Gaming in Symphony Test: Überzeugt der Video-Games-LIVE-Konkurrent?

von Stefan Hohenwarter 24.04.2019

Nach Video Games Live entühfrt nun das Dänische Radio-Sinfonieorchester mit dem Dänischen Sinfoniechor und mehreren SolistInnen unter der Leitung von Eímear Noone mit Gaming in Symphony in die Welt der Videospiele. Ob mir die Blu-ray-Fassung des Konzerts gefallen hat, erfahrt ihr hier.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Die Dirigentin: Eímear Noone

die Irish Queen of Games Music (independent.ie) ist nicht nur die Dirigentin dieses außergewöhnlichen Konzerts, sondern gehört auch zu den Komponisten von World of Warcraft, einem der beliebtesten und erfolgreichsten Spiele der Videospielwelt. Mit ihrem WoW-Soundtrack gewann die Musikerin den „Hollywood Music in Media Award“ für „Best Video Game Score“ sowie fünf Nominierungen für die „Annual Game Music Awards“ 2014. Sie ist für Fans von Videospielmusik alles andere als eine Unbekannte, immerhin stand sie auch schon bei Video Games Live als Dirigentin auf der Bühne.

Copyright: Eímear Noone // Quelle: https://twitter.com/eimearnoone

Tracklist

  1. Opening
  2. Call of Duty: Modern Warfare 3
  3. Uncharted 2
  4. Assassin’s Creed 2 – Ezio’s Family
  5. World of Warcraft – Malach, the Angel Messenger
  6. A Hat in Time
  7. BioShock
  8. Shadow of the Colossus
  9. Gaming Legacy Medley
  10. Forgotten Anne
  11. Final Fantasy VII – One-Winged Angel
  12. Grim Fandango
  13. World of Warcraft Suite
  14. Halo Trilogy
  15. Applause & Credits

Eine Blu-ray ist nicht genug!

Für alle Vinyl-Fans gibt es eine gute Nachricht – im Juni folgt eine LP-Veröffentlichung mit den besten Gaming Soundtracks aus dem Konzert.

Gaming in Symphony Test-Fazit

Als großer Fan von Videospielmusik freute ich mich richtig, als die Blu-ray von Gaming in Symphony in meinem Postkasten landete. Nach meinen Besuchen von Video Games Live in Wien und Köln war ich gespannt, wie sich das Dänische Sinfonieorchester samt -chor schlagen würde und wer vor allem die Rolle des Zeremonienmeisters Tommy Tallarico einnehmen würde. Der erste Song „Call of Duty: Modern Warfare 3“ zeigt nach dem Einlegen der Disc gleich, dass die MusikerInnen ihr Handwerk verstehen. Gänsehautfeeling! Allerdings geht es dann ohne Ankündigung des nächsten Stücks weiter und weiter und weiter bis das Orchester verabschiedet wird.

Schade, bei VGL hat man schon gesehen, wie unterhaltsam die Pausen zwischen den Songs genutzt werden können. Videobotschaften der Entwickler, Funfacts, Trailer im Hintergrund oder nur nette Geschichten sorgen für Auflockerung. Bei Gaming in Symphony ist allerdings nichts davon zu sehen und auch Extras trösten nicht darüber hinweg, denn es gibt schlichtweg keine. Die damit kürzere Dauer von knapp etwas mehr als einer Stunde ist für mich ein weitere Minuspunkt. Eímear Noone und die MusikerInnen machen einen super Job, aber am Drumherum fehlt es hier meiner Meinung nach.

Falls ihr noch nie der oft epischen Musik in Videospielen, die von einem Orchester samt Chor performt wird, beiwohnen konntet, ist Gaming in Symphony definitiv eine Überlegung wert. Wer allerdings schonmal bei VGL war, wird von diesem Konzert eher enttäuscht sein.

Wertung: 5.5 Pixel

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