eufy Clean X9 Pro Test: Eine echte Haushaltshilfe mit automatischer Reinigungsstation

von Mandi 10.12.2023

Der eufy Clean X9 Pro ist ein wahrer Tausendsassa. Saugen, wischen, Hinderniserkennung – kann das Gerät auch irgendetwas nicht?

Über den eufy Clean X9 Pro

Die offizielle Website des Saugroboters hat gleich alle Vorzüge parat. Der Sauger kann mit einer Saugkraft von bis zu 5.500 Pa aufwarten, was sowohl Tierhaaren, Staub und Steinchen gleichermaßen den Garaus macht. Dazu gesellt sich eine Wischfunktion mit zwei rotierenden Wischmopps, die drei Umdrehungen pro Sekunde hinlegen und mit einem Anpressdruck von etwa einem Kilogramm ihr Tagewerk verrichten. Das soll dafür sorgen, dass selbst hartnäckiger Schmutz und Flecken problemlos entfernt werden können. Damit eure Teppiche nicht nass gemacht werden, gibt es auch die automatische Anhebung der Wischmopps. So könnt ihr euren eufy Clean X9 Pro durchs ganze Haus schicken, und wenn ein Teppichboden erkannt wird, heben sich die Mopps um 12 Millimeter an.

Apropos ganzes Haus: Nicht immer ist alles tipptopp zusammengeräumt, und das ist oft ein Übel bei solchen Reinigungsrobotern. Der eufy Clean X9 Pro macht da den Unterschied – mit 3D ToF-Sensoren und einer KI-Kamera vermeidet X9 Pro gewöhnliche Objekte im Haushalt, wie z. B. Kabel, Spielzeug und Hausschuhe. Das macht den täglichen Einsatz umso leichter, da man nicht ständig hinterher sein muss, ob tatsächlich nirgends etwas Störendes herumliegt. Nach der getanen Aufgabe kehrt der Roboter stets in seine Ladestation zum Aufladen zurück. Habt ihr Böden gewischt und die Reinigung ist beendet, spült die automatische Reinigungsstation den Wischmopp und trocknet ihn dann gründlich mit 40°C warmer Luft, um das Bakterienwachstum und unangenehme Gerüche zu verhindern. Klingt gut soweit? Dann packen wir ihn doch erst einmal aus!

Was gleich auffällt

Wenn man sich das Produkt genauer ansieht, fallen ein paar Dinge früh ins Auge. So ist der eufy Clean X9 Pro mit zwei fünfeckigen Wischmopps aus dreifach gezwirntem Garn ausgestattet, doch was steckt hinter dieser Designentscheidung? Laut Hersteller sollen die Fünfecke eine lückenlose Wischfläche und damit auch eine maximale Schmutzaufnahme gewährleisten. Sie können übrigens ganz leicht dank Klettverschluss-Lösung abgezogen und wieder angebracht werden – nach einem Waschgang geht es also gleich weiter. Die Hauptwalze ist ebenfalls etwas Besonderes – anstatt einer typischen Bürstenwalze hat der Hersteller hier eine Gummiwalze verbaut. Sie ist im Einsatz zwar geringfügig lauter, dafür aber um einiges performanter.

Denn die Gummiwalze bietet anders als eine Bürstenwalze eine auch über längere Zeit gleichbleibende Form, und sie kann sowohl bei Teppichen als auch bei Tier- und Menschenhaaren glänzen – da verheddert sich nichts, ihr müsst weniger reinigen, und es ist unter dem Strich jedes Mal sauberer. An der Front des Saugroboters sind Kamerasensoren zu sehen, mit der Aufschrift „AI See“. Was will der Staubsauger denn schon groß sehen? Nun, der eufy Clean X9 Pro als Premium-Produkt wird nur in äußerst seltenen Fällen an ein Hindernis stoßen. Denn dank seinen „Augen“ – so kann man den Verbund aus Time of Flight-Sensoren und RGB-Kameras schon nennen – weiß das Gerät tatsächlich, was vor ihm steht. Das klingt äußerst cool – wenden wir uns der Einrichtung zu!

eufy Clean X9 Pro: Die Inbetriebnahme

Wie es sich für ein ordentliches Smart-Gerät gehört, gibt es mit eufy Clean eine zugehörige App (für iOS und Android erhältlich). Sie ermöglicht es euch, ganz einfach Kontakt mit dem Produkt aufzunehmen. In meinem Fall war das so: Nach dem Auspacken habe ich den eufy Clean X9 Pro in seine Basisstation gestellt und diese eingesteckt. Dadurch wurde der Saugroboter eingeschalten und gleichzeitig aufgeladen – übrigens kam das Gerät mit etwa 75 % Aufladung bei mir an. Beim Starten der App wurde ich gleich aufgefordert, mich mit dem neu erkannten Roboter zu verbinden, ganz schnell und simpel ging das vonstatten! Nach der Bestätigung durfte ich ein WLAN-Netzwerk (ganz wichtig: Muss ein 2,4 GHz-WLAN sein) bekannt geben, mir einen Namen für den neuen Haushaltshelfer ausdenken und dann ging es auch schon los. Als erstes will der Staubsauger seine Umgebung kennenlernen.

Lasst ihr euren Staubsaugroboter auf Erkundungstour gehen, so saugt er bei der ersten Fahrt nichts. Er fährt einfach nur in die Räume und verschafft sich – salopp gesagt – einen ersten Eindruck der Umgebungen. Danach kehrt er zu seiner Basisstation zurück, und die Karte erscheint in eurer eufy Clean-App, in meiner Testumgebung hat die Karte schon sehr gut und detailliert ausgesehen. Einzelne Räume werden voneinander abgegrenzt, die Kanten und Ecken sind schon sichtbar – das wird dann im Laufe der Zeit weiter verfeinert! Bevor ihr ihn dann auf die tatsächliche Reinigung schickt, solltet ihr noch auswählen, ob ihr nur staubsaugen, nur wischen oder beides in einem Durchgang erledigt haben wollt. Nach einem Tipp auf die Play-Taste geht es dann los, der eufy Clean X9 Pro geht seiner Aufgabe tadellos nach und verlässt sein Zuhause sogleich. Die Reinigung beginnt!

Die erste Reinigung

Als alter Hase im Umgang mit Staubsaugrobotern war ich anfangs etwas skeptisch gestimmt, denn zu oft haben sich als unabhängig bezeichnete Produkte in Kabeln verheddert, den Kampf mit Spielzeugen gewagt oder sich schlicht und einfach in ausweglose Situationen manövriert. Also habe ich dem eufy Clean X9 Pro wider der Anleitung (sie bittet euch, vor der ersten Reinigung aufzuräumen) ein ganz normales Zimmer ohne Vorbereitung vorgesetzt – mit Schuhen mitten im Raum, einer Kabel-Stolperfalle und einem Mistkübel, der davor ein Taschentuch liegen hatte. Und ganz ehrlich, meine Erwartungshaltung war gedämpft: Normalerweise werden von solchen Geräten die Schuhbänder erbarmungslos gefressen, Kabel werden eingesaugt, als gäbe es kein Morgen, und ein Taschentuch oder eine dünne Decke ist ohnehin immer ein Problemfall für die rotierende Bürste und die Walze.

Der eufy Clean X9 Pro hat wohl gewusst, was ich mit ihm vorhabe, denn seine Navigation hat ihn zunächst einmal zu den Ecken und äußersten Grenzen des Raums geführt, bevor er sich der Flächenreinigung gewidmet hatte. Und frühzeitig hat er zwei Schreibtischsessel umsaugt, aber auch die von mir bewusst kreierten Problemzonen erkannt und gleichzeitig auf der Karte markiert. Nach etwa 17 Minuten war eine Fläche von 15 Quadratmetern fertig gesaugt, und ich war ganz schön beeindruckt. Die Schuhbänder blieben unberührt, die Kabel stellten kein unüberwindbares Problem für den Sauger dar, und das Taschentuch wartete ebenfalls auf mich, genau da, wo ich es platziert hatte. In weiterer Folge gab es auch keine Probleme, wenn ein Teddybär oder ein Schmusetuch irgendwo im Weg lagen – der kluge Saugroboter ließ die Spielzeuge einfach da liegen, wo wir sie hingelegt hatten.

Über die eufy Clean-App

An dieser Stelle sollte man noch kurz die zugehörige App des Herstellers erwähnen. Denn die eufy Clean-App ist ein äußerst mächtiges Tool, das euch die volle Kontrolle über den eufy Clean X9 Pro verschafft – egal, ob ihr euch zu Hause oder anderswo befindet. Ihr könnt jederzeit eine Reinigung nach Belieben starten, die Karte anpassen oder auch nur einzelne Bereiche reinigen lassen. Zudem ist eine vollständig manuelle Steuerung möglich, dazu solltet ihr das Gerät allerdings sehen können, der Kamera-Feed wird nicht an euer Smartphone übertragen. Ein Reinigungsplan lässt sich ebenso einfach erstellen, wie sich der Reinigungsverlauf in der Vergangenheit ansehen lässt. Die Basisstation wäscht eure Mopps periodisch alle zehn Minuten während eines Wischvorgangs, das könnt ihr auf fünf Minuten verkürzen oder auf 15 Minuten verlängern. 

Alternativ könnt ihr die Mopps auch nach jedem fertig gewischten Raum waschen lassen. In einer Experimentier-Ecke namens eufy Lab dürft ihr Beta-Funktionen wie die „Gründliche Ecken-Reinigung“ oder „Wasserstandserkennung“ ausprobieren. Die Spracheinstellungen lassen euch die Sprache wechseln oder (von mir empfohlen) den eufy Clean X9 Pro auch stummschalten – ich mag meine Helfer:innen still und leise. Natürlich könnt ihr auch ein Firmware-Upgrade für euren Saugroboter anstoßen, zum Testzeitpunkt im Dezember 2023 war dies die Version 1.4.8. Besonders cool finde ich auch den Zubehör-Service, dieser zeigt euch an, wann ihr was zu tauschen oder zu reinigen habt. Die App ist aber immer nur so gut wie das Produkt selbst, und für eine Übersicht hat der Hersteller das folgende, äußerst fetzige Sizzle-Reel bereitgestellt:

Eure Möglichkeiten beim Feintuning

Widmen wir uns mal den ganzen Details: Welche Möglichkeiten habt ihr denn so bei der Einstellung eures eufy Clean X9 Pro? Dass ihr ihn auf drei Arten (Wischen, Saugen, Wischen+Saugen) auf die Reinigung schicken könnt, ist bereits bekannt. Beim Saugen dürft ihr allerdings zusätzlich zwischen vier Kraftstufen und somit Lautstärken wählen, die da heißen: Leise, Standard, Turbo und Maximalmodus. Gleichzeitig werdet ihr im Falle des Wischens gefragt, wie viel Putzwasser ihr bei euren Mopps verwenden möchtet. Hier dürft ihr euch zwischen niedriger, mittlerer und hoher Putzwassermenge entscheiden. Ist eure Tour rein fürs Wischen ausgelegt, so gibt es zwei Optionen: eine normale und eine dichte Wisch-Route (also eine noch gründlichere). In Kombination mit einem Staubsaug-Vorgang bedingt dies ohnehin der Radius der Saugwalze, da fehlt die Option dementsprechend.

Ihr könnt das natürlich bei jeder Reinigung wieder selbst aktivieren, besonders klug ist es aber, in der eufy Clean-App die Räume individuell einzurichten. So könnt ihr für jeden Raum gesondert einstellen, ob dort gesaugt, gewischt oder beides getan werden soll, wie es um die Saugleistung steht und ob ihr dort nicht gleich zwei Durchgänge hintereinander durchführen wollt. Eine automatische Reinigung verwendet dann zukünftig die dort konfigurierten Einstellungen, ganz zuverlässig. Wer es übrigens nicht haben möchte – warum auch immer -, kann in der App auch die AI See-Funktionalität abschalten. Das deaktiviert aber die sehr gute Hinderniserkennung und -vermeidung, und ich persönlich möchte diese nicht mehr missen. Denn sie ist ein ganz wesentlicher Punkt dafür, warum man dem eufy Clean X9 Pro den Löwenanteil der eigenen Bodenreinigung in Zukunft zutrauen kann!

Ist eine Hands-off-Reinigung möglich?

Der Hersteller verspricht nämlich, dass ihr mit der Anschaffung eines eufy Clean X9 Pro eigentlich kaum mehr selbst Hand anlegen werden müsst. Dem habe ich mich natürlich verstärkt gewidmet und in der Büroküche mal über Gebühr Dinge verschüttet – eigentlich wäre ich nicht so tollpatschig, aber es gibt solche Tage. Und nach einer einzigen Reinigungstour kann man sagen: Wow. Der Saugroboter kümmert sich hervorragend um alle erdenklichen Schmutzquellen, und nach dem Vorgang sieht alles grandios aus. Ob es nun Kaffeesatz war, Ketchup-Flecken oder eingetrocknete Schmutzreste eines Schuhabdrucks, der Wischsauger hat alles perfekt bereinigt. Die einzige Kategorie, die selbst ein solcher High-Tech-Roboter nicht wegbekommt, ist jener Schmutz, den ihr selbst mit einem Scotch-Schwamm oder Fingernägeln tatsächlich mechanisch wegkratzen müsst. Das überrascht aber niemanden.

Wie es mit solchen Saug- und Wisch-Robotern der Fall ist, sind sie ja für den regelmäßigen Gebrauch gedacht. Und dank des hohen Bequemlichkeitsgrades solcher Geräte – man muss selbst abgesehen vom Starten eigentlich keinen Finger rühren – fahren sie aller Erfahrung nach öfter ihre Runden, als man selbst zum Sauger greifen würde. Daher kann es eigentlich kaum zu solch eingetrockneten und wirklich fiesen Schmutzstellen kommen. Aber selbst, wenn etwa ein Harzstück fest am Boden klebt, könnt ihr davon ausgehen, dass der eufy Clean X9 Pro dafür den Rest des Raums tadellos gesaugt und auch aufgewischt hat. Das ist eine sehr gute Sache – und man kann es nicht genug loben, dass dank AI See-Funktionalität es dabei auch keine Rolle spielt, ob ihr nun aufgeräumt habt oder nicht. Gerade in Haushalten mit mehreren Personen ungeachtet des Alters ist das ein unglaublicher Vorteil!

So wischt der eufy Clean X9 Pro

Generell ist mir im Direktvergleich zu anderen Produkten eine geringfügig höhere Lautstärke aufgefallen. Sowohl bei der Bewegung, beim Saugen als auch beim Wischen scheint es mir, als wäre der eufy Clean X9 Pro eine Spur lauter als seine Artgenossen. Doch bei näherer Betrachtung ist es auch nur logisch: All dies wird mit seinem Mehr an Power erklärt. Denn der kleine Saugroboter von seinen Abmessungen her anders als die meist kreisrunde Konkurrenz eher schmal und schlank geraten, dafür etwas höher und schwerer als im Schnitt. Denn all die Kraft beim Saugen (bis zu 5.500 Pa) und auch der Anpressdruck bei den rotierenden Wischmopps von etwa 1 kg muss ja irgendwo her kommen, und all dieses Gewicht sorgt für ein minimal lauteres Geräusch im Einsatz. Aber keine Sorge: Im Vergleich zu einem herkömmlichen Staubsauger ist die Laustärke immer noch ein wahrer Segen.

Die meisten Dual-Modus-Reinigungsroboter ziehen ein feuchtes Tuch über den Boden, um ihn nass zu reinigen. Das ist in Ordnung, um Oberflächenschmutz zu entfernen, aber nicht gründlich genug, um klebrige Reste und Flecken zu entfernen. Der eufy Clean X9 Pro setzt seine beiden fünfeckigen Mopps ein, die mit 180 Umdrehungen pro Minute rotieren und dabei einen Druck von etwas mehr als einem Kilogramm nach unten ausüben. Dieser Druck kann selbst hartnäckigen Schmutz entfernen. Nach dem Wischen kehrt der Roboter zur Basisstation zurück, wo die Wischmopps mit Wasser aus dem Frischwassertank gereinigt und dann zwei bis vier Stunden lang mit etwa 40 Grad heißer Luft getrocknet werden, was Geruchs- und Bakterienbildung verhindert. Ihr solltet den Schmutzwasser-Tank nach jedem Wischen selbst leeren, reinigen und gegebenenfalls den Frischwassertank auffüllen.

Diverses aus der Praxis

Um es direkt anzusprechen: Das Einzige, was der eufy Clean X9 Pro nicht bietet, ist eine automatische Absaugstation. Die Behausung des Saugroboters ist also rein für die beiden Tanks von Frischwasser und Schmutzwasser gedacht. Gleichzeitig finde ich das aber sehr gut, denn die automatisierte Absaugung des Staubbehälters ist in jedem Fall ein lauter Vorgang, der den dezenten Reinigungsvorgang an sich (etwa zu Bürozeiten, zu Ruhezeiten oder wenn Kinder schlafen) zunichte macht. Außerdem würde so eine Absaug-Automatik auch bedingen, dass ihr eigene Staubbehälter nachkaufen müsst – so etwas erwartet euch hier nicht. Da der Schwerpunkt dieses Wischsaugers auf dem Wischen liegt, ist er für Haushalte mit vielen Hartböden perfekt geeignet, aber dank seiner sehr guten Saugleistung kann er sich auch bei niederflorigen Teppichen auszeichnen.

Der mit fünf Kilogramm halbwegs schwere Sauger ist übrigens 11,35 cm hoch, also höher gebaut als die meisten Vertreter seiner Art. Das kann durchwegs dazu führen, dass er nicht unter niedrige Sofas und Betten kommt – wenn das für euch ein Kriterium ist, müsst ihr da aufpassen. Grundsätzlich werden die Ränder zwar mitgereinigt, dank der zugehörigen „Gründliche Ecken-Reinigung“-Einstellung in der eufy Clean-App (unter eufy Lab) wird auch dort tadellos sauber gemacht. Apropos App: Sie gehört mitunter zu den besten Begleit-Apps, die man sich bei einem solchen smarten Haushaltshelfer wünschen kann. Denn sie nimmt euch von Anfang an bei der Hand, erklärt euch alle Einstellungen und Menüpunkte in aller Deutlichkeit, und ermöglicht euch einige Feineinstellungen. Gleichzeitig überfordert sie selbst Einsteiger:innen nicht – ein sehr guter Spagat, den die eufy Clean-App da schafft! Hier noch eine Galerie zur App für euch:

eufy Clean X9 Pro: Die Technik

Beginnen wir hier mit den großen Geschützen, und damit meine ich die Abmessungen des Geräts. Der eufy Clean X9 Pro mitsamt seiner Station misst nämlich insgesamt 42,2 x 41,6 x 44,3 cm – den Platz braucht ihr irgendwo in eurem Zuhause. Beides miteinander wiegt etwa 11,8 Kilogramm, das ist beim erstmaligen Transport spürbar, im Alltag dann eher weniger. Was den Roboter selbst angeht, seine Abmessungen betragen 35,3 x 32,7 x 11,35 cm bei einem Eigengewicht von 5 Kilo – ein kleiner Speckbär! Seine Lautstärke wird mit etwa 65 dB angegeben, das ist angenehm niedrig, aber etwas höher als bei anderen schwächeren Produkten. Die LDS-Navigation ermöglicht es dem Saugroboter, dank 3D ToF-Kamera Hindernisvermeidung zu vermeiden. Seine Saugkraft wird mit bis zu 5.500 Pa angegeben und die maximale Steighöhe bei Türschwellen beträgt 2 cm – das sollte in der Regel genug sein.

Sein Akku fasst 5.200 mAh, das reicht locker für über 100 Quadratmeter, und falls nicht, lädt er einfach vor dem Weitermachen nach. Der Staubbehälter im Roboter selbst fasst 410 ml, den solltet ihr alle zwei bis drei Durchgänge leeren. Was die Tanks angeht: Der Frischwassertank kann 4,1 Liter und der Schmutzwassertank kann 3,6 Liter fassen. Die beiden fünfeckigen Wischmopps werden mit einem Anpressdruck von einem Kilogramm auf den Boden gedrückt und sorgen daher für gute Reinigungsarbeit. Eine Teppicherkennung ist mit von der Partie – sobald ein Teppichuntergrund erkannt wird, werden die Wischmopps um 12 mm angehoben. Man kann dann fast einen dünnen Finger zwischen Mopps und Boden stecken, das reicht aus! Wer es will, kann den eufy Clean X9 Pro auch übrigens via Alexa und dem Google Assistant ansteuern – die App bleibt aber die umfassendste und mächtigste Wahl.

Eure ganz persönliche Reinigungsfee

Ich hatte eingangs nicht damit gerechnet, von diesem Saug-Wisch-Roboter so restlos überzeugt zu werden. Dabei sollte es mich nicht wundern: eufy hat schon einiges an Erfahrung am Staubsaugroboter-Markt gesammelt, und der Clean X9 Pro ist ganz klar das Flaggschiff-Produkt des Jahres 2023. Alles, was der Hersteller so vollmundig verspricht, wird mühelos gehalten. Sowohl die Saugleistung mit bis zu 5.500 Pa als auch das Wischerlebnis können beeindrucken, da gelingt jeder Reinigungsvorgang zur Gänze. Damit nicht genug, auch die Hinderniserkennung und damit einhergehende Hindernisvermeidung leistet sich keine Patzer: Weder Kabel, Socken, Schuhe noch Spielzeug wurden im Testzeitraum jemals in Mitleidenschaft gezogen. Das steigert den Wert einer solchen Haushaltshilfe natürlich enorm, vor allem, wenn man von Saugrobotern in der Vergangenheit in dieser Hinsicht enttäuscht wurde.

Den Preis von 899,- Euro (UVP auf der offiziellen Website) muss man halt erst einmal stemmen, das ist klar. Aber hat man sich erst einmal an das Produkt gewöhnt, ist es schwer, Kritikpunkte auszumachen. Denn es wird zu jeder Zeit höchst zuverlässig genau das erledigt, was ihr von ihm erwartet. Die App ist kinderleicht aufgegliedert und sogar für völlige Neulinge äußerst überschaubar. Ihr werdet sogar daran erinnert, wenn etwas beim Sauger zu reinigen oder zu tauschen ist. Seine Mopps werden beim Erkennen eines Teppich-Untergrunds automatisch angehoben, somit gehören nasse Teppichböden der Vergangenheit an, und insgesamt sucht die gebotene Reinigungsleistung seinesgleichen. Ich persönlich kann euch den eufy Clean X9 Pro nur allerwärmstens empfehlen – er erspart euch so viel Zeit bei gleichzeitig so wenig nötigem Aufwand!

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