Dreame L50s Pro Ultra im Test: Alleskönner für Haushalte

von Mandi 18.04.2026

Dreame schickt mit dem neuen L50s Pro Ultra einen weiteren starken Kandidaten ins Rennen. Was kann er?

Über den Dreame L50s Pro Ultra

Der Dreame L50s Pro Ultra (zur offiziellen Website) stellt die nächste Evolution in der bewährten L-Serie dar. Während sein direkter Vorgänger, der L50 Pro Ultra, bereits mit 19.500 Pa Saugkraft glänzte, wird das neue Modell nun mit 30.000 Pa Vormax-Saugkraft ins Rennen geschickt, da ist ein beachtlicher Schritt nach oben. Dreame bewirbt das Gerät als ultimative Reinigung ohne Kompromisse, und das Unternehmen scheint sich da selbst ziemlich ernst zu nehmen. Doch nicht nur die Saugkraft wurde erhöht, es gibt auch andere Neuigkeiten.

Die neue HyperStream DuoBrush mit ihrer speziellen Gummi-Borsten-Konstruktion soll Haarverhedderer fast komplett eliminieren, das ist Musik in den Ohren aller Haustierbesitzer. Hinzu kommt das ThermoHub-Wischmoppsystem mit einer beeindruckenden 100°C Heißwasser-Reinigung, die selbst hartnäckige Fette und Flecken lösen soll. Und als wäre das nicht genug, kann der L50s Pro Ultra auch noch Hindernisse von bis zu 40 mm überqueren dank des EasyLeap-Systems. Das klingt nach einem richtig guten Gerät, also packen wir es mal aus!

Der erste Eindruck

Beim Auspacken offenbart sich sofort: Hier kommt ein massives Gerät ans Tageslicht. Der Dreame L50s Pro Ultra wiegt knapp über vier Kilogramm, die Basisstation bringt es auf über neun Kilogramm. Das sind ordentliche Werte, und man spürt sofort, dass nicht nur Kunststoff hier verbaut wurde. Der Roboter selbst wirkt solide konstruiert, die Verarbeitungsqualität ist hochwertig, das erinnert tatsächlich ein wenig an teurere Konkurrenzprodukte. Besonders auffällig ist der nicht einfahrbare Laserturm auf der Oberseite: Mit einer Gesamthöhe von knapp 10,4 cm könnte dieser Punkt problematisch werden, wenn ihr flache Möbel zuhause habt. Im Vergleich zum eufy X10 Pro Omni oder einem eufy X50 ist das deutlich höher, hier hätte man vielleicht ein wenig Flexibilität erwartet.

Aber auch das Dreame-eigene Sprachassistenten-Modul sitzt oben drauf, weshalb diese Höhe zustandekommt. Die Farben Schwarz und Weiß stehen zur Auswahl, und der Roboter präsentiert sich ästhetisch durchaus ansprechend. Die beleuchtete Front mit ihren Sensoren wirkt modern und verspricht durchwegs intelligente Navigation, und das mit mehr als nur einer Kamera. Wie sich das in der Praxis auswirkt, werden wir uns dann im Test näher ansehen. Beim Auspacken bekommt ihr ein komplettes Paket: Hauptbürste, Seitenbürste, zwei Wischmopps, zwei Staubbeutel, Reinigungsmittel und umfangreiches Zubehör. Hier lässt Dreame keine Wünsche offen! Denn die HyperStream DuoBrush hilft gegen verhedderte Haare, ob nun von Menschen oder Tieren. Legen wir los!

Inbetriebnahme: Schritt für Schritt

Wie es sich für einen modernen Smart-Roboter gehört, läuft die Inbetriebnahme völlig problemlos ab. Nach dem Auspacken stellen wir den L50s Pro Ultra in die Basisstation, stecken diese ein, und schon geht die Reise los. Die mitgelieferte Dreamehome-App (für iOS und Android verfügbar) übernimmt dann alles Weitere, man verbindet sich mit dem Gerät, und nach der Einrichtung mit eurem WLAN zu Hause geht es los. Ein 2,4-GHz-WLAN ist erforderlich, was heute noch überall vorhanden sein sollte. Nach kurzer Kalibrierung startet der erste Erkundungsdurchgang: Der Roboter kartiert eure Räume, ohne dabei zu saugen.

Das Ergebnis in der App sieht erstaunlich detailliert aus, hier scheint Dreames LDS-Navigation wirklich gut zu funktionieren. Besonders praktisch: Wir können sofort Raumeinstellungen vornehmen, bevor wir den Roboter im Anschluss wirklich putzen lassen. Soll er nur saugen, nur wischen, oder beides? Wie stark soll die Saugkraft sein? Welche Böden haben wir wo, beziehungsweise erkennt das Gerät manche Räume wie ein Wohnzimmer oder eine Küche automatisch. All das lässt sich gleich zu Anfang konfigurieren. Für Haushalte mit Haustieren gibt es sogar spezielle Modi, das ist eine durchdachte Funktion!

Über die Dreamehome-App

Die Dreamehome-App ist übersichtlich aufgebaut und auch für Neulinge mehr als nur beherrschbar. Ihr könnt Reinigungen starten, stoppen, die Karte ansehen und einzelne Räume auswählen. Im Drei-Punkte-Menü dürft ihr auch weitere Einstellungen vornehmen und Reinigungen planen. Fünf verschiedene Saugstufen (Leise, Standard, Intensiv, Max. und MAX.) treffen auf zwei Routenführungen (Schnell und Standard). Mit CleanGenius hält auch ein KI-Helfer Einzug, der selbst die Einstellungen regelt.

Weiters gibt es Einstellungen für die MopExtend-Funktionen, Haustierumgebungen und auch die Basisstation dürft ihr im Bezug auf Wasch- und Wischeinstellungen, Trocknen und Entleerung feintunen. Es gibt wahrlich eine Fülle an Funktionen, die Premium-Geräten in nichts nachsteht. So könnt ihr eine Fernsteuerung per Video-Feed veranlassen, mit „OK, Dreame“ könnt ihr auch mittels Sprache eine Karte erstellen lassen, Reinigungen anstoßen, die Basisstation steuern und mehr. Sogar Haustierfunktionen gibt es!

Navigiert zuverlässig

Das Herzstück eines Saugroboters ist die Navigation, und hier setzt der L50s Pro Ultra auf bewährte Technologie: einen LDS-Laser in Kombination mit KI-gestützter Objekterkennung. Der Roboter soll über 220 verschiedene Hindernistypen identifizieren können, von Kabeln über Spielzeug bis hin zu Haustieren. In unseren Tests funktionierte das beeindruckend zuverlässig. Wir haben bewusst einen unaufgeräumten Bereich platziert. Der Dreame-Roboter navigierte elegant um alle Hindernisse herum, ohne auch nur ein einziges anzusaugen oder hängenzubleiben. Die Hinderniserkennung mit optionalem Foto-Feedback in der App ist praktisch.

Denn dadurch sehen wir genau, welche Gegenstände der Roboter erkannt hat. Allerdings gibt es hier einen minimalen Wermutstropfen: Durch die fehlende Möglichkeit, den Laserturm abzusenken (anders noch als beim L50 Pro Ultra), kommt das Gerät nicht unter besonders flache Möbel. Mit seinen über 10 cm Höhe ist das definitiv ein Kompromiss. Aber mit dem integrierten LED-Frontlicht und der Kamera funktioniert die Navigation auch in dunklen Räumen sicher und präzise. Die systematische Kartierung erfolgt in sauberen Schachbrettmustern. Das Prozedere insgesamt ist eben typisch Dreame und funktioniert. Lassen wir ihn mal saugen!

Hohe Saugkraft, angenehmes Geräusch

Mit 30.000 Pa schlägt der L50s Pro Ultra ordentlich zu, 2026 ist das Flaggschiff-Niveau. In unseren Hartboden-Tests (wir verwendeten Laminat und Fliesen) verschaffte uns der Roboter ein richtig sauberes Ergebnis. Staub, Brösel, selbst feinste Partikel wurden zuverlässig erfasst. Bei Teppichen verhielt es sich ähnlich, mit mehr Saugkraft kommt mehr Schmutz raus. Die Schmutzerkennung schlägt automatisch an und erhöht die Saugkraft beim Erkennen stärkerer Verschmutzung. Funktioniert! Besonders interessant ist die HyperStream DuoBrush.

Diese doppelte Walze aus Borsten und TPU-Gummi verhindert das klassische Haarverheddern, das so vielen Robotern die Haarpflege zur täglichen Pflicht macht. Haustierbesitzer, die normalerweise alle zwei bis drei Tage die Bürste auseinandernehmen müssen, werden sich freuen. Überrascht hat uns die Lautstärke: Mit etwa 65 dB im Standardmodus ist der L50s Pro Ultra tatsächlich nicht lauter als schwächere Konkurrenzmodelle. Das verdankt sich vermutlich der gut gedämmten Konstruktion, und die Leistung wird nicht zu Lasten der Lärmbelastung erkauft.

So wird gewischt

Der Dreame L50s Pro Ultra setzt auf rotierende Mopps mit bis zu 180 Umdrehungen pro Minute, die mit einem angepassten Druck arbeiten. Das ThermoHub-System mit 100°C Heißwasser-Reinigung ist der große Knüller: Fette werden damit effektiv gelöst, was mit lauwarmem Wasser unmöglich wäre. Letzten Endes sind aber auch einem guten Produkt Grenzen gesetzt: Während reguläre Verschmutzungen am Boden tadellos entfernt wurden, ließen sich eingetrocknete Ketchup- und Kaffeeflecken nicht auf Anhieb gereinigt. Mehrere Durchgänge oder manuelles Nacharbeiten lösen das Problem natürlich.

Ein zusätzliches Feature ist die doppelte Mopp- und Bodenreinigung: Nach dem Wischen analysiert das System das Schmutzwasser und kann bei Bedarf einen zweiten Durchgang starten. Das ist clever gedacht, funktioniert aber nur, wenn das System es auch als wirklich „schmutzig“ genug findet. Bei leichteren Verschmutzungen wird das manchmal ausbleiben. Die Anhebung der Mopps um 10,5 mm auf Teppichen funktioniert zuverlässig, Teppiche bleiben trocken. Mit der ausfahrbaren Seitenbürste und dem schwenkbaren Wischmopp erreicht der Roboter auch Ecken, die runde Roboter normalerweise verfehlen. 

Mehr zur Basisstation

Die Station ist ordentlich konstruiert und wirkt beeindruckend massiv. Das AceClean DryBoard mit seiner Selbstreinigung bei 100°C ist wirklich eine Macht, es reduziert Geruchsbildung und Bakterienwachstum nachweislich. Das ThermoHub-System spült die Mopps mit heißem Wasser, trocknet sie anschließend mit Heißluft, und ihr könnt selber in der App einstellen, wie heiß die Reinigung wird. Die automatische Staubentleerung funktioniert zuverlässig, laut Hersteller sind bis zu 100 Tage Autonomie möglich, ohne dass ihr selbst den Staubbeutel leeren müsst.

Ein praktisches Detail: Der kleine Reinigungsmitteltank ist erneut mit an Bord, wodurch der Roboter automatisch Reinigungslösung hinzufügen kann. Die Schmutzwassererkennung überwacht die Wasserqualität und kann bei Bedarf eine extra Reinigung einleiten. Allerdings solltet ihr nach jedem Wischvorgang kurz die Tanks kontrollieren, es ist kein komplett wartungsfreies System. Wer wirklich 100 % Automation möchte, müsste sich für das optionale Wasseranschluss-Kit entscheiden, das das automatisches Nachfüllen und Entleeren für euch übernimmt.

Dreame L50s Pro Ultra: Die Technik

Hier kommt das volle Datenblatt: Der Roboter selbst misst 350 x 350 x 103,8 mm und wiegt 4,04 kg. Die Basisstation ist mit 457 x 340 x 590 mm größer, ist aber noch immer leicht unterzubringen. Der Akku fasst 5.200 mAh und bietet Laufzeiten von maximal 171 Minuten im reinen Saugmodus oder 113 Minuten beim kombinierten Saugen und Wischen. Die Staubbehälter fassen 250 ml (Roboter) und 3,2 l (Beutel in der Station). Wasser- und Abwassertanks fassten großzügig 4,5 l respektive 4,0 l. Das EasyLeap-System zur Überwindung von Hindernissen bis 40 mm beweist Dreames Ingenieurkunst. 

Dadurch schafft es der Roboter schafft es auch über höhere Türschwellen, was bei klassischen Saugbots oft zum Problem werden könnte. Seine HyperStream DuoBrush-Hauptbürste ist nicht anhebbar (anders als bei manchen Konkurrenzmodellen), aber das ist nicht kritisch. Über Matter-Unterstützung lässt sich der Roboter nahtlos ins Smart Home integrieren, er kommt mit Siri, Alexa und Google Assistant zurecht, und mit der App lassen sich auch komplexe Szenarien und zeitliche Automatisierungen realisieren. Unter dem Strich ist da einiges los, und das zeigt sich auch im Fazit!

Ein richtig starkes Alltagsprodukt

Der Dreame L50s Pro Ultra ist ein Alleskönner, der fast überall gut mitspielt und in einigen Bereichen sogar glänzt. Die 30.000 Pa Saugkraft sind beeindruckend, die HyperStream DuoBrush ein echtes Highlight für Haustierbesitzer, und die 100°C Heißwasser-Wischfunktion zeigt Dreames Fokus auf Hygiene. Mit einer UVP von 749,- Euro ist das Gerät auch preislich nicht abgehoben. Die Navigation funktioniert zuverlässig, die App ist durchdacht, und selbst das Haustier-Tracking ist eine nette Spielerei mit praktischem Mehrwert. Hier gibt es nur sehr wenig zu bemängeln, und selbst das wirkt ein wenig zusammenkonstruiert.

Denn nur seine Höhe über 10 cm könnte ihm ein paar Bereiche verwehren, ansonsten tut der Roboter brav, wie ihm geheißen wird. Das Gesamtpaket überzeugt jedenfalls auf ganzer Linie, und wer eine starke Saugkraft mit guter Haarverwaltung, intelligenter Navigation und solidem Wischen möchte, bekommt hier ein verdammt gutes Paket. Haushalte mit Haustieren sollten hier auf jeden Fall einen Blick riskieren, denn hiermit bekommt ihr einen praktischen und zuverlässigen Helfer, der seinen Job gründlich macht. Auch die Ecken werden gut gereinigt, und das allein ist für mich schon eine Empfehlung wert!

Wertung: 9.0 Pixel

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