LUNA The Shadow Dust Test (PC): Niedliches Point-and-Click

von Mandi 13.02.2020

In LUNA The Shadow Dust begleitet ihr zwei Protagonisten auf einer Reise ohne viele Worte. Kann das handgezeichnete Indie-Adventure überzeugen? Lest das Review!

Über Üri und Layh

Die beiden Helden des Spiels heißen Üri und Layh. Der junge Üri begibt sich auf eine einzigartige Reise in einem mysteriösen Turm. Ihm steht ein kleiner Vierbeiner namens Layh zur Seite – und gemeinsam erlebt ihr in LUNA The Shadow Dust ein Abenteuer, das die Grenze zwischen Licht und Schatten ganz genau erforscht. Das Game ist ein klassisches Point and Click-Adventure, indem ihr euer Hirn des Öfteren ganz schön anstrengen müsst. Um im Turm immer höher zu kommen, gilt es, Rätsel zu lösen.

Nur so kann Üri sein Gedächtnis wiedererlangen und dunkle Geheimnisse aufdecken. Schnell fällt übrigens auf, dass LUNA The Shadow Dust sich so manches von anderen Spielen abgeschaut hat. Von Ni No Kuni etwa hat man die Idee, das Gameplay nahtlos mit von Hand gezeichneten Zwischensequenzen zu verknüpfen. Durch das Drücken der Leertaste könnt ihr zwischen den beiden Charakteren wechseln, das erinnert unter anderem an The Book of Unwritten Tales. So entsteht ein unwiderstehlicher Drang, noch einen Raum und noch einen Raum lösen zu wollen …

Das Spielprinzip

Als typisches Point-and-Click-Adventure gibt es hier nicht allzu viele Überraschungen. Ihr wechselt, sofern verfügbar, zwischen den beiden Protagonisten hin und her. Während Üri, der Zweibeiner, mit seiner Größe und seinem Fingerspitzengefühl aufwartet und somit Hebel ziehen kann, sind für seinen Begleiter andere Aufgaben vorgesehen. Layh, der kleine süße Vierbeiner, besitzt nämlich neben seiner geringeren Größe auch noch andere Vorzüge. Er kann mühelos zwischen unserer und der Schattenwelt wechseln.

Manches Level ist nämlich so aufgebaut, dass ihr mit Layh in den Wänden herumspazieren und -springen müsst, während ihr mit Üri den Weg frei macht. Die Rätsel sind alle angenehm logisch aufgebaut, es sind auch Klassiker dabei: Fast immer gibt euch das Spiel einen klaren Hinweis zur Lösung. Das heißt aber nicht, dass LUNA The Shadow Dust einfach geraten ist – manche Räume sind knackig geraten und es dauert eine Weile, bis ihr begriffen habt, wie ihr die Aufgabe schafft. 

Die Technik hinter LUNA The Shadow Dust

Ganz klar erwähnenswert ist die komplett handgezeichnete Optik des Spiels. Jeder Charakter, jede Stage und jede Zwischensequenz ist in dem absolut gleichen Stil gehalten. Wenn ihr das beispielsweise bei Ni No Kuni geliebt habt, bekommt ihr hier noch mehr serviert. Die Interaktionspunkte im Spiel sind entweder klar gekennzeichnet, oder aber der Cursor zeigt euch unmissverständlich an, dass ihr beispielsweise mit diesem Hebel oder jenem Polster interagieren könnt. Das ist klasse gemacht!

Auch der Sound und die Steuerung leisten sich keine Schnitzer. Die Akustik erinnert stellenweise stark an Journey, ich persönlich liebe den orchestralen Soundtrack-Stil. Das Handling von LUNA The Shadow Dust ist ebenso gut geraten, bis auf eure Maus und die Leertaste werdet ihr nicht viel benötigen, möglicherweise abgesehen von Stift und Papier. Die Spielgeschwindigkeit des Titels ist als äußerst angenehm und gemächlich zu bezeichnen, es gibt kein Backtracking und so verzeiht man das langsame Gehtempo der beiden Protagonisten.

Fazit zum Spiel: Gutes Debüt von Lantern Studio

Das vierköpfige Team hat mit LUNA The Shadow Dust einen grandiosen Titel vorgelegt. Dieser versüßt euch bestimmt einen oder zwei ausgedehnte Spieleabende, und da das Game ohne Worte auskommt, müsst ihr auch keine Sprache beherrschen. Kinderfreundlich ist das Spiel ebenso, da alles sehr jugendfrei abläuft und ihr euch somit voll auf Story und die Rätsel konzentrieren könnt. Manchmal ist das Game mir persönlich ein wenig zu gemütlich, das ist aber eine persönliche Vorliebe.

Kleine Schwächen hat der Titel schon, wie etwa beim Wechsel zwischen Licht und Schatten gab es teilweise Problemchen. Auch der komplett lineare Spielaufbau erlaubt keinerlei Abweichung vom Protokoll – das muss man mögen, Adventure-Fans sind das aber gewöhnt. Der Soundtrack, die Optik und das Handling sind alle so gut gelungen, dass es leicht ist, dieses Spiel zu empfehlen. Wenn ihr ein mit Liebe gemachtes, logisch herausforderndes Point & Click-Adventure mit süßen, handgezeichneten Protagonisten sucht, seht euch LUNA The Shadow Dust (zum Shop) näher an!

Wertung: 8.5 Pixel

für LUNA The Shadow Dust Test (PC): Niedliches Point-and-Click von Mandi

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