Das Aus der Disc: PlayStation Store beherrscht 85 Prozent

von Mandi 14.07.2026

Die Debatte um die Zukunft physischer Videospiele hat durch neue, brisante Aussagen aus dem direkten Umfeld von Sony frische Nahrung erhalten.

Sony killt die Disc – zu Recht

Ein ehemaliger hochrangiger Sony-Manager hat in einem aktuellen Branchen-Podcast die ungeschönte Realität des modernen Spielevertriebs dargelegt. Demnach kontrolliert der hauseigene digitale PlayStation Store mittlerweile gigantische 80 bis 85 Prozent des gesamten Software-Marktanteils auf den PlayStation-Plattformen. Diese Zahlen verdeutlichen einen drastischen Paradigmenwechsel, der sich in den letzten Jahren immer weiter beschleunigt hat. Das viel zitierte „Disc-Aus“ ist laut dem Insider keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern bereits gelebte Realität. Während Sammler und Befürworter von Videospiel-Konservierung (Game Preservation) weiterhin auf physische Datenträger pochen, hat die breite Masse der Konsumenten längst mit der Brieftasche abgestimmt.

Bequemlichkeit, sofortige Verfügbarkeit um Mitternacht und regelmäßige digitale Rabattaktionen (Sales) haben die klassische Blu-ray-Disc an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt. Für den traditionellen Einzelhandel sind diese Zahlen ein Alarmsignal. Fachgeschäfte und Elektronikmärkte müssen ihre Verkaufsflächen für Spiele immer weiter reduzieren und stattdessen auf Merchandise und Hardware-Zubehör setzen, um profitabel zu bleiben. Sony selbst profitiert massiv von dieser Entwicklung: Jeder digital verkaufte Titel im PlayStation Store bringt dem Unternehmen durch den Wegfall von Produktions-, Logistik- und Einzelhandelskosten eine deutlich höhere Gewinnmarge. Es bleibt abzuwarten, ob die nächste PlayStation-Generation überhaupt noch standardmäßig mit einem Disc-Laufwerk ausgeliefert wird.

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