allem früher die Knöpfe bei mechanischen Tastaturen viel tiefer reindrücken, was beim Gaming zu einem großen Nachteil führen konnte. Deshalb verwendet die Gram XS auch die sogenannten Low-Profile-Switches im Chiclet Style.

Pfeilschnelle Reaktionszeit

Das bedeutet im Prinzip nur, dass die Tasten an sich sehr flach sind und ein paar wichtige Eigenschaften mit sich bringen. Der Weg nach unten, also der Druckpunkt liegt zwischen 0,7 und 1,5 Millimetern und ist damit sehr kurz. Auch die Betätigungskraft ist mit ca. 40 Gramm sehr niedrig, weshalb Eingaben nur eine sehr geringe Zeit benötigen und die Tastatur hervorragend schnell reagiert. Die Tasten lösen also, alles in allem noch schneller aus, als es bei der Konkurrenz der Fall ist und das kann einem in Battlefield oder Diablo schon einmal das virtuelle Leben retten. Allerdings gab es bei mir auch eine Eingewöhnungsphase, da die Tasten wirklich schnell auslösen. Zu Beginn führte das noch zu einigen Tippfehlern, jetzt möchte ich jedoch den leichten Anschlag der Tasten nicht mehr missen. Auch die Lautstärke ist durch die Ultra-Low-Profile-Switches etwas leiser als bei herkömmlichen mechanischen Tastaturen. In einem vollen Büro könnten Kollegen aber trotzdem auf Dauer genervt sein. Das ist aber ein Grundproblem von mechanischen Tastaturen und kein Kritikpunkt an der Gram XS.

Tesoro Software

Auf der Herstellerseite findet ihr die Software für die Tesoro Gram XS. Diese lässt euch aber nicht nur die LED-Farben der Tastatur konfigurieren, es gibt auch eigene Profile und sogar Makros sind möglich. Die vier Profile (PF1, PF2, PF3 und PC) können per FN-Tastenkombination sofort auf der Tastatur umgeschaltet werden, um so z.B. von einem Arbeits- auf einen Gamingmodus umzuschalten. In der Praxis hat es sich bei mir so ergeben, dass ich eben ein solches Arbeitsprofil hatte und drei weitere Profile für die aktuellsten zwei Spiele, die auf meinem Rechner installiert waren und ein weiteres für meine Entwicklungsumgebung. Dabei setzt einem die Software keine Grenzen, denn die Tastenbelegung ist völlig frei wählbar. Jede Taste auf der Tastatur kann mit Tastenwiederholungen, Mediensteuerung, Windows-Funktionen, ja sogar Mausfunktionen und Makros belegt werden. Makros können mit der Software leicht eingetippt werden, es gibt aber sogar eine Tastenkombinationen, die das Recording für ein Makro startet und wieder beendet. Diese können außerdem verzögert oder in beliebiger Anzahl oder bis ein neuer Input stattfindet wiederholt werden. Das alles ist sehr komfortabel einstellbar und ebenso leicht abrufbar. Die Gram XS wird dadurch zu einem sehr flexiblen Werkzeug.

Tesoro Gram XS Fazit

Überhaupt ist Flexibilität das Stichwort für die Gram XS. Sowohl Arbeiten, wie auch Gaming lassen sich mit dieser Tastatur gut vereinen. Besonders das Schreibgefühl gelungen ist sehr gelungen, da wie beschrieben der Anschlagweg sehr, sehr niedrig ist. Durch die mechanischen Knöpfe entsteht ein federndes Gefühl beim Schreiben, das sich hervorragend anfühlt. Das schlanke und platzsparende Design tut dann das Übrige dazu, wodurch ich mit der Tesoro Gram XS rund um zufrieden und glücklich bin.

Wertung: 9 Pixel

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