Hello Kitty Party Land Test (Nintendo Switch 2): Kurzweilig für Sanrio-Fans
Hello Kitty Party Land ist ein kunterbuntes Party Game für Nintendo Switch-Konsolen, das mit Sammeltrieb und Süße punkten will.
Zu Hello Kitty Party Land
Das Spiel richtet sich mit über 145 Sanrio-Figuren, mehr als 45 Minispielen und einem Brettspielmodus in drei Varianten gezielt an Familien und Sammelfans. Es ist ein freundliches, hübsch gemachtes Spiel, das vor allem jüngere Fans begeistern dürfte, aber fangen wir am Anfang an. Bandai Namco veröffentlichte Hello Kitty Party Land (zur offiziellen Seite) am 29. Oktober 2026 für Nintendo Switch und Nintendo Switch 2. Entwickelt wurde der Titel von G-Style Co. Ltd., die offizielle Produktseite bewirbt ihn als Party Game mit dem Motto Gemeinsam mit Freude. Hier spielt ihr miteinander statt gegeneinander!
Im Zentrum stehen die beliebten Sanrio-Charaktere, darunter natürlich Hello Kitty, aber auch Cinnamoroll, Pompompurin und viele weitere Figuren aus dem riesigen Sanrio-Universum. Das Spiel bietet laut Hersteller über 145 Charaktere, deren Sticker ihr sammeln könnt, sowie 16 spielbare Sanrio-Figuren. Dazu kommen mehr als 45 Minispiele, die offline und online funktionieren, ein Brettspielmodus und ein Avatar-Editor für Frisuren, Outfits und freischaltbare Gegenstände. Hier geht es nicht um harte Konkurrenz, sondern um niedliche gemeinsame Unterhaltung. Seht selbst den Trailer:
Von Anfang an süß!
Schon nach wenigen Minuten ist klar, dass Hello Kitty Party Land seine Stärke nicht vordergründig in komplexen Systemen sucht, sondern in einer konsequent niedlichen Inszenierung. Die Charaktermodelle wirken auf der Nintendo Switch 2 rund, sauber animiert und farbenfroh, die Umgebungen sind hell und freundlich gestaltet. Gerade die Figuren sind der große Trumpf: Wer Sanrio mag, wird hier ständig neue bekannte Gesichter entdecken. Die Präsentation ist dabei wirklich hochwertig.
Besonders die Animationen und detaillierten Optiken der Sanrio-Figuren können auf Anhieb überzeugen, und schon die ersten Spielminuten versprechen eine runde technische Umsetzung mit knallbunten Farben. Hello Kitty Party Land wirft euch auf die Spieleinsel, wo ihr euch frei bewegt und macht, was ihr möchtet. Ihr könnt auf Erkundungstour gehen und euch in verschiedene Geschäfte begeben, wo ihr eure hart verdienten Münzen ausgeben dürft. Jedes Mal, wenn ihr eine Figur zum ersten Mal ansprecht, bekommt ihr einen Sticker.
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Das Brettspiel: Wie Mario Party
Der Kern von Hello Kitty Party Land ist ein Brettspielmodus für bis zu vier Personen, bei dem ihr über ein Spielfeld zieht, Punkte sammelt und regelmäßig in Minispiele geworfen werdet. Die Grundidee erinnert unübersehbar an Mario Party, nur eben ohne die fiesen Wendungen, die für strapazierte Freundschaften und Beziehungen sorgen. Stattdessen setzt das Spiel stärker auf Kooperation, Roulette statt Würfeln und eine entspannte Punktewertung. Ihr müsst gemeinsam über eine gewisse Zahl an Punkten kommen, und diese gilt es in einer vorgegebenen Rundenzahl zu erreichen.
Besonders interessant dabei habe ich die Mikrospiele à la WarioWare gefunden: Anstatt euch immer wieder in Gruppenspiele zu zwingen, gibt es immer wieder Einzelspiele, die in einer kleinen Bildschirm-Einblendung oben von den Mitgliedern gespielt werden. Auf dem ersten Spielbrett ist das Geschehen auf fünf Runden begrenzt, und auf dem dritten spielt ihr schon wesentlich länger. Grundsätzlich muss jeder für sich viele Ressourcen verdienen und dann vor Ende der Spielzeit abgeben, und man kann sich mit gewissen Boni wie Roulette-Verlangsamung gegenseitig helfen.
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Auswahl bei den Minispielen
Mit über 45 Minispielen ist die Auswahl recht umfangreich. Die Aktivitäten drehen sich um Themen wie Sport, Essen und Musik, reichen von einfachen Reaktionsspielen bis zu kleinen Geschicklichkeitsaufgaben und es gibt eine ordentliche Auswahl sowohl im gemeinsamen Spiel als auch bei den einzelnen Mikrospielen. Grundsätzlich ist da Hello Kitty Party Land breit gefächert, es dürfte für alle etwas dabei sein. Ob es nun Dango-Stapeln ist, Hot Dogs fangen, Dinge putzen oder Sachen sortieren, das geht rasch.
Schnell sind eure Ressourcen verdient, und Herausforderungsspiele werden immer schwieriger, gleichzeitig wächst damit aber auch eure Belohnung. Ihr dürft das Spiel auf Leicht, Normal oder Superschwer spielen, was die Geschwindigkeit allernorts erhöht. Auch die Punktzahlen, mit denen ihr jeweils eine Auszeichnung in Bronze, Silber, Gold oder Platin erreichen könnt, werden dann entsprechend schwieriger zu erreichen. Dadurch, dass Hello Kitty Party Land für fast alle etwas bietet, ist die Zielgruppe recht weit gefasst.
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Sammeln, Farmen, Anziehen
Denn für ein reines Kinderspiel ist es zu schnell und fordernd, Erwachsene langweilen sich ob der Simplizität, und die Aufmachung ist auch so eine sache. Interessant ist, dass Hello Kitty Party Land deutlich mehr bietet als nur Minispiele. Es gibt einen Farm-ähnliche Wolkenbereich, ein Einkaufszentrum für Outfits und eine Höhle zum Erkunden. Dazu kommt das Sticker-Sammelsystem mit den über 145 Sanrio-Charakteren, das gerade für Fans einen zusätzlichen Anreiz schafft, immer wieder zurückzukehren.
Diese Zusatzaktivitäten sind nett, aber nicht alle gleich tiefgehend. Man kann durchaus bemängeln, dass das Farmen etwa hauptsächlich aus kleinen Minispielen wie Ernten oder Gießen besteht und die anderen Bereiche sich eher hohl anfühlen. Für Kinder, die einfach gerne sammeln, anziehen und herumstöbern, ist das dennoch ein angenehmer Zeitvertreib, für Erwachsene ohne Sanrio-Beziehung dürfte hier allerdings schneller Langeweile aufkommen als im eigentlichen Partymodus. So läuft das Ganze ab:
Avatare und Anpassung
Der Avatar-Editor erlaubt es, einen eigenen Charakter zu erstellen und Frisuren sowie Outfits individuell anzupassen. Im Laufe des Spiels schaltet ihr weitere Gegenstände frei, was einen zusätzlichen Sammelanreiz bietet. Das System funktioniert grundsätzlich gut und passt zum verspielten Ton des Titels. Und wer möchte, darf auch seine selbst gewählten Begleiterfiguren in Minispielen steuern, die ihr Schritt für Schritt freischaltet.
Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Ganz am Anfang sind die Anpassungsmöglichkeiten etwas begrenzt und der Foto-Modus in Hello Kitty Party Land ist unterdurchschnittlich ausgereift. Das ist verschenktes Potenzial: Für ein Spiel, das so stark auf Individualität und Sammeln setzt, wäre hier mehr Freiraum wünschenswert gewesen, besonders, wenn man bedenkt, wie viel Wert Sanrio-Fans traditionell auf Accessoires und Outfits legen.
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Hello Kitty Party Land: Die Technik
Auf der Nintendo Switch 2 läuft das Spiel flüssig und sieht gut aus. Sämtliche Figuren sind nett animiert und die Modelle sind hervorragend gestaltet, für Sanrio-Fans gibt es ohne Zweifel einiges zu sehen. Die Effekte erfreuen das Auge, ohne Jüngere zu überfordern, und insgesamt funktioniert das Partyspiel so, wie sich das Team dahinter es vorgestellt hat. Bei der Musik kann sich das Spiel ebenfalls auszeichnen, es gibt hier genügend Hintergrunduntermalung, allerdings ohne Ohrwurmcharakter.
Bei der Steuerung ist noch zu sagen, dass der Bildschirm vollkommen ausgenutzt wird. Oben habt ihr eure Punktzahlen in den Brettspielen, euer Inventar und die Mikro-Games laufen ebenfalls oben ab, während sich in den unteren zwei Dritteln das Hauptspiel abspielt. Viele Minispiele setzen auf vertraute Muster wie Sammeln, Reagieren oder Timing, ohne großartig Neues zu probieren. Das ist für die Zielgruppe kein Problem, macht den Titel aber für Erfahrene fast zum Selbstläufer, außer ihr spielt im Superschwer-Modus.
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Niedlich und nett
Hello Kitty Party Land ist ein grundsolides Party Game, das genau weiß, wen es ansprechen will: Kinder, Familien und Sanrio-Fans. Mit über 45 Minispielen, 145 sammelbaren Charakteren, einem freundlichen Brettspielmodus und hübscher Präsentation bietet es einige Inhalte für entspannte gemeinsame Abende. Die kooperative Ausrichtung und die kurzen Spielrunden machen es besonders geeignet für gemischte Gruppen, in denen nicht alle gleich erfahren sind. Doch der Versuch, alle gleichermaßen zufriedenzustellen, gelingt nur begrenzt. Denn während Fans sich an der Aufmachung erfreuen, hinkt das Spiel etwas hintennach.
Wer nämlich ein anspruchsvolles, wettbewerbsorientiertes Party Game im Stil von Mario Party sucht, wird hier enttäuscht. Die Minispiele sind oft zu simpel, die Zusatzaktivitäten nicht tief genug, und der Gesamteindruck bleibt hinter dem zurück, was das Genre zu bieten hat. Man kann es auch wie folgt zusammenfassen: Hello Kitty Party Land ist ein nettes Spiel, glänzt aber nirgends. Angesichts des Preises von 49,99 Euro lohnt sich der Kauf vor allem für eingefleischte Sanrio-Fans oder Familien mit kleinen Kindern. Ich habe die Zeit mit dem Spiel genossen, werde aber bestimmt nicht alles zu 100 % erledigen!