Huawei P50 Pro Test: Edles Smartphone mit High-End-Hardware

von Mandi 26.01.2022

Mit dem Huawei P50 Pro kommt das neue Kamera-Spitzenmodell des Herstellers auch zu uns. Lest im Test alles Wissenswerte darüber!

Über das Huawei P50 Pro

Die P-Serie von Huawei zeichnete sich schon seit jeher durch ihren Fokus auf die Kameras aus. So war etwa das P20 Pro das erste Smartphone mit einer Triple-Kamera und einem 5-fachen Hybrid-Zoom. Mit dem P40 führte Huawei den ersten 10x optischen Zoom bei Smartphones ein – es geht bei der P-Serie also immer darum, möglichst starke Hardware zu verbauen, um dann die bestmöglichen Ergebnisse zu garantieren. Das bleibt auch so beim P50 Pro, und da verwundert es nicht, dass die beiden Kamera-Inseln auf der Rückseite des Smartphones schon geradezu ins Auge stechen.

Doch so ein Gerät besteht klarerweise nicht nur aus der Kamera, auch beim Rest hat der Hersteller alles andere als gespart. Das P50 Pro bietet, wie bei Huawei eigentlich schon längst üblich, beste Hardware in allen Bereichen. Egal, ob man nun den Bildschirm betrachtet, die Leistungsfähigkeit unter die Lupe nimmt, ein Spiel etwas länger als geplant zockt oder einfach nur auf TikTok versumpft: Das Smartphone bietet genau das, was ihr braucht. Bevor es aber so weit kommt, müsst ihr das Gerät zuerst einmal konfigurieren! Da freut es alle, wenn man berichten kann, dass das sehr einfach funktioniert.

Beim ersten Einschalten

Denn Huawei hat schon ein bisschen Übung mit Smartphones, und das merkt man vom ersten Einschalten an. Als Software auf dem P50 Pro kommt das hauseigene System EMUI 12.0.1 zum Einsatz, und es versucht an allen Ecken und Enden, euch das Leben zu erleichtern. Selbst bei der Erstkonfiguration werdet ihr sprichwörtlich an der Hand genommen und Schritt für Schritt durch die wesentlichen Punkte geführt. Die Steuergesten werden von euch ausprobiert, das WLAN ausgewählt und verbunden, und wenn ihr eine Sicherung habt, könnt ihr diese ebenso kinderleicht wiederherstellen.

Den einzigen Unterschied, den Huawei hier macht, bemerkt ihr beim Laden von Apps. Huawei-Smartphones greifen bekanntlich auf die hauseigene AppGallery zu, und schon bei der Ersteinrichtung des P50 Pro werdet ihr hier mit möglicherweise nützlichen oder lustigen Apps bekanntgemacht. Wollt ihr diese im Zuge der Konfiguration gleich mit herunterladen, könnt ihr dies tun, wenn ihr aber auf ein puristisches Erlebnis aus seid, wählt ihr die Vorschläge ab und macht dann wie gehabt mit der Einstellung weiter. Habt ihr dann alles abgeschlossen, erwartet euch der Homescreen mit nützlichen Tipps.

Zeig, was du kannst, EMUI!

Wer schon einmal ein Smartphone in Verwendung hatte, ist grundsätzlich schon einmal top vorbereitet. Der EMUI-Skin von Huawei macht nämlich nichts grundlegend anders, das heißt, bei der normalen Navigation ist alles wie gewohnt. Ein paar Gesten wie etwa „mit einem oder zwei Fingerknöchel auf das Display klopfen“ lassen sich ebenso aktivieren wie ein Einhandmodus, der euch die Bedienung erleichtern kann. Ansonsten präsentiert sich der EMUI-Skin als äußerst aufgeräumt und dezent, in den Einstellungen könnt ihr natürlich Anpassungen, wie es euch beliebt, vornehmen.

In der täglichen Nutzung des Huawei P50 Pro sind es dann oft die Kleinigkeiten, die für Freude sorgen. So könnt ihr bei den Klingeltönen schnell zwischen Gesamtpaketen wie „Natürlich“ oder „Lebhaft“ wechseln, je nachdem, was zu eurem Design passt. Mit der Einstellung „Melodie“ bei den Tastenfeldtönen könnt ihr dann eure Telefon-App beispielsweise als Mini-Klavier missbrauchen – macht vielleicht nicht viel Sinn, aber allemal Spaß! Auch bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse, ihr dürft euer Smartphone via PIN, Fingerabdrucksperre oder auch per Face Unlock entsperren, ganz, wie es euch beliebt.

Die Leistung des Huawei P50 Pro

Im Huawei P50 Pro ist als Herzstück der Qualcomm Snapdragon 888-Prozessor verbaut. Das ist nichts weniger als der stärkste Chip, den es im letzten Jahr gab, und dementsprechend sieht auch die Leistung aus. Egal, ob ihr euch mit Archero, DEEMO II oder Alto’s Odyssey vergnügt, die Performance stimmt in jedem Fall. Bei intensiver Belastung wird zwar die Rückseite des Geräts ein wenig warm, das ist aber der Bauweise sowie der Prozessorwahl geschuldet und ist auch kein großes Thema. Sowohl Spiele wie auch Fotobearbeitung gehen leicht und flüssig von der Hand, so soll es sein.

Diese grandiose Leistung des Snapdragon 888 geht aber mit großem Stromhunger einher, und das macht auch vor dem Huawei-Smartphone keine Ausnahme. Ihr kommt zwar dank des großen Akku auch mit dem P50 Pro durch jeden Tag und müsst euch keine Gedanken machen, aber laden solltet ihr das Gerät doch jeden Tag. Natürlich kommt auch das neueste Huawei-Smartphone mit einer Schnellladefunktion (50 W kabellos, 66 W mit Kabel). Das bedeutet, dass ihr innerhalb von wenigen Minuten schon einige Prozentpunkte an Akku hinzufügen könnt – das macht das Lade-Leben schon wirklich sehr angenehm.

Über die Kameras

Ohne jetzt zu technisch zu werden (das spare ich mir wohl für ein In-Depth-Review auf), die Kameras des Huawei P50 Pro sind extrem fein. Bei guter Beleuchtung, egal ob Kunstlicht oder Sonnenlicht, werden die Fotos nahezu immer sehr gut. Die optischen Bildstabilisatoren (OIS) sorgen dafür, dass man die Bilder nicht verwackelt, und selbst Fotos mit dem 100x Zoom können teils unglaublich gut Details beibehalten. Ich bin von allen Linsen und der Makro-Fotografie durchwegs begeistert, mit einer Ausnahme: Der Ultraweitwinkel-Sensor verkrümmte meine Ergebnisse teils enorm. Da lässt sich softwareseitig bestimmt nachbessern!

Die Resultate im Vergleich zur Konkurrenz werden fast umso besser, je schwächer das Licht wird. Huawei hat dieses Mal größere Sensoren verbaut, um in jedem Fall mehr Licht einzufangen, und das bemerkt man schon im Dämmerlicht, aber umso mehr im Nachtmodus – kein Wunder, dass dieser gleich als Punkt in der leicht zu bedienenden Kamera-App angeführt ist. Sowohl Schärfe als auch Farben sind extrem gut gelungen, und die Testbilder konnten stets überzeugen. Das Huawei P50 Pro bietet ganz starke Technik, aber gleichzeitig so zugänglich, dass auch Unerfahrene problemlos schnell gute Ergebnisse erzielen können. Hut ab!

Mehr zur AppGallery

In weniger als drei Jahren hat sich die Huawei AppGallery zu einer der drei größten App-Plattformen der Welt entwickelt. Mit über 560 Millionen Nutzer:innen weltweit ist es der Ort für Tausende von Top- und lokalen Apps. Von Finanzen bis hin zu Spielen, Unterhaltung, Sport und Navigation – es ist schon einiges in dieser AppGallery vertreten. Sie bietet alle Annehmlichkeiten, die man auch von den anderen beiden großen Store-Fronten gewöhnt ist: Man kann Vorbestellungen tätigen, Aktualisierungen passieren automatisch und es gibt Vorschläge, die auf den eigenen Interessen oder dem Standort basieren.

Allerdings geht die AppGallery einen Schritt weiter und blendet gern beim Start schon mal eine kurze, fünfsekündige Werbung ein. So bekommt ihr gleich einen Überblick über eine App oder ein Spiel, ohne überbordend zu wirken. Programme wie die ÖBB-App, der Grüne Pass oder eine Geizhals-App sind ebenso verfügbar wie Mobilfunker-Apps von A1, Magenta, Drei und HoT. Wie eingangs angesprochen möchte die AppGallery schon bei der Ersteinrichtung Apps vorinstallieren, was sich aber leicht verhindern lässt. Genauso können Purist:innen bereits vorinstallierte System-Apps ebenso leicht löschen.

Die Technik des Huawei P50 Pro

Der Star des Huawei P50 Pro (hier geht’s zur Website des Geräts) ist zweifelsohne das Kameramodul auf der Rückseite des Smartphones. Bevor wir dazu kommen, schnell der Rest der Technik für euch: Das Gerät bietet den Snapdragon 888-Prozessor in der LTE-Variante (kein 5G!), kommt mit 256 GB Speicherplatz und hat 8 GB Arbeitsspeicher. Performancemäßig spuckt Geekbench 5 um die 897 (singlecore), 3500 (multicore) und 4784 (compute) Punkte aus. Der Bildschirm ist 6,6 Zoll groß, löst mit 2700 x 1228 Pixel (450 ppi) auf und besitzt ein beidseitig gebogenes Glas für einen coolen Effekt beim Blättern. Softwareseitig kommt EMUI 12.0.1.196 zum Einsatz, und die Abmessungen betragen 158,8 x 72,8 x 8,5 mm bei einem Gewicht von 195 g.

Laden lässt sich das Gerät mit bis zu 50 (kabellos) bzw. 66 Watt. Zwei Farben, namentlich Golden Black und Cocoa Gold, sind erhältlich. Jetzt aber zu den Kameras: Sie bieten euch Zoomfaktoren zwischen 0,5 (Ultraweitwinkel) und 100x. Möglich machen dies die verbauten Sensoren wie die Telefotokamera (64 MP, f/3.5 Blende, OIS, AF), die Hauptkamera (50 MP, f/1.8 Blende, OIS), ein Monochrom-Sensor (40 MP, f/1.6 Blende) und eine Ultraweitwinkel-Linse (13 MP, f/2.2-Blende). Für Selfies ist ein 13 MP-Sensor (f/2.4-Blende) verantwortlich. Unter dem Strich macht das Huawei P50 Pro die besten Fotos bisher!

Eine Kamera, mehr als alles andere

Mit dem Huawei P50 Pro wird ein weiterer Schritt in die Profi-Kamera-Richtung getan. Die Fülle an Möglichkeiten, die man mit diesem Smartphone hat, scheint schier unbegrenzt – nicht nur in diesem Test kommt man zum Fazit, dass man es mit der besten Kamera aller Smartphones zu tun hat. Das soll aber die Leistung als Smartphone nicht herabwürdigen, denn auch hier hat das Gerät ordentlich was los: Der Bildschirm gehört zu den besten, die man käuflich erstehen kann, genauso wie die verbauten Lautsprecher und die Haptik.

Der Stromhunger des Snapdragon 888 kann bei entsprechender Belastung allerdings ordentlich am Akku ziehen, dieses Thema ist aber dank Schnellladefunktion gut im Griff zu halten. Wie immer gilt: Bei der Hardware kann man Huawei nichts vormachen, an die AppGallery müssen sich Neulinge erst gewöhnen. Wenn ihr das beste Smartphone wollt und ihr euch dank Smartwatch und Laptop bereits im Huawei-Ökosystem befindet, ist es unausweichlich, zu diesem Gerät zu greifen. Solltet ihr Bedarf an einer richtig starken Kamera haben, müsst ihr euch das Huawei P50 Pro unbedingt näher ansehen!

Wertung: 9.0 Pixel

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