RAM-Preise explodieren: So holt ihr das Maximum aus eurem PC
Angesichts der dramatischen RAM-Preissteigerungen bei PCs von bis zu 90 Prozent im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal geht es um die Wurst.
Kampf dem RAMageddon
So ist ein intelligentes Aufrüsten des bestehenden Systems oft sinnvoller als ein kompletter Neukauf. Die Speicherpreise haben sich seit Mitte 2025 vervielfacht, wobei DDR5-Module teilweise das Vierfache des Preises von Juli 2025 kosten und auch DDR4-Preise um über 40 Prozent im Januar 2026 allein gestiegen sind. Haupttreiber sind die massive Nachfrage aus dem KI- und Serverbereich, Produktionsengpässe bei DDR5 und die Verknappung von NAND-Flash für SSDs, wobei Experten keine Entspannung vor Ende 2027 erwarten. Pessimistisch betrachtet könnte die Situation bis ins Jahr 2028 andauern, und jetzt ist der denkbar ungünstigste Zeitpunkt für einen Neukauf. Deshalb gilt: Bevor ihr neue Hardware kauft, solltet ihr genau prüfen, welche Komponenten ihr bereits habt und wie diese optimal kombiniert werden können. Identifiziert zunächst euren aktuellen RAM-Typ und die Taktrate, um kompatible Module zu finden. Wer bereits 16 Gigabyte DDR4-3200 hat, sucht etwa nach einem weiteren identischen Kit, um auf 32 Gigabyte zu erweitern, da das Mischen unterschiedlicher Hersteller oder Taktraten zu Instabilität führen kann. Viele Mainboards verfügen über vier RAM-Slots, sodass wir bei zwei belegten Slots mit zwei weiteren Modulen die Kapazität verdoppeln können. Natürlich ist der aktuellste DDR5-Standard der schnellste! Falls ihr eine SATA-SSD habt, bringt eine M.2-NVMe-SSD deutliche Geschwindigkeitsvorteile von bis zu 6x schnellerer Leistung.
Ein Wechsel von PCIe Gen3 auf Gen4 oder Gen5 erhöht die sequenzielle Lese- und Schreibleistung erheblich, wobei zu beachten ist, dass PCIe Gen5 oft ein CPU-Upgrade erfordert, da ältere Prozessoren dies nicht unterstützen. Statt einer neuen SSD können wir auch eine zweite hinzufügen, falls das Mainboard über freie M.2-Slots verfügt. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Hardware so weit wie möglich zu optimieren, um auch zukünftige Anforderungen zu erfüllen. Informiert euch beim Hersteller, wie viel RAM maximal unterstützt wird und welche PCIe-Generation die M.2-Slots bieten, da manche CPUs nur bestimmte RAM-Geschwindigkeiten oder PCIe-Generationen unterstützen. Ein älterer Prozessor könnte NVMe-SSDs auf Gen3-Geschwindigkeit drosseln. Wenn euer Mainboard neuere CPUs im gleichen Sockel unterstützt, kann ein CPU-Tausch die Leistung für RAM und SSD erheblich steigern, da eine neuere CPU oft höhere RAM-Taktraten, mehr PCIe-Lanes für SSDs und bessere Gaming-Performance ermöglicht. Vor einem Tausch sollten wir jedenfalls die neueste BIOS-Version installieren, da ein aktuelles BIOS verbesserte RAM-Kompatibilität und Stabilität bei höheren Taktraten, Optimierungen für NVMe-SSDs und PCIe-Gen4 oder Gen5 sowie die Behebung von Bugs bietet, die die Leistung beeinträchtigen könnten. Mit dieser Strategie können wir die Lebensdauer Ihres PCs um mehrere Jahre verlängern, ohne in überteuerte RAM-Module investieren zu müssen.
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