Irony Curtain: From Matryoshka with Love Test (PS4): Willkommen, Genosse!

von Mandi 09.04.2020

In Irony Curtain: From Matryoshka with Love strengt ihr eure grauen Zellen an. Was es mit diesem Point-and-Click-Adventure auf sich hat, lest ihr hier im Review! Zur offiziellen Website des Spiels geht es hier.

Zur Story des Spiels

Der Kalte Krieg hat das totalitäre Matryoshka fest im Griff. Ihr spielt Evan, einen etwas vertrottelten Journalisten, der unfreiwillig zwischen die Fronten zweier Supermächte gerät. Das Spionage-Abenteuer ist ein satirisches Point-and-Click-Adventure, inspiriert von Werken von LucasArts und Daedalic. Von Anfang an gilt es, euer Hirn anzustrengen und die Gegenstände um euch herum zu eurem Vorteil einzusetzen. Natürlich könnt ihr auch Items miteinander kombinieren, was das Nachdenken noch etwas kniffliger macht…

Schon in den ersten Szenen des Spiels wird klar, dass ihr hier einige Geheimnisse aufzudecken habt. Zwischen Kommunismus und Kapitalismus eingekesselt muss Evan die Flucht ergreifen, bevor ihr in einer Rückblende mehr von der Story mitbekommt. Ehe ihr es euch verseht, erledigt ihr schon Gefälligkeiten für die oberste Etage, und ihr rätselt euch durch jede einzelne Szene. Schläferagenten, geheime Pläne und jede Menge Humor erwarten euch in Irony Curtain – doch wie spielt sich dieses Polit-Adventure?

Inspiriert von klassischen Adventures

Das Geschehen spielt im Jahre 1951, daher gibt es keine großartigen technischen Neuheiten zu erwarten. Manche Rätsel lassen sich auf die gute alte Art lösen, und natürlich hilft es, manchmal ein wenig herumzuprobieren. Allerdings könnt sind oft Rätsel sehr straightforward geraten, ein Seil lässt sich nun einmal mit einer Rasierklinge durchschneiden und weniger mit einem Schlüssel. Wenn ihr aber mal aus Versehen oder Trotz den falschen Gegenstand zum Kombinieren verwendet, quittiert das Protagonist Evan mit beißendem Humor.

Obwohl das Spielgeschehen weitestgehend linear abläuft, sind ein paar Rätsel auch nicht linear geraten. Das bedeutet, dass ihr diese angehen dürft, wie ihr das möchtet, und können auf zwei oder mehrere Arten gelöst werden. Irony Curtain lässt dabei sein politisches Thema niemals außer Augen, wenn ihr das also überhaupt nicht in euren Games haben möchtet, solltet ihr eher einen Bogen um das Game machen. Alle anderen jedoch bekommen hier humorvolle und augenzwinkernde Rätsel-Action präsentiert, die mit so gut wie mit jedem Klischee spielt!

Die Technik von Irony Curtain

Die 21 handgezeichneten Umgebungen des Spiels wirken zwar comichaft, aber nicht übertrieben knallig. Die flüssigen Animationen sind ebenso äußerst gelungen, und gemeinsam mit der Hervorheben-Funktion (durch Halten der R2-Taste) könnt ihr auch keine Hotspots übersehen. Das macht Irony Curtain: From Matryoshka with Love ziemlich gut, und alles in allem vermag der Look zu gefallen. Übermäßige Grafik- und Effektwunder dürft ihr zwar nicht erwarten, aber das passt auch nicht ins Genre des Point-and-Click-Adventures. Das Spieltempo ist dabei zwischen mittelmäßig und zäh.

Beim Sound allerdings tut sich das Spiel extrem hervor. Die super englische Vertonung der einzelnen Charaktere bringt die Stimmung des Games klasse rüber, und da macht es auch richtig Spaß, den einen oder anderen Fehler zu machen. Das Handling des Titels ist einer PS4 und dessen DualShock-Controller angemessen: Natürlich ist das Prinzip eines Point-and-Click eher an eine Maus angelehnt, aber dank Hotspot-Hervorhebung und einer ziemlich raschen Steuerung mittels Analogcontroller tut dies Irony Curtain: From Matryoshka With Love keinen Abbruch.

Fazit zum Spiel: Humorvolles Adventure

Wenn ihr auch über Politik und Ideologien lachen könnt, Point-and-Click-Adventures liebt und ein wenig Zeit totzuschlagen habt, kommt euch Irony Curtain: From Matryoshka with Love gerade recht. Ob auf PS4 oder auf dem PC (hier geht’s zur Steam-Seite), ist allerdings größtenteils egal. Mit einem Protagonisten, der euch das Denken vollkommen überlässt, aber zu allem eine Meinung hat, kann das Game schon in den ersten Minuten punkten. Für ein oder zwei Abende ist der Titel sehr gut, dann seid ihr auch schon durch – so, wie ein gutes Point-and-Click-Adventure auch geartet sein muss.

Nicht alles ist eitel Wonne, denn das Rad erfindet das Spiel beileibe nicht neu. Manchmal müsst ihr die In-Game-Hilfe zu Rate ziehen, um ein Rätsel zu knacken, und sehr oft vergisst das Game, vor lauter Hommage an andere Titel seine eigene Duftmarke zu setzen. Meine PS4 Pro ist auch mehrmals während dem Spielen abgestürzt, womit ich manche Passagen öfters spielen musste. Die Geschichte braucht auch ein wenig, bis sie in Gang kommt, aber sei‘s drum: Für ein Rätselabenteuer ist dieser Ableger echt gut gelungen. Und um grade mal 20 Euro macht man beim Kauf von Irony Curtain: From Matryoshka with Love echt nichts falsch!

Wertung: 7.5 Pixel

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