BTOOOM! 02 im Test

von Stefan Hohenwarter 02.02.2014

Ein Mädchen in Schuluniform mit kurzem Rock, einer ordentlichen Oberweite und blonden Haaren lacht vom Cover von BTOOOM! 02: Willkommen in der Welt von BTOOOM!. Der Inhalt dieses Manga sind aber keine 08/15-Fantasien von Teenagern und Lüstlingen – man denke hierbei an den Herrn der Schildkröten aus dem Dragonball-Universum –, sondern knallharte Überlebenskämpfe. Was ihr über BTOOOM! wissen müsst, und was ich von Band 02 halte, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

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Facts

  • Genre: Action
  • Verlag: Tokyopop
  • Mangaka: Junya Inoue
  • Release: 13. Jänner 2014

Was bisher geschah …

Hauptfigur in BTOOOM! ist der 22-jährige arbeitslose Ryōta Sakamoto, der sich vor zwei Jahren bei einem Spielentwickler namens Tyrannos Japan beworben hat. Sofort wird dem Berufsanfänger ein Job angeboten, allerdings ohne Anstellung. Laut den Angaben des Jobinterviewers kann es sich die Firma aktuell nicht leisten, Ryōta anzustellen. So geht er nach Hause und wartet Tag für Tag, dass er von seinem Traumarbeitgeber angerufen wird. Um sich die Zeit bis dorthin zu vertreiben, spielt er Tyrannos Japans Onlinespiel BTOOOM!, in dem es darum geht, GegnerInnen mit gezielten Bombenanschlägen außer Gefecht zu setzen. Mit seinem Team kämpft er sich im Onlinespiel in den Ranglisten nach oben, und schon bald ist er einer der besten Spieler in BTOOOM!.

In BTOOOM! ist er ein Held, der von allen SpielerInnen respektiert wird, während er im realen Leben nicht viel auf die Reihe bekommt. So verbringt er gleichförmige Tage vor dem Bildschirm, bis eines Tages sein Leben auf den Kopf gestellt wird: Ryōta wacht mit einem Fallschirm in einem Baum hängend auf. Er blutet am Kopf und hat Schmerzen. „Ist das ein Traum?“, fragt sich Ryōta. Auf seiner Hand entdeckt er bald darauf einen mysteriösen Chip, wie er ihn aus seinem Onlinespiel kennt. Schnell wird ihm klar, dass er sich hier in einer Real-Life-Version von BTOOOM! befindet. Nach und nach erfährt er mehr über dieses kranke Spiel, bei dem alle der rund 30 unfreiwilligen „SpielerInnen“ mit ihnen zur Verfügung gestellten Hightech-Bomben mindestens sieben andere töten müssen, um selbst von der Todesinsel, auf der sie ausgesetzt wurden, zu entkommen.

Im Verlauf von Band 01 schließt sich Ryōta mit dem 51-jährigen Immobilienhai Kyoshi Tiara zusammen. Sie wissen nicht, ob sie sich vertrauen können, da in diesem „Spiel“ auf Leben und Tod alle potenzielle MörderInnen sind: In einem achtlosen Moment könnte jeder der beiden den anderen sofort ausschalten. Dazu kommt die ständige Gefahr, auf feindlich gesinnte SpielerInnen zu treffen, sowie die Suche bzw. Jagd nach Lebensmitteln. Mit seinem analytischen Verständnis entschlüsselt Ryōta aber Stück für Stück die Feinheiten der Real-Life-Version von BTOOOM!.

Der Kampf wird härter!

Zu Beginn von Band 2 kämpft Ryōta mit der bis dato namenlosen Oberschülerin vom Cover. Bereits am Ende des letzten Bands hat dieses Gefecht begonnen, doch warum greift ihn die Blondine an, ohne mit der Wimper zu zucken? Ist sie eine eiskalte Killerin oder versucht sie womöglich einfach zu überleben? Dem BTOOOM!-Weltranglistenspieler gelingt es, einen Angriff der Oberschülerin gegen sie selbst zu richten, wodurch sie kurzfristig bewusstlos wird. Er ist vorerst außer Gefahr, doch die Ruhe ist nicht von langer Dauer. Herr Tiara freut sich, dass Ryōta gesund und munter zurückkehrt. Weniger erfreut ist er über die bewusstlose Blondine, da sie das Vorankommen der Verbündeten auf der Insel verlangsamt. Da Ryōta es nicht übers Herz bringt, das Mädchen allein zurücklassen, trägt er sie. Als wäre diese Last noch nicht schwer genug, bricht die Nacht herein. Nach wenigen Minuten ist es stockdunkel. Es raschelt im Unterholz, und plötzlich stürmt eine Horde Komodowarane auf Ryōta und die anderen zu. Wie das Trio den Riesenechsen entkommt, erfahrt ihr aber am Besten selbst.

Zusammenfassung

Der Manga von BTOOOM! ist mindestens genauso explosiv wie der gleichnamige Anime von Madhouse. Die Dramaturgie und Intensität des Überlebenskampfs wird auch auf dem Papier hervorragend gezeigt, wobei man sagen muss, dass es Unterschiede zwischen dem Anime und dem Manga gibt. Der Zeichenstil gefällt mir besonders gut, da er sehr detailreich ist; zusätzlich gibt es oft schattierte und farbige Szenen. Interessant ist an dieser Stelle, dass der Manga ein komplett anderes Format als andere Mangas hat: Er ist größer und dicker (380 und mehr Seiten). Abgerundet wird er mit spannenden Infos in Form von Zusatzseiten sowie einer „Was bisher geschah“-Rubrik am Anfang von BTOOOM! 02. Der Manga ist explosiv, intelligent strukturiert und definitiv nichts für schwache Nerven, denn die Brutalität und Gnadenlosigkeit mancher Charaktere kennen keine Grenzen.

Wertung: 9 Pixel

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[…] Bislang sind 13 Bände des seit 2009 in Shinchoshas Comic Bunch-Magazin erscheinendem Manga erhältlich, die via Tokyopop auch zu uns kommen. Bis zur AnimagiC werden die ersten vier erhältlich sein. Wenn ihr mehr über den Manga BTOOOM! erfahren wollt, werft einfach einen Blick in unseren Testbericht zu Band 2 (Hier geht’s zum Testbericht!). […]