Mad Catz Rat 8+ Wandelbare Tranformer-Maus im Test

von David Kolb 20.08.2019

Die kabelgebundene Mad Catz Rat 8+ ist mit 16000 DPI (Dots per Inch) und 50 G Beschleunigung für sehr ambitionierte Gamer gebaut. Zusätzlich ist die Maus aber auch sehr wandelbar, da ihr die Länge und das Gewicht verändern und sogar Teile, wie die Ablage für Daumen und kleinen Finger austauschen könnt. Deshalb gibt es den Nager für gut 100 Euro im Handel.

Spacige Optik

Mit diesem Preis bewegen wir uns bei Mäusen in ein Highend-Segment. Dafür hat das Stück Technik auch einiges zu bieten. Beim ersten Auspacken fällt sofort der Mad Catz ungewöhnliche kantige, aber coole Stil auf. Je nach Einstellung kann man sogar in das Innere der Maus blicken, die mit einer LED ausgeleuchtet wird. Die Optik gefällt mir ausgesprochen gut, da sie sich deutlich von der immer gleich aussehenden Konkurrenz abhebt. Es wirkt zudem alles sehr wertig verbaut, da das Chassis aus Aluminium und die restlichen Teile aus robustem Kunststoff bestehen. Die einzelnen Teile sitzen bombenfest und nichts wackelt. Einzelne Teile? Ja ihr habt richtig gelesen, denn die Mad Catz Rat 8+ ist in mehrere Segmente aufgeteilt, die sehr flexibel an kleine, bis mittelgroße Hände angepasst werden können. So kann das „Hinterteil“ der Maus per einfachem Druck auf einen kleinen Hebel verlängert und verkleinert werden. Die Maus rastet dann ein und ist sofort wieder einsatzbereit.

Die Transformer-Maus

Noch interessanter wird es dann, wenn der Winkel der seitlichen Daumenablage verstellt werden will. Der direkt integrierte Imbusschlüssel kann ganz einfach auf der Rückseite rausgedreht und verwendet werden. So könnt ihr auch das Gewicht mit mehreren Gewichtsscheiben anpassen. Die Basismaße sind mit 11,5 x 7,5 x 15,5 Zentimetern und 145 Gramm ausgemessen, können aber nach eigenen Wünschen frei angepasst werden (+18 Gramm). Das Kabel der Maus ist das Einzige was nicht verstellt werden kann, dieses ist aber mit 1,8 Metern absolut ausreichend bemessen. Durch die Anpassungsmöglichkeiten fühlt sich die Maus sehr ergonomisch und genau auf mich zu geschnitten an. Das liegt auch daran, weil das erwähnte „Hinterteil“ und die Ablage von Daumen und kleinem Finger mit mehreren mitgelieferten Teilen ausgetauscht werden kann. Da gibt es die Auswahl zwischen unterschiedlich geformten und verschieden griffigen Materialien. Mehr Komfort kann man sich kaum wünschen. Einzig für Linkshänder ist diese Maus nicht zu verwenden. Dazu wären dann doch zu viele Umbauten nötig, auf die Mad Catz verzichtet hat.

Immer präzise

Damit können wir die Äußerlichkeiten getrost bei Seite legen und uns um die inneren, technischen Werte der Rat 8+ kümmern. Wie bereits erwähnt schafft diese bis zu 16000 DPI, die in vier Stufen (von 100 – 16000) verstellbar sind. Außerdem verfügt die Maus über eine Anpassung der sogenannten Lift-off-Distanz. Die behandelt die Distanz zwischen Maus und Untergrund und ab wann keine Bewegungen mehr wahrgenommen werden sollen. Die Mad Catz Rat 8+ verfügt über eine Abfragerate die zwischen den Stufen von 125, 250, 500, 1000 und 2500 MHz abgegriffen wird.

Mauspad – Glide 21

Die Maus kommt dabei auf vielen, verschiedene Untergründen gut zurecht, auch der blanke Holztisch ist für sie noch geeignet. Wenn man aber schon eine solche Highend-Maus auf dem Tisch hat, sollte man aber zumindest ein gutes Mauspad nutzen. Dankenswerterweise hat mir Mad Catz für den Test das Glide 21 mitgeschickt. Dieses Mauspad ist ein Hybrid Pad aus zwei verschiedenen Materialien – Stoff und Silikon- mit abgerundeten Kanten. Das bedeutet, dass sowohl Laser-, wie auch optische Mäuse damit gut klar kommen. Die Oberfläche ist dazu wasserfast und verfügt über eine 3D-Textur (Doppeltextur), die für eine gleichmäßige Reibung sorgt. Durch die Silikonunterseite haftet das Mauspad sehr gut am Tisch, ohne dabei zu verrutschen. Sollte eure Maus, egal welche ihr verwendet, beim Zocken spürbar ruckeln, dann solltet ihr euer Mauspad tauschen. Mit dem Glide 21 kommt das nicht mehr vor und auch das eine oder andere verschüttete Getränk ist damit nicht mehr so tragisch, da es sich sehr schnell reinigen lässt.

Elf programmierbare Knöpfe

Damit die Maus überhaupt wahrnimmt, dass mit ihr geklickt wurde, besitzt sie zwei Switches, die unter der rechten und linken Maustaste liegen. Laut Hersteller vertragen diese im Schnitt 50 Millionen Klicks, bevor sie das Zeitliche segnen. Als großes Plus habe ich den angenehm leichtgängigen Druckpunkt der Tasten empfunden, die gerade im Alltag viel Komfort bieten. Es ist sogar ein zweites Mausrad mit an Board, das vom Daumen betätigt wird und links oder rechts scrollen kann. Die Maus verfügt über die beiden standardmäßigen Vor- und Zurücktasten. Weniger Standard ist dann der Sniper-Knopf, der, wenn man ihn gedrückt hält, die Maus stark verlangsamt. Das ermöglicht in Shootern wie Battlefield 1 sehr präzises Aiming, auch wenn man sich daran erst einmal gewöhnen muss. Zu guter Letzt verfügt die Maus über einen kleinen Knopf hinter dem normalen Mausrad, mit dem man zwischen vier Profilen on the fly hin- und herschalten kann (dies wird per LED-Anzeige auch dargestellt, welches Profil gerade ausgewählt ist).

Makros Ahoi

Mit der herunterladbaren Software wird es möglich die Tasten sogar dreifach zu belegen und Makros zu programmieren. Damit das ordentlich funktioniert, ist ein Onboard-Speicher mit eingebaut. Wie das bei Gaming-Hardware der Fall ist, könnt ihr natürlich auch über die LEDs frei verfügen. Von knalligem Blitzen bis hin zum entspanntem „Breathing“ ist alles möglich. Meinem persönlichen Gefühl nach performt die Maus am besten bei einem klassischen Shooter, wie Apex Legends. Dort ist die Maus naturgemäß am meisten gefordert und spielt auch ihre gute Beschleunigung und den sehr sinnvollen Sniper-Button aus. Die Software sieht zwar so aus, als wäre sie in einem noch eher frühen Stadion, aber sogar das Erstellen von Makros geht damit gut. Im Alltag zwischen Arbeit und und der Nutzung von mehreren Spielen in der Woche profitiert man sehr von den Profilen, da man so blitzschnell ganze Belegungen durchswitchen kann.

Mad Catz Rat 8+ Fazit

Preis-Leistungsverhältnisse werden hier außen vorgelassen. Wer eine äußerst präzise und noch dazu sehr anpassungsfähige Maus sein Eigen nennen möchte, wird mit der Mad Catz Rat 8+ sehr viel Freude haben. Dazu kommt noch der ungewöhnlich spacig, robotische Look, der so sonst nirgendwo am Markt zu finden ist. Wer nicht gerade der klassische MMO-Gamer ist und gefühlt 30 Knöpfe auf der Maus zum Spielen benötigt, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Mich hat die Mad Catz Rat 8+ eindeutig überzeugt.

9.5

Wertung: 9.5 Pixel

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