myFirst Camera Insta Lux Test – Sofortbildkamera für Kinder
myFirst Camera Insta Lux ist eine Sofortbildkamera für Kinder, die euch Fotos in 5 MP Qualität sofort ausdrucken lässt. Was sie sonst noch kann, wie kindgerecht sie ist und ob sich der Preis für ca. 134 Euro lohnt, erfahrt ihr im Test.
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Einfach zum ersten Foto
Schon beim ersten Anfassen merkt man: Die myFirst Camera Insta Lux ist für echte Abenteuer gebaut. Sie wirkt sehr robust und ist für Kinderhände angenehm groß und nicht kleinteilig. Alles sitzt und nichts kann in irgendeiner Art und Weise herunterfallen oder gar abbrechen. Erhältlich ist die Kamera im schlichten Grau oder im verspielten Cotton Candy Mix.
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Mein Sohn hat das graue Exemplar ausprobieren dürfen und noch vor der ersten Inbetriebnahme es mit den mitgelieferten Stickern verschönert. Das ist eine wirklich nette Dreingabe für den ansonsten schlicht gehaltenen Stil und schon mal ein guter Einstieg in das kleine Fotografen-Dasein. Die Inbetriebnahme an sich ist denkbar simpel. Einschalten, den Auslöseknopf drücken und schon ist das erste Foto im Kasten.
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Das ist so intuitiv, dass selbst kleinste Kinder ohne Hilfe sofort loslegen können. Mein Kind ist fünf Jahre alt und kann wenig überraschend noch nicht lesen. Daher hat es ihn auch nicht gestört, dass die myFirst Camera Insta Lux auf Englisch eingestellt war. Das ist aber kein Vorwurf, denn so spart man sich das erste Setup und kann unabhängig von den Spracheinstellungen gleich losknipsen.
Beim ersten Aktivieren der Kamera würde ich ohnehin die Anwesenheit eines Erwachsenen empfehlen, da man dann nicht nur die Sprache umstellen, sondern auch den Film einlegen kann. Für etwas größere Kinder sollte das kein Problem sein, denn die magnetische Klappe öffnet sich sehr gut und der Film ist nur in eine Richtung einlegbar.
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Es ist nicht möglich hier etwas falsch zu machen, was für diese Zielgruppe enorm wichtig ist. Mit im Lieferumfang ist auch noch ein praktisches Umhängehalsband, ein USB-C Ladekabel, die schon erwähnten Sticker und besagter Film, mit dem ihr zehn Fotos ausdrucken könnt. Solltet ihr übrigens Interesse an einer Kinderkamera ohne Sofortbildausdruck haben, dann findet ihr hier unseren Test zur myFirst Camera 50.
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Schöne Sofortbilddrucke
Das ist für eine Sofortbildkamera ok, denn meist könnt ihr mit diesen Filmen zwischen zehn und zwölf Fotos drucken. Wenn ihr eurem Kind diese Sofortbildkamera schenkt, dann müsst ihr damit rechnen, dass es auch Nachschub möchte und den bekommt ihr auch und zwar für ca. 16 Euro zwei Filme, sprich 20 Fotos mit 54×82 mm Größe. Klar, das ist nicht günstig, ist aber wie gesagt bei Farbsofortbildkameras Standard. Es gibt natürlich auch Kinder-Sofortbildkameras, wo ihr auf einer Rolle schwarz-weiß drucken könnt, die auf einen wesentlich günstigeren Fotopreis kommen. Mit den Sofortbildern der myFirst Camera Insta Lux bekommt ihr in Kombination mit den 5 MP ein erstaunlich schönes Sofortbild. Ob man hier lieber per Filmrolle auf Quantität oder mit der myFirst Camera Insta Lux auf Qualität setzt, ist je nach Kind einfach Geschmacksache. myFirst beschreitet hier ganz klar den Weg der Qualität und dessen muss man sich einfach bewusst sein. Festzuhalten ist, die hochwertigen Ausdrucke hier sind wasserfest, wischfest und fingerabdruckresistent und kosten in etwa 80 Cent pro Stück. Ein netter Nebeneffekt ist, dass das Kopieren so funktioniert, dass das Foto drei Mal raus und reingeht, um die Farben Gelb, Magenta und Blau zu erhalten, wo am Ende dann ein fertiges Bild entsteht.
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Für meinen Sohn ist das immer wieder cool, dass er live zuschauen kann, wie so ein Sofortbild entsteht. Übrigens, was ihr mit 5 MP nicht erwarten solltet ist, dass die Fotos auf einem PC-Bildschirm wahnsinnig gut aussehen. Dafür ist die Auflösung einfach nicht hoch genug. Darum geht es hier aber auch nicht, denn es sollen keine professionellen Fotos gemacht werden, sondern die ersten Kinderfotos. Das Wichtigste für mich ist, dass der Ausdruck gut aussieht und das tut es alle mal.
Unterstützung beim Fotografieren
Das liegt im Übrigen auch daran, dass die Kamera ein eingebautes LED-Licht für den Blitz hat. Die Kamera erkennt automatisch, wenn es etwas dunkler wird, wodurch die gemachten Fotos deutlich besser werden. Das ist natürlich für Kinder nochmal wichtiger und muss auch nicht selbst fokusiert werden, denn auch das wird von der myFirst Camera Insta Lux ganz alleine gemacht. Prinzipiell ist der Auslöser zweistufig, wie bei normalen Digitalkameras auch. Drückt man den Knopf leicht, wird fokusiert, drückt man den Knopf dann durch, wird ein Foto gemacht. Das klingt allerdings komplizierter als es ist. In der Praxis hat mein Sohn den Knopf einfach durchgedrückt, die Kamera hat den Autofokus aktiviert und ein wenig später war mit einem Klick zu hören, dass das Foto gemacht wurde. Im Test konnte sie deshalb auch wirklich überzeugen, denn egal was fotografiert wurde, das Foto an und für sich war gerade für Kinderverhältnisse sehr oft gelungen. Natürlich bleibt es nicht aus, dass bei Kinderfotos auch mal katastrophal verschwommene Exemplare mit dabei sind (weil mitunter auch sehr viel herum gewackelt wird), aber die Kamera macht einen guten Job dies bestmöglich zu verhindern.
Praktischerweise gibt es auch einen Knopf, mit dem die Kamera die Selfiekamera (ebenfalls 5 MP) aktiviert und man sich so wirklich sehr einfach selbst fotografieren kann. Als mein Kind diese Funktion entdeck hat, waren erstmal 50 Selbstportraits an der Tagesordnung. Während das reine Fotografieren für jedes Alter geeignet ist, ist das Durchblättern der Galerie und das gezielte Löschen von Bildern eher eine spannende Aufgabe für die schon etwas größeren Kinder. Dennoch bleibt die Menüführung stets so übersichtlich, dass man sich schnell zurechtfindet und die volle Kontrolle über seine Foto-Sammlung behält. Den Kleineren kann hier einfach ein bisschen nachgeholfen werden, dann klappt das ebenfalls. Beim Fotografieren selbst könnt ihr noch ein paar lustige Rahmen mit Monstern oder Tieren hinzufügen bzw. einen Filter mit z.B. Schwarz Weiß Effekt einstellen. Wir hatten sehr viel Spaß daran gemeinsam lustige Rahmen auszusuchen und uns dann gleich in Szene zu werfen und abzulichten. Es gibt hier abermals völlig zu recht nicht hunderte Optionen, sondern genau so viele, dass die Kleinen nicht zu schnell überfordert sind.
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Mobiler Drucker
Nachdem ihr mit der myFirst Camera Insta Lux einen guten Fotodrucker Zuhause habt, liegt es natürlich nahe auch Fotos, die nicht auf der Kamera sind auszudrucken und da habt ihr zwei Möglichkeiten. Den etwas umständlicheren Weg, Fotos von woanders auf die im Lieferumfang 4 GB große Speicherkarte zu legen. Oder wie es der Hersteller vorsieht über die myFirst Circle App.
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Dazu müsst ihr euch mit einem Account registrieren und diesen per Smartphone (WhatsApp, SMS oder Web) verifizieren. Danach könnt ihr die beiden Geräte koppeln und munter drauf losdrucken. Was ich hingegen nicht so toll finde ist, dass die App auch als eine Art Social Media dienen kann und ihr bzw. wenn ihr eure Kinder lässt, dann auch Beiträge und Fotos hochladen könnt. Ist natürlich optional aber wäre meiner Meinung nach bei einer Kinderkamera wirklich nicht nötig gewesen. Die Kamera muss Übrigens im WLAN und per Kamerapasswort (ist in den Kamera-Einstellungen zu finden) verknüpft werden. Ihr könnt dann entscheiden, welche Fotos ihr ausdrucken wollt und könnt sogar mit mehreren Fotos kleine Collagen drucken lassen. Generell könnt ihr auch einstellen, dass ihr mit oder ohne Rahmen drucken wollt.
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myFirst Camera Insta Lux Fazit
Die myFirst Camera Insta Lux bietet gerade für eine Sofortbildkamera für Kinder sehr viel Qualität und ihr könnt damit richtig schöne Fotos drucken. Dafür sind diese auch etwas teurer, als die billigeren und weit weniger qualitativen Filmrollen. Deshalb war mein erster Gedanke auch, dass es die Zielgruppe eher an schon etwas ältere Kinder angelehnt ist. Während des Ausprobierens hatte aber auch mein fünfjähriges Kind sehr viel Spaß und konnte damit problemlos gute Fotos machen und diese sich selbst auch anschauen. Für die ca. 134 Euro bekommt ihr eine robuste und durchdacht einfachgehaltene Sofortbildkamera. Für mich bzw. mein Kind wurde immer ein sinnvoller Kompromiss gewählt, einige Features bereit zu stellen, aber gerade eben so viel, dass kein Frust oder Überforderung entstet. Deshalb hat es die Kamera auch geschafft in unseren Alltag einzuziehen und wird beim nächsten Ausflug oder der nächsten Familienfeier wieder ein paar tolle Schnappschüsse festhalten.