Die Tribit MoveBuds H1 überzeugen im Test

von Michael Neidhart 25.11.2022

Da mir die Marke Tribit zuvor nicht bekannt war, ging ich mit wenig Vorahnung an den Test der MoveBuds H1. In der Kategorie bis 100€ ist und bleibt der Markt einfach unübersichtlich. Was alle Geräte eint, ist eine gelungene Technik, die aus diesen kleinen Earbuds einiges an Sound herausholt. Dabei unterscheiden sich die Hersteller nicht wirklich. Der Fokus liegt auf dem Bass, besonders bei Earbuds für den Sport hat sich das durchgesetzt. Der wichtigste Punkt beim Kauf der sportlichen Begleiter ist und bleibt aber der Tragekomfort.

MoveBuds

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Die Tribit MoveBuds hängen sich ans Ohr

Um für genügend Stabilität zu sorgen, verpasst der Hersteller den MoveBuds einen EarHook, der sie zusätzlich um die Ohrmuschel fixiert. Das sieht man bei EarBuds für den Sport immer wieder, so richtig durchgesetzt scheint es sich aber nicht zu haben. In den Fitness-Studios und auf der Laufstrecke sind sie nur selten zu sehen. Ich war auch skeptisch, ob der Haken eher störend ist oder tatsächlich einen Mehrwert hat. Für ersteres gilt: bei passender Auswahl des Gummi-Aufsatzes schmiegen sich die MoveBuds sanft ans Ohr und halten bombenfest. Etwas fumelig ist das Anlegen. Bis die Haken ordentlich an der Ohrmuschel hängen dauert es etwas.

Dank sechs unterschiedlich großer Gummi-Aufsätze sollten die Tribit MoveBuds zu nahezu jedem Ohr passen. Aber auch hier sind Menschen mit kleineren Ohren wieder benachteiligt. Auch wenn es besser ist, als bei manchem Konkurrenten in diesem Preissegment, so richtig sitzen auch die MoveBuds nicht. Praktisch, vor allem beim Laufen im Park oder Wald, ist die Steuerung des Smartphones via Touch-Oberfläche. Für einfache Befehle wie Laut-Leise-Drehen oder das Annehmen eines Anrufes genügt ein Taps auf einen der MoveBuds. Auch Liederwechsel nach vorne oder zurück funktionieren so ganz einfach.

Das Extra für Sportler:innen

Sportler:innen schwitzen meist etwas mehr. Wer vor dem Laptop sitzt und einen Film schaut oder gemütlich durch einen der schönen Wiener Parks spaziert, wird nicht so viel Wert auf Wasserschutz legen. Wer gerne und viel schwitzt und sich beim Sport so richtig verausgabt, möchte aber wissen, dass die Kopfhörer diese Einheiten überstehen. Tribit setzt genau hier an und verpasst den MoveBuds eine IPX8 Zertifizierung. Das bedeutet, ihr könnt damit sogar bis zu einen Meter tief tauchen und die Musik läuft weiter. Ideal also nicht nur für Vielschwitzer:innen sondern auch für die Wassersportler:innen unter euch. Damit die Aufsätze durch diese Dauerbelastung nicht zu müffeln beginnen sind sie zudem antibakteriell imprägniert.

Der Sound, ein doch recht wichtiger Aspekt, ist richtig gut. Der Fokus liegt bei den MoveBuds zwar auch auf dem Bass, wirkt insgesamt aber deutlich runder als bei ähnlichen Kopfhörern. Das liegt vielleicht an den kleinen aber feinen 13mm high-performance mic drivern, die in Kombination mit dem aptX Codec für ein ausgewogenes Klangbild sorgen. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss die Lautstärke aber ordentlich rauf gedreht werden. Dann geht es mit Schwung in die Zone und die letzten paar Kilometer oder der letzte Satz mit der Langhantel werden zum Kinderspiel.

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Volles Paket

Ein Feature, mit dem Tribit die MoveBuds H1 noch anpreist, ist der sogenannte Transparency Mode. Um diesen zu aktivieren, muss zuerst die Tribit-App aufs Smartphone. Darin enthalten ist auch der Equalizer, der einige vorprogrammierte Modi bietet, mit denen der Sound passend zur Musik eingestellt werden kann. All das ändert aber auch nicht wirklich etwas am Transparency Mode. Ob dieser aktiv war oder nicht, die Außengeräusche waren meiner Empfindung nach immer gleich laut bzw. leise. Ich konnte keinen Unterschied erkennen. Vielleicht muss hier aber auch alles genau zusammenpassen. Aufsatz, Ohrgröße und wie der Haken ums Ohr liegt.

Wie inzwischen gewohnt, laden sich auch die MoveBuds in einer kleinen Kunststoffbox mit USB-C Anschluss wieder auf. Laut Hersteller reicht eine Ladung für 15 Stunden Musikgenuss und zusammen mit der Box schaffen die Kopfhörer ganze 50 Stunden. Obwohl ich es nicht auf die Minute genau überprüft habe, ist das eine ziemlich gute Angabe. Eineinhalb Stunden braucht es, bis sie wieder voll aufgeladen sind, nur mit Box dauert es etwas länger, dann sind es zwei Stunden. Mit Bluetooth 5.2 verbinden sich die MoveBuds mit dem Smartphone wie gewohnt einfach.

Fazit zu den MoveBuds H1

Das Werbevideo verspricht natürlich einiges für die MoveBuds H1. Nach diesem ausführlichen Test bestätigt sich aber der positive Ersteindruck. Mit dem passenden Aufsatz sitzen die Kopfhörer sehr angenehm am Ohr und auch nach mehreren Stunden entsteht kein unangenehmes Drücken. Der ausgewogene Sound bietet vollen Musikgenuss und die lange Akku-Laufzeit macht die MoveBuds zu treuen Begleitern, auch für längere Abenteuer. Das Um und Auf beim Tragekomfort sind aber die Haken. Das fummelige Anlegen nervt auf Dauer und sie passen einfach nicht auf jedes Ohr. Ansonsten ein gelungenes Produkt.

Wertung: 8 Pixel

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