Bad Boys for Life – Kritik zum dritten Teil der Actionreihe

von Michael Neidhart 15.01.2020

In Bad Boys for Life feiern die Cops Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) ein Comeback auf der großen Leinwand und ballern sich wieder munter durch Miami. Den beiden Newcomer-Regisseuren Adil El Arbi und Bilall Fallah gelingt es, die Tugenden der ersten beiden Teile beizubehalten und dank des kongenialen Gespans Smith und Lawrence gibt es jede Menge zum Lachen.

Bad Boys for Life

Mit dem Alter kommt die Weisheit. So ähnlich lautet eine bekannte Redewendung. Doch der Miami PD Cop Mike Lowrey hält von solchen Sprüchen nicht viel. Überhaupt gehört Kommunikation mit Worten nicht gerade zu seinen Stärken. Er lässt eher die Fäuste und seine Waffen für sich sprechen. Sein langjähriger Partner Marcus Burnett versucht ihm zwar immer wieder beizubringen, dass man auch mit Worten etwas erreichen kann, beißt damit bei Mike aber auf Granit. Überhaupt verhalten sich die Partner wie ein altes Ehepaar. Kaum ein Gespräch, dass nicht im Streit endet, oder einen der beiden verärgert zurück lässt. Es wird Zeit, den Job an den Nagel zu hängen. Zumindest Marcus sieht es so. Noch dazu ist er Großvater geworden und möchte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Wenn da nicht jemand noch eine Rechnung mit seinem Partner Mike offen hätte.

Die Story von Bad Boys for Life wäre damit erzählt. Viel mehr Tiefgang gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Der Film lebt, wie seine beiden Vorgänger, vor allem von den Dialogen und der Interaktion zwischen Smith und Lawrence. Die beiden ziehen sich durch den Kakao und paraphrasieren fast alle gängigen Klischees. Damit gelingt es ihnen, eine Energie auf die Leinwand zu zaubern, die mich sentimental an gute alte Actionfilme der 1990er und 2000er Jahre denken lässt. Die Newcomer auf den Regiestühlen, Adil El Arbi und Bilall Fallah aus Belgien, schafften es, diese besondere Aura einzufangen.

Bad Boys for Life

Copyright: Sony Pictures Germany

Neues Team

Man spürt regelrecht, dass die Regisseure versuchten, an die Ära jener großen Actionfilme anzuknüpfen, die nicht von unglaublich schnellen Schnitten und immer größer werdenden Explosionen geprägt war. Auch wenn Michael Bay einen kleinen Cameo-Auftritt bekommt, schließlich hat er die Reihe 1995 begründet, ist es gut, das er die Regie nicht mehr übernahm. Nachdem sein letzter Film mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle, 6 Underground, mehr als enttäuschte, war ich sehr froh zu lesen, dass Blockbuster-Produzent Jerry Bruckheimer auf neues Personal setzte. Mit dem Duo aus Belgien ist ihm ein guter Griff gelungen.

Empfehlung für Action-Fans

Bad Boys for Life ist ein richtig guter Actionfilm geworden und hat alles, was von einem Blockbuster zu erwarten ist. Die Story ist zwar nicht oscarverdächtig, aber ausreichend spannend, um einen guten Rahmen zu setzen. Es gibt genügend Verfolgungsjagden und Explosionen, sodass der Schauwert ebenfalls ziemlich hoch ist. Miami als Kulisse steht ohnehin außer Zweifel. Die Metropole am Atlantik bietet mit ihrer grandiosen Skyline, den vielen schönen Villen und dem lateinamerikanischen Einschlag den perfekten Hintergrund für eine lockere Cop-Story.

Will Smith und Martin Lawrence machen den Film aber erst zu dem was er ist. Eine Hommage an die guten Actionfilme der 1990er und 2000er Jahre,  als noch wenig CGI zum Einsatz kam und dafür jede Menge Autos verschrottet wurden. Klar ist auch hier der technische Fortschritt zu spüren und die Porschefahrt zu Beginn der Zeit angepasst. Dennoch fügt sich alles runder zusammen und wirkt wie aus einem Guss. Und natürlich sind die Dialoge zwischen Smith und Lawrence nicht immer politisch korrekt oder gendergerecht. Sie werden aber mit der nötigen satirischen Distanz gebracht und sorgen für jede Menge Lacher im gesamten Publikum.

Wertung: 8 Pixel

für Bad Boys for Life – Kritik zum dritten Teil der Actionreihe von Michael Neidhart

 

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