Das vivo V70 im Test: Mobiles Fotografie-Kraftpaket voller Technologie

von Mandi 05.03.2026

Mit dem vivo V70 erwartet uns ein besonderer Leckerbissen: Gute Kameras zu einem vernünftigen Preis – und mehr!

Über das vivo V70

Die neue Ära des tragbaren Zooms für alle wird eingeläutet. Ein 100x-Zoom zu einem leistbaren Preis, jede Menge toller Annehmlichkeiten und mehr, wo ist da der Haken? Kommen wir direkt zur Sache: Das vivo V70 ist kein gewöhnliches Smartphone. Der Hersteller möchte mit diesem Gerät einen ganz neuen Standard setzen, und zwar beim mobilen Fotografieren. Das V70 wird von vivo als die „Porträt So Pro“-Lösung gepriesen, aber das ist eigentlich untertrieben. Was vivo hier anstrebt, ist eine Neuinterpretation dessen, was ein Smartphone-Kamera-System sein kann. 

Die offizielle Website des Produktes spricht von professionellen ZEISS-Optiken, von künstlicher Intelligenz, die das Wetter korrigieren kann, und von einem kompakten Design, das trotzdem in der Hand sitzt wie eine Privatsprecherin. Besonders stolz ist der Hersteller auf das neue 50-MP-ZEISS-Nachttelefotos-Objektiv, die 4K-60-fps-Videoaufnahmen mit Zoom-Klarheit und die neuartige „optimale Griffgröße“ – das ist die wunderbar gerundete Bauweise mit einer Bildschirmdiagonale von 6,59 Zoll. Doch reicht all diese Marketing-Poesie in der Realität? Packen wir das Gerät erst einmal aus!

Blitzstart voller Eleganz

Beim Auspacken des vivo V70 wird sofort klar, dass der Hersteller hier bewusst an die Details denkt. Das Gerät kommt in einer sauber gestalteten Box, und wenn man es herauszieht, fällt sofort die angesprochene „optimale Griffgröße“ auf. Der Aluminiumrahmen mit flachen Kanten fühlt sich in der Hand sofort stabil an, nicht zu warm, und die Haptik ist überraschend angenehm. Das Smartphone sitzt nicht wie eine rutschige Seife in den Fingern, sondern liegt wirklich ergonomisch in der Handfläche. Die Kanten sind präzise gerundet, sodass das Gerät nicht unangenehm drückt, selbst wenn man es länger hält. Die Kamera-Insel aus Aluminium mit seinen interessanten Highlights wirkt sehr cool und industriell gefertigt.

Die Inbetriebnahme ist rasch erledigt: Ein schneller Power-Knopf druck, die Begrüßungssequenz lädt, und nach wenigen Minuten könnt ihr das Gerät bereits nutzen. Es bedarf keinerlei technischen Hintergrundwissens, um das V70 startklar zu machen. Die Benutzeroberfläche Origin Island, die neue KI-gesteuerte Benutzeroberfläche von vivo, bietet schon auf dem Startbildschirm Tipps und Hinweise, was alles möglich ist. Für Anfänger und auch für erfahrene Nutzer gibt es eine kleine Lernkurve, aber diese ist wirklich überschaubar und binnen Minuten seid ihr auf dem neuesten Stand. Besonders hilfreich: Das Betriebssystem erklärt die neuen Funktionen intuitiv, und nach einer kurzen Einführung kennt man die wichtigsten Funktionen.

Technische Raffinesse

Vor allem, weil in der Preisregion um 599,- Euro es immer wieder zu Sparmaßnahmen kommt, ist es umso erfreulicher, dass das vivo V70 nicht an den falschen Stellen Abkürzungen nimmt. Ein Detail, das man oft übersieht: Der 3D-Ultraschall-Fingerprint-Sensor unter dem Display. Er funktioniert auch mit nassen oder schmutzigen Fingern zuverlässig, das habe ich getestet, und tatsächlich entsperrt sich das Smartphone selbst mit leicht feuchten Fingern. Das ist besser als viele andere Flagship-Geräte, zusätzlich beleuchtet er euren Finger nicht, der Vorteil von Ultraschall. Genauso verhält es sich bei der Frontkamera, die euch auch in dunklen Lichtverhältnissen recht zuverlässig erkennt. 

Die neue „Origin Island“-Benutzeroberfläche ist nicht nur oberflächlich schicker, sondern auch praktisch. Ja, natürlich kennen wir diese Insel schon vom Apple-Konzern aus Cupertino, und auch sonst gibt es viele coole Feinheiten. Das „Copy & Go“-Feature erkennt automatisch, was man gerade kopiert hat, und schlägt die passende App vor. Ihr kopiert eine Adresse, und die Maps-App wird automatisch geöffnet – das spart Zeit und fühlt sich wirklich zukunftsweisend an. Das „Drag and Drop“-System für Origin Island ist intuitiv und schnell. Ihr seht also, der Hersteller versucht tatsächlich, in einer stark umkämpften Preisklasse für Alleinstellungsmerkmale zu sorgen.

Der Alltag mit dem vivo V70

Mir persönlich fiel in der ersten Woche mit dem Smartphone auf, dass die Bildschirmfolie auf dem Display etwas scharfkantig ist. Beim Scrollen und Wischen kommt es stets zu einer fühlbaren Begegnung mit den Kanten. Das Gerät selbst leistet sich absolut keinen Patzer, denn zu jedem Zeitpunkt bekommt ihr die volle Leistung: Ob ihr nun Fotos schießt oder Apps wie Diablo Immortal und Genshin Impact ausreizt, es funktioniert einfach und zumeist flüssig. Lasst euch aber nicht täuschen, nicht auf höchsten Einstellungen: In Geekbench 6 erreicht das vivo V70 „nur“ Punktzahlen von 1322 (single), 4111 (multi) und 4857 (GPU). Das ist im Android-Direktvergleich beileibe nicht das Gelbe vom Ei, reicht aber für den Alltag vollkommen aus. 

Während sich das Device wie üblich bei Office-Aufgaben und Standard-Apps langweilt, kommen dafür andere Vorzüge zum Vorschein. Das Display zeichnet sich aus, sowohl im Büro als auch unter Sonneneinstrahlung. Dafür sorgt die technische Ausstattung: Mit 1,5K-Auflösung und 459 PPI ist der Bildschirm kristallklar, und die 5000 Nits Helligkeit (lokale Spitzenhelligkeit) machen das Smartphone auch in direkter Sonneneinstrahlung mehr als nur lesbar. Das ist kein OLED-Gimmick, sondern praktisch wichtig. Die 120-Hz-Bildwiederholungsfrequenz ist flüssig, und selbst scrollende Bewegungen sehen butterweich aus. Wenden wir uns mal dem Hauptverkaufspunkt des Smartphones zu, und das ist wie üblich der Kameraverbund!

Die Kameras des Geräts

Das Zoomen mit dem 50-MP-ZEISS-Nachttelefotos-Objektiv ist schon so eine Sache. Man hält das Smartphone in der Hand, aktiviert die Kamera, und dann kommen die Details näher, und trotzdem bleiben sie scharf. Das ist die Stärke dieses Geräts. Beim realen Testen merkt man aber auch: Der Zoom ist nur bei optimalen Lichtverhältnissen wirklich perfekt. In dunkleren Situationen – etwa bei Innenphotographie oder abends – werden die Aufnahmen schnell körnig. Das wird durch die KI zwar korrigiert, wirkt aber manchmal etwas zu sehr „gepflegt“ und zu wenig authentisch. Der 3x-optische Zoom ist zuverlässig, aber alles darüber hinaus (bis zu 100x) ist mehr ein Gimmick als praktisch einsetzbar. Zudem ist das Farbverhalten unter Kunstlicht nicht ganz optimal, so wurde ein Rot-Ton eines Pullis nicht um die Burg lebensecht eingefangen, egal, welche ZEISS-Modi ich verwendet hatte. Wer aber über einen solchen Punkt nur milde lächeln kann, freut sich, denn beim Fotografieren im Alltag ist das vivo V70 erstaunlich intuitiv.

Die verschiedenen Kamera-Modi sind schnell erreichbar, die Bedienung flüssig, und die KI-Features, etwa die magische Wetterkorrektur, funktionieren tatsächlich. Wenn der Himmel grau ist, kann die KI ihn heller machen, und das Ergebnis wirkt nicht künstlich, sondern eher wie eine gelungene Post-Produktion. Das macht Spaß! Die „AI Retouch“-Funktion hingegen fühlt sich manchmal zu invasiv an – mit einem Tap kann man Objekte aus Fotos entfernen, und die KI füllt den Platz mit synthetischen Inhalten. Das funktioniert zwar technisch, aber wirkt manchmal seltsam. Sehr cool finde ich hierbei, dass je nach Motiv andere Vorschläge, etwa der Porträt-Modus oder Ultra HD-Dokument, angeboten werden. Bei besonderen Effekten wie Mikro-Film gibt es dann noch weitere Vorschläge zwischen Sucher, Daily Vlog und mehr, was es auch Ungeübten sehr einfach macht, diese Spezialitäten von vivo auszuprobieren sowie zu verwenden. Ob all das dann nicht zu viel des Guten ist, müsst ihr entscheiden.

KI bei der Fotografie

Ein wirklich unterschätztes Highlight ist das „Teleportrait Zoom-in“-Feature. Man steht relativ weit weg von einer Person, zoomt mit dem 85er oder 100er optischen Äquivalent (via Telefotos-Objektiv) heran, und bekommt plötzlich diese traumhaften Porträts mit natürlicher Kompression und echter Bokeh-Unschärfe. Das ist etwas, das normale Smartphones nicht können, und hier wird die Stärke des vivo V70 deutlich. Die 4K-60fps-Videoaufnahme ist flüssig, und das „AI Audio Noise Eraser“-Feature funktioniert tatsächlich, störender Hintergrundlärm wird intelligent gefiltert, während Sprache erhalten bleibt.

Auch die neue „AI Magic Landscape“-Funktion verdient Erwähnung. Sie erlaubt es, die Umgebung eines Fotos zu verändern, so kann der Strand zur Winterlandschaft werden, oder eine Wüste bekommt einen dramatischeren Sonnenuntergang. Das mag für manche viel zu theatralisch wirken, aber für Instagram-Bilder und kreatives Photoshopping ist es praktisch unwiderstehlich. Der „Film Camera Mode“ mit seinen Vintage-Tonen und dem klassischen weißen Rahmen ist dagegen eher ein nettes Gimmick, das schnell reizlos wird. So oder so, wenn ihr zu den Content-Creatoren gehört, gibt es hier viel zu entdecken.

Goodies auf Flaggschiff-Niveau

Das vivo V70 verfügt über ein großes VC-Kühlsystem mit 4200 Quadratmillimetern, und bei intensiver Last kann dieses tatsächlich helfen, wenngleich nicht unbegrenzt. Sein Multi-Scenario-Bypass-Charging ist erwähnenswert: Bei intensiven Aufgaben wie Gaming wird die Last direkt vom Netzteil statt vom Akku verwaltet. Das führt zu weniger Wärmeerzeugung und schont den Akku langfristig., wenn ihr das Gerät während des Ladens in der Hand haltet. Auch die Akkulaufzeit ist beachtlich. Mit einer 6500-mAh-BlueVolt-Batterie und dem 90W-FlashCharge-System erreicht das V70 eine Laufzeit von etwa 40 Stunden bei Video-Playback, 11 Stunden Navigation und 6 Stunden kontinuierliche 4K-60fps-Videoaufnahme. 

In der Praxis bedeutet das einen normalen Arbeitstag ohne Probleme, auch wenn ihr die Kamera intensiv nutzt. Die 90W-Schnellladung ist beeindruckend schnell – von 0 auf 100 Prozent dauert es keine 40 Minuten. Weiters sollen die Dual-Bridge-Signal-Concurrency-Antennen schwache Signale um 48 Prozent verstärken. Einen Direktvergleich kann ich nicht anbieten, aber die Verbindungsqualität in bekanntermaßen schwierigen Gegenden war tatsächlich stabil. Die starke Frontkamera sowie der Ultraschall-Fingerabdrucksensor, viele Anpassungsmöglichkeiten und nicht zuletzt die UVP von grade mal 599,- Euro strafen dem eigenen Eindruck Lügen: Hier bekommt ihr wesentlich mehr Smartphone, als ihr bezahlt.

Die Technik des vivo V70

Das vivo V70 wird laut Datenblatt vom Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 (4nm-Prozess) angetrieben. Dieser ist nicht der schnellste Prozessor auf dem Markt, aber für diesen Preis absolut ausreichend. Der LPDDR5X-RAM und UFS-4.1-Speicher-Kombination sorgt dafür, dass Apps schnell laden und Multitasking flüssig läuft. Das 1.5K-OLED-Display mit 459 PPI ist kristallklar, und die 120-Hz-Bildwiederholungsfrequenz ist flüssig. Die Peak-Helligkeit von 5000 Nits (lokal) ist praktisch ein absoluter Knaller, und das Kameraset-up ist beeindruckend: 50-MP-Hauptkamera mit OIS, 50-MP-ZEISS-Nachttelefotos mit 3x optischem Zoom bis zu 100x digital, ein ZEISS-Weitwinkelobjektiv und eine 50-MP-Selfie-Kamera mit 92-Grad-Ultraweitwinkel und 0,8x–2x nahtlosem Zoom. Die Videoaufnahme in 4K 60fps ist Standard, und der AI-Audio-Noise-Eraser funktioniert äußerst intelligent.

Der Akku des Smartphones fasst bei uns 5400 mAh und bietet schnelles Aufladen mit bis zu 90 Watt, je nach verwendetem Netzteil. Das VC-Kühlsystem mit 4200 Quadratmillimetern ist großzügig dimensioniert. Die Wasserfestigkeit ist mit IP68 und IP69 zertifiziert, sprich, das Smartphone hält bis zu 1,5 Meter Tiefe für 120 Minuten aus und kann auch mit Hochdruckwasserstrahlen umgehen. Seine Abmessungen sind überschaubar: 157,52 × 74,33 × 7,59 mm bei einem Eigengewicht von 194 Gramm. Das Gerät fühlt sich jedenfalls handlich und nicht zu schwer an. Hier spielt die Größe des Handys gut mit rein, denn die Last verteilt sich extrem klug. Die hintere Abdeckung des Smartphones besteht entweder aus Glasfaser (in der Black-Variante) oder aus Glas (bei der Gray-Version). Übrigens sind bei uns 256 GB Speicherplatz und 8 GB RAM (um 8 GB via Speicher erweiterbar) inkludiert.

Das Fazit: Viel von allem

Das vivo V70 ist ein Smartphone, das sich bewusst an einem ganz speziellen Publikum orientiert: Fotografie-Begeisterte, die mobile Geräte ernst nehmen. Es ist nicht das neueste, nicht das schnellste und nicht das prächtigste Smartphone auf dem Markt, aber es ist eines der intelligentesten, was die Fotografie anbelangt. Die Kooperation mit ZEISS ist nicht nur ein Name auf der Rückseite, sondern spiegelt sich in der Bildqualität, der Optik und dem Handling wider. Das 50-MP-ZEISS-Nachttelefotos-Objektiv ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, und die AI-Features wie die Wetterkorrektur und das Landschafts-Retuschieren funktionieren erstaunlich gut, ohne dabei zu kitschig zu wirken. Normalen Usern wie mir könnten die vielen Vorschläge beim Fotografieren und all die Optionen vielleicht einmal zu viel werden, aber Kreative können die mannigfaltigen Möglichkeiten bestimmt besser wertschätzen. Zudem ist die optimale Griffgröße mit 6,59 Zoll Bildschirmdiagonale recht gut umgesetzt.

Etwas negativ fällt auf, dass das Gerät bei intensiver Kamera-Nutzung merklich warm wird. Die KI-Features funktionieren zwar gut, wirken manchmal aber auch etwas zu „poliert“. Der 100x-Digital-Zoom ist hier mehr Marketing als praktisch. Und die Tatsache, dass es sich hier um ein Gerät handelt, das in erster Linie für Fotografen gedacht ist, bedeutet auch, dass andere Nutzer möglicherweise nicht so viel davon haben. Unter dem Strich ist das vivo V70 ein fantastisches Smartphone für alle, die ihre mobile Fotografie ernst nehmen und bereit sind, dafür in ein spezialisiertes Gerät zu investieren. Die ZEISS-Optiken, die durchdachte Ergonomie und die intelligenten KI-Features rechtfertigen den Preis. Es ist kein Universaltelefon für alle, sondern ein spezialisiertes Werkzeug für kreative Profis. Und das ist genau das, was vivo mit diesem Smartphone erreichen wollte. Also: Wenn ihr auf der Suche nach einem Smartphone seid, das euch bei der Umsetzung von kreativen Content-Ideen unterstützt, habt ihr es hiermit gefunden!

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