Super Mario Party auf der gamescom angespielt

von David Kolb 27.08.2018

Bei Nintendo durften meine Kollegen und ich in Super Mario Party den neuen Modus „Mariothlon“ anspielen und damit fünf Minispiele ausprobieren.

Lasst den Mariothon beginnen

Der erste Teil von Mario Party erschien vor genau 20 Jahren im Jahr 1998 und begeisterte damals, wie heute mit Brettspiel-Gameplay, aber vor allem einer großen Anzahl an kreativen Minispielen. Genau darum geht es auch im Mariothon, denn in verschiedenen Cups, verabschiedet man sich vom Brettspiel und kämpft in fünf Minispielen, mit bis zu vier SpielerInnen, um den Sieg. Der Fokus liegt bei allen fünf  Mini-Spielen ganz klar auf den Joy Cons. So gibt es eine Art Dreirad-Wettbewerb, wo der Joy-Con zwischen den Händen in einer Achter-Bewegung hin und her bewegt wird. Wer dabei am schnellsten ist, kommt auch als Erster ins Ziel. Das hat sich mich sehr an die N64-Zeiten erinnert, wo der Stick schnellstmöglich im Kreis bewegt werden musst – nur ganz ohne zerstörtes Gamepad und Hornhaut auf der Handinnenseite. In einem anderen Spiel balancieren die Charaktere auf einem Ball und durch Neigungen der Joy-Cons steuert man vor, zurück und zur Seite und je nach Neigung ändert sich die Beschleunigung. Das erinnerte an die Ball-Missionen aus Super Mario Galaxy. Es liegt also nahe, dass von Nintendo nur die Joy-Cons supportet werden und man z.B. mit dem Pro-Controller nicht spiele wird können. Die Mini-Games wirken extrem maßgeschneidert für die Joy-Cons.

Super Mario Party Rückbesinnung zu den Wurzeln

Das besondere am Mariothon ist aber, dass man nicht Punkte für die Platz eins bis vier erhält, sondern dafür, wie gut oder schnell man eine Aufgabe erledigen konnte. So musste man z.B. ein Stück Tofu auf allen Seiten perfekt anbraten und je nach Dauer erhalten die SpielerInnen dann auch unterschiedlich viel Punkte. Dadurch bleibt der Modus bis zum Schluss spannend, da zumindest rechnerisch bis zum letzten Spiel sich noch alles ändern kann.

Zwar war die Anspielsession gerade einmal 20 Minuten lang, jedoch war deutlich spürbar, wie gut sich alles steuert. Beim Tofu anbraten, symbolisierte der Joy-Con die Pfanne und es wurden exakt die Bewegungen am Bildschirm ausgeführt, die ich auch mit dem Gamepad per Bewegungssteuerung gemacht habe. Durch kleine Vibration wurde mir signalisiert, dass der Tofu auf der jetzt gerade angebratenen Seite durch ist. Das hat sich sehr intuitiv und einfach gut angefühlt. Leider gibt es zum Brettspielmodus noch keine großen Neuigkeiten. Nintendo möchte diesen aber wieder verstärkt einsetzen und das gemeinsame Auto, des Vorgängers dürfte wohl auch Geschichte sein. Ebenfalls bedauerlich ist, dass wir noch nicht live sehen konnten, wie mehrere Switches zu einem gemeinsamen Level verbunden werden. Genaueres werden wir aber ab 5. Oktober erfahren, dann nämlich erscheint Super Mario Party auf der Nintendo Switch.