OnePlus 7T Test: Ein klasse Android-Allrounder

von Mandi 21.02.2020

Mit dem OnePlus 7T kommt ein starker Preis-Leistungs-Herausforderer auf den Markt. Was dieses Gerät so alles kann, lest ihr im Review!

Über das OnePlus 7T

Der Hersteller OnePlus hat sich schon länger einen Namen gemacht, und zwar dadurch, Premium-Features in der Mittelklasse zu verbauen. Das aktuelle Smartphone OnePlus 7T ist da keine Ausnahme: Ein 90 Hz-Display, ein 30 Watt-Schnellladegerät, eine Dreifach-Kamera sowie ein zu jeder Zeit kühles Gehäuse sollen euch davon überzeugen. Damit nicht genug, Dolby Atmos, HDR10+ und effiziente Technologien im Inneren lassen dieses Smartphone am Papier äußerst gut klingen! Schon das Auspacken ist ein Erlebnis, doch wie schlägt sich das Gerät im Test? Dazu kommen wir gleich.

Das OnePlus 7T besitzt auf der linken Kante den Lautstärkeregler, und rechts befinden sich der Standby-Button sowie ein dreistufiger Schalter (Lautlos, Vibrieren, Klingelton). An der Unterkante könnt ihr die SIM-Karte einlegen und via USB-C (sehr schnell) aufladen. Die Rückseite des Smartphones wird von einer runden Erhöhung dominiert, in der sich drei Kamerasensoren und der Blitz befinden. Einerseits ist diese fühlbar und kann ungewohnt wirken, auf der anderen Seite wisst ihr beim Fotografieren und Videofilmen genau, wo die Sensoren sind. Es ist wesentlich schwieriger geworden, versehentlich einen Finger vor die Kameralinse zu halten.

Die Erstinstallation

Das OnePlus 7T gibt sich äußerst schnörkellos. Eng an die Google-Services gekoppelt seid ihr in wenigen Minuten startbereit, und als Gesamtpaket funktioniert das Smartphone tadellos. Ihr könnt euch auf der ersten Seite persönliche Grüße anzeigen lassen, standardmäßig steht da „Never Settle“, der Leitspruch von OnePlus. Als Sicherheitskomponenten müsst ihr entweder einen Code oder ein Muster definieren, und danach stehen euch sowohl die Face Unlock-Technologie als auch ein Fingerabdruck-Sensor, der im Display integriert ist, zur Verfügung.

Früh fällt auf, dass die Schutzfolie des Bildschirms an den Rändern ein wenig kratzt. Gerade beim seitlichen Wischen über den Rand hinaus kann das schon mal unangenehm werden. Abgesehen davon seid ihr in Nullkommanichts einsatzbereit – für OnePlus spricht übrigens auch die geringe Anzahl der vorinstallierten Apps. Genau vier Programme (Community, Switch, Dateimanager und Wetter) sind seitens des Herstellers mit von der Partie, die Google-Suite befindet sich standardmäßig in einem eigenen Ordner. Bevor wir mit dem Praxis-Test starten, zuerst ein Produktvideo:

Technische Daten

Im OnePlus 7T ist eine Menge guter Hardware verbaut. Das 6,55 Zoll große AMOLED-Display löst mit 2400 x 1080 Bildpunkten auf (Bildformat 20:9) und zeigt 90 Bilder pro Sekunde an. HDR10+ wird unterstützt, genauso wie Dolby Atmos und Schnellladen – das 30-Watt-Schnellladegerät gibt Gas. Im Inneren des Smartphones werkelt ein Achtkernprozessor (Snapdragon 855 Plus) gemeinsam mit einer Adreno 640-Grafikeinheit. 8 GB RAM stehen für das System zur Verfügung, euer Speicher beläuft sich auf 128 GB. Drei Kameras (48/16/12 Megapixel) an der Rückseite sowie eine 16 Megapixel-Frontkamera sollen gute Bilder sicherstellen.

Der Akku fasst 3800 mAh und das Smartphone läuft unter dem aktuellsten Betriebssystem, Android 10. Darüber wurde das OnePlus-eigene OxygenOS 10 gestülpt, das sich im täglichen Gebrauch als sehr performant und schnörkellos erweist. Die Abmessungen des OnePlus 7T betragen 160,94 x 74,44 x 8,13 mm bei 190 Gramm Eigengewicht. In Geekbench 4 erreicht das Smartphone 3708 Punkte im Singlecore-Test und 11495 im Mehrkern-Test. Zum Vergleich: Ein iPhone 8 Plus aus dem Jahre 2017 erreicht 4277 Punkte singlecore und 10678 multicore. Dafür kostet das OnePlus 7T nur 599 Euro – das iPhone 8 Plus mit 128 GB noch immer 699 Euro.

In der Praxis

Eine höhere Bildschirmwiederholrate macht sich vor allem beim Scrollen bemerkbar, und die 90 Hertz tun dem OnePlus 7T richtig gut. Nicht nur das, auch der Prozessor gibt ordentlich Gas und gibt sowohl Websiten als auch Games ruckelfrei wieder. Selbst anspruchsvollste Medien waren kein Problem für dieses Smartphone, bis auf eine einzige Ausnahme. Spannend: Merge Magic ließ sich auf dem OnePlus 7T nicht öffnen – keine Ahnung, woran dies liegt, aber ich vermute, ein App-Update kann dies lösen. Abgesehen davon kann ich nur Positives berichten: Das Handy wird niemals unangenehm warm, die Stereo-Lautsprecher tun ihren Dienst und das Display ist klasse.

Die Schnellladefunktion des Smartphone ist ebenfalls kein Gimmick: Innerhalb von 30 Minuten Ladezeit bekommt ihr mehr als 60 Prozent Akkulaufzeit zurück, und das sogar während der Benutzung. Der integrierte Fingerabdrucksensor gemeinsam mit Face Unlock (wenn ihr es aktiviert) ist zuverlässig und entsperrt das OnePlus 7T stets rascher, als ihr es erwartet. Sämtliche Medien werden euch also raschestmöglich zur Verfügung gestellt und auch wirklich gut präsentiert, sowohl optisch als auch akustisch. Stellt sich nur noch eine Frage: Wie schlägt sich das Smartphone, wenn ihr selbst Fotos und Videos schießen wollt?

Die Kameras

Das OnePlus 7T schlägt sich auch bei den Fotos sehr, sehr gut. Bei Tageslicht können die Ergebnisse voll überzeugen, auch die Farbtreue ist klasse – ab und zu spielt nur eine Spur Übersättigung mit. Je schlechter die Lichtverhältnisse, umso mehr Rauschreduktion ist erkennbar. Das heißt aber nicht, dass die Körnung deswegen über Gebühr zunimmt – hier schlägt sich das Smartphone sehr gut! Bei schlechten Lichtverhältnissen wird alles ein wenig weicher, aber trotzdem vorzeigbar. OnePlus hat augenscheinlich weder bei der Bedienung (sehr übersichtlich) noch bei den Sensoren selbst gespart.

Nur in der Nacht muss das OnePlus 7T endgültig w.o. geben – die Resultate werden dann einfach nicht mehr gut genug. Doch insgesamt sind die Sensoren und auch die Software sehr verlässlich, und die allermeisten Bilder werden so gut, wie man es erwartet. Sogar ein Makro-Modus ist mit von der Partie: Er liefert vielleicht nicht immer die besten Ergebnisse, aber er hilft euch dabei, mal einen ganz neuen Blickwinkel zu suchen. Für den Preis von 599 Euro schlägt sich das Gerät äußerst wacker, und das nicht nur bei den Kameras! 

Fazit zum Smartphone: Gut genug für alle Fälle

Mit dem OnePlus 7T (zur Website) kommt ein Gerät auf den Markt, das mit 599 Euro nicht in der oberen Preisklasse angesiedelt ist, leistungstechnisch aber sehr wohl dort mitspielt. Geekbench kategorisiert das Smartphone in den Android-Top 2 ein, und ihr würdet bei der täglichen Nutzung den Preis weit unter 1.000 Euro niemals bemerken. Das äußerst flüssige 90 Hz-Display gemeinsam mit der potenten Hardware lässt euch gefühlt niemals warten, und da das Gerät immer kühl bleibt, spürt ihr auch niemals, ob und wie dieses Smartphone an seine Grenzen stößt. Nur in Extremsituationen wie der Nachtfotografie muss sich das Handy teureren Konkurrenten geschlagen geben.

Genauso finde ich den angebrachten Screenprotector schleierhaft, der euch bei jeder Randbewegung kratzt. Die Akkulaufzeit ist zwar nicht bombastisch, aber dank Schnellladefunktion seid ihr in spätestens 60 Minuten wieder voll geladen. Die Kameras runden den Super-Eindruck des Smartphones gelungen ab: Bei guten Lichtverhältnissen stehen die Fotos jenen von teureren Geräten um nichts nach. Alles in allem kann ich das OnePlus 7T allen empfehlen, die ein leistungsstarkes Android-Gerät suchen und dabei nicht mehr als 600 Euro ausgeben wollen. Besser wird‘s in dieser Preisklasse nicht!

Wertung: 9.0 Pixel

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