Star Wars IV in Concert Kritik: Eine neue Hoffnung in Wien

von Stefan Hohenwarter 15.04.2018

Gestern Abend durfte ich dank der LS Konzertagentur bei Star Wars IV in Concert dem Aufkeimen einer neuen Hoffnung in der Wiener Stadthalle beiwohnen. Wie und ob es mir gefallen hat, erfahrt ihr hier.

Zum 40-jährigen Jubiläum des wohl größten Sci-Fi-Franchises der Welt startete das Weltraum-Epos als audiovisuelles Gesamterlebnis seine Reise in die Konzertsäle. Wie auch damals bei den Filmen beginnt die Reise mit Star Wars IV: Eine neue Hoffnung, die ich mit einem Teaser-Trailer einleiten möchte:

„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis …“

Die Galaxie steht nach Vernichtung der Jedi-Ritter unter der grausamen Herrschaft des Imperiums. Allein einer Rebellen-Gruppe gelingt es, angeführt von Prinzessin Leia, die Baupläne für den Todesstern zu stehlen und das Imperium in Aufruhr zu versetzen. Die Pläne gelangen zum alten Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi, der mit seinem Schüler Luke Skywalker und dem Schmugglern Han Solo (btw. Han shot first) und Chewbacca den Kampf gegen das Imperium aufnimmt. Ein Abenteuer auf Leben und Tod beginnt, denn Darth Vader ist ihnen auf der Spur, um die Zerstörung des Todessterns zu verhindern. (Quelle: Offizielle Pressemitteilung)

Das Ensemble

Unter der Leitung von Ludwig Wicki bringen die Münchner Symphoniker in der Wiener Stadthalle John Williams’ Oscar-, Golden Globe- und Grammy-prämierte Musik zur Aufführung, während gleichzeitig der komplette Film auf einer Großbildleinwand zu sehen ist.

Ein paar Eindrücke von der Show

Star Wars IV in Concert: Tolle Inszenierung, aber

Über 4.000 Menschen pilgerten gestern Abend in die Wiener Stadthalle, um das Wien-Debüt von Star Wars in Concert auf der großen Leinwand mit einem Live-Orchester zu erleben. Die Begeisterung war schon vor dem Start von Star Wars IV in Concert groß. Dafür sorgte vor allem die Austrian Garrison der 501st Legion, die selbst beim gefühlt Tausendsten Foto mit BesucherInnen noch immer mit vollem Einsatz bei der Sache war.

Langsam, aber sicher füllten sich die Plätze in der Wiener Stadthalle, als plötzlich der gelbe Schriftzug „Es war einmal vor langer Zeit …“ auf der Leinwand erschien. Das Publikum war dank der tollen Live-Performance der Münchner Symphoniker sowie coolen Lichteffekten sofort gefesselt, doch leider war nicht die ganze Show so gut, wie die Eröffnung.

Immer wieder war die Tonabmischung meiner Meinung nach suboptimal, sodass man oft nur das Orchester, aber nicht mehr den Film gehört hat. Die Musik von John Williams ist grandios, doch ist und bleibt sie Filmmusik, die meiner Meinung nach nur im Zusammenspiel mit dem Film – auch, wenn es nur die Sounds der Lichtschwerter oder Blaster sind – die volle Schönheit entfaltet. Der Tiefpunkt war für mich beim eigentlichen Filmhöhepunkt erreicht, als man versuchte beim Angriff auf den Todesstern mit einer wahllos inszenierten Lichtshow noch eines drauf zu setzen. Der Schuss ging zumindest für mich nach hinten los. Leider! Gut, dass es dann noch den versöhnlichen Abschluss gab: Luke und Han Solo – keine Ahnung, warum Chewie keine Medaille bekam – wurden in einer Rebellenhochburg geehrt, während das Orchester unter der Leitung Ludwig Wicki zum krönenden Abschluss ansetzte. Das Finale war so gut, dass nur ganz weniger Leute vor dem Ende des Abspanns den Saal verliesen – eine Seltenheit bei Veranstaltungen in der Stadthalle.

Bekommt man die Abmischung und die Lichtshow noch etwas besser hin, so steht einer erfolgreichen Fortsetzung am 11. Jänner 2019 mit Star Wars V in Concert nichts im Wege. Ich freue mich schon jetzt darauf.

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