Open The Door Wien Bewertung: Wir haben das Escape-Spiel getestet

von Stefan Hohenwarter 02.12.2018

Vor wenigen Tagen sind wir der Einladung von Ulli und Filip, den Betreibern von Open The Door Wien gefolgt und nahmen zwei der insgesamt drei Räume als Team in Angriff. Ob wir wieder entkommen sind, und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Open The Door Wien Erfahrungsbericht.

Keine Angst, wir spoilern euch nichts und geben auch keine Tipps, wie ihr die Räume schnell wieder verlassen könnt.

Escape-/Exit-the-Room-Spiele?

Bei sogenannten Escape- oder Exit-the-Room-Games geht es im Prinzip darum, durch das Lösen kleiner Rätsel, die vorwiegend das logische Denken, offene Augen und gute Kommunikation unter den MitspielerInnen fordern, einen Raum, in dem man vorher (freiwillig) eingesperrt wurde, wieder zu verlassen. In den meisten Fällen steht dem Team ein/e SpielleiterIn hilfreich zur Seite – natürlich von außerhalb der Spielestube.

Open The Door Wien seit Sommer 2015

Die Räume sind selbst gestaltet und entwickelt.

Open The Door gibt es seit knapp über 3 Jahren in der Alser Straße im 8. Bezirk. Von Beginn an war es das Ziel der Betreiber die Spiele möglichst kreativ und herausfordernd zu gestalten. „Wir versuchen dabei immer mit der Zeit zu gehen und die Resonanz ist dabei positiv! Unser Angebot ist von begeisterten Spielern – für begeistere Spieler.“

Die drei angebotenen Spiele

  • Nachts im Museum
  • Die Zauberkraft des Magiers
  • Drachenhöhle

Jedes der Spiele besitzt ein eigenes, aufwendiges Setting und einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Nachts im Museum ist eher für Anfänger ausgelegt, während die Drachenhöhle nur etwas für eingefleischte Profis ist. Mehr über die einzelnen Spiele erfahrt ihr auf der offiziellen Homepage.

Wir sind wieder entkommen!

Unsere Open The Door Bewertung

Stefan Hohenwarter

Ich bin bereits ein arrivierter Exit-the-Room-Spieler. Ich habe in Wien schon mehr als fünfzehn Spiele in Angriff genommen und bin nur das erste Mal nicht rechtzeitig entkommen.

Als ich hörte, dass wir Open The Door, das sehr viele gute Spielerbewertungen im Netz verzeichnet, ausprobieren können, war ich sofort Feuer und Flamme. Das erste Spiel „Die Zauberkraft des Magiers“ ist eher klassisch veranlagt, während Die Drachenhöhle mich mit der aufwendigen Gestaltung und dem nicht ganz so erwarteten Start voll zu überzeugen wusste. Genial! Statt 08/15 Rätseln punktet Open The Door mit einige Überraschungen und wirklich abwechslungsreichen Knobeleien.

Mit vielen kleinen Details wird man als SpielerIn tief in das Spiel gezogen, sodass man das Drumherum für die Spieldauer vergisst und sich voll und ganz auf die Mission konzentriert. Grandios! Open The Door gehört für mich deshalb zu meinen Escape-Game-Favoriten in Wien.

Wertung: 9.4

Michael Neidhart

Für mich war Open The Door das erste Escape-Game und ich bin vom Fleck weg begeistert. Zunächst konnte ich mit dieser Art Gemeinschaftsspiel nicht viel anfangen. Sich mit anderen einsperren zu lassen und Rätsel lösen, um wieder aus dem Raum zu kommen, klang für mich einfach nicht spannend. Aber wie sooft, Probieren geht über Studieren.

Am meisten überraschte mich, wie sehr ich mich über das Lösen der Rätsel freute, vor allem dann, wenn sich eine Geheimtür öffnet und der nächste Raum wartet. Diese Erfolge spornen einen richtig an, das nächste Rätsel noch schneller zu lösen. Open The Door überzeugte mich dabei vor allem mit Abwechslung. In der Drachenhöhle gibt es nicht nur knifflige Denkaufgaben, es warten auch technische Rätsel. Erstaunlich, wie schnell dabei die Zeit vergeht und welcher Flow entsteht. Eigentlich will ich gar nicht mehr hinaus…

Wertung: 9

Marianne Kräuter

Es muss ganz schön knifflig sein, ein Exit-the-Room-Szenario zu entwerfen, das Neulinge sowie hartgesottene Rätselfans gleichermaßen unterhält, doch das Team von Open the Door hat diese Herausforderung eindeutig gemeistert: In unserer Runde fanden sich Leute beider Kategorien sowie auch welche irgendwo dazwischen und allen schien es gefallen zu haben.

Man merkt, dass in die Ausstattung der Räume und die Gestaltung der einzelnen Rätsel sehr viel Herzblut und Liebe zum Detail geflossen sind. Als Fantasyfan war ich natürlich besonders von der „Drachenhöhle“ angetan. Das aufwändige Set und ein ungewöhnlicher Einstieg sorgten dafür, dass ich gleich zu Beginn in diese andere Welt eintauchen konnte, die mich bis zum Öffnen der letzten Tür in ihrem Bann hielt. Und einige der gut durchdachten Rätsel dürften wohl selbst Knobelexperten überraschen.

Wertung: 9

David Kolb

Was Exit the Room Spiele angeht, konnte ich schon erste Erfahrungen machen und habe exakt fünf Räume in Graz gespielt und zum Glück auch erfolgreich wieder aufgeschlossen. Die Gruppenkonstellation hat dabei immer stark variiert und neben den Rätseln und dem Setting finde ich gerade diesen Aspekt sehr spannend. Wie gut schafft es der Raum die Gruppe zu fördern?

Hier hat sich Open the Door viel Mühe gegeben, denn sogar mit fünf Leuten gleichzeitig (, was das Maximum ist) gibt es immer verschiedene Aufgaben, die parallel erledigt werden müssen. Ganz ohne Zwang und ohne es bewusst wahrgenommen zu haben, wurden bei uns in der Gruppe gleich zu Beginn Rollen für verschiedene Aufgaben definiert und auch sofort eingenommen.

Wie meine KolegInnen muss auch ich die „Specialeffects“ loben, ohne diese aber zu verraten. Gerade bei der Drachenhöhle herrscht hier sehr viel Liebe zum Detail und auch die eine oder andere größere Überraschung wartet in den Räumlichkeiten. So viel Abwechslung habe ich in einem Exit-the-Room-Spiel noch nicht erlebt. Deshalb hatte ich mit Open the Door auch einen sehr spaßigen und gelungenen Abend. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade eignen sich außerdem gut für eingeschworene Teams, aber auch Gruppen, die sich erst kennen lernen möchten.

Wertung: 9

Matthias Tüchler

„Abra Kadabra Simsala bim“, im Kreis drehen und 10 Sprünge auf einem Bein mit dem Zauberwort „Op En Ded Oor“ funktioniert zum Glück nicht bei jeder Tür. Aus meiner Sicht hatten sowohl Die Zauberkraft des Magiers als auch die Drachenhöhle ihre Vorzüge.

Als Magierschüler hatten wir einige Aufgaben zu lösen, die mit Timing zu tun hatten, was uns vor allem gegen Ende unter Druck setzte und somit für ein spannendes dynamisches Finale sorgte. Auch als Gefangene des Drachen war Timing dann und wann wichtig, doch die große Stärke dieses Spiels ist zweifellos die hohe Authentizität. Mit Papmache wurde ein toller Dungeon-Look erzielt und auch die verschiedenen Aufgaben und Rätsel sind oft nahe am Fantasy-Background des Spiels, was es für mich zum stärkeren der beiden Escape-Rooms macht.

Wertung: 9

Wertung: 9.1 Pixel

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