ASTRO A40 TR Headset + MixAmp Pro TR im Langzeittest

von Michael Neidhart 30.12.2019

Mit dem ASTRO A40 TR Headset der vierten Generation setzt der Headset Spezialist seinen Weg konsequent fort und bietet abermals ein Gaming-Headset der Sonderklasse.

Neues Design, alte Tugenden

Wie kann ein nahezu perfektes Gerät verbessert werden? Diese Frage müssen sich die TechnikerInnen der Edelschmiede Astro am Beginn der Arbeit an der vierten Generation des A40 TR Headset gestellt haben. Die technischen Spezifikationen haben sich nicht wesentlich verändert. Als Wandler kommt ein dynamischer, offener 40-mm-Klangtreiber mit einem Frequenzbereich von 20 – 20.000 Hz zum Einsatz. Das sorgt für satte Klänge und ein grandioses Raumgefühl. Der MixAmp Pro TR erfüllt gleich mehrere Funktionen. Er ist sowohl Kontrollstation für Lautstärke und Sound-Presets als auch externe Soundkarte und dank digitaler Verkettung der sound-technische Knotenpunkt für Teams.

Vom Vorgängermodell unterscheidet sich das aktuelle Modell vor allem in Puncto Design. Beim Headset selbst betrifft das aber nur den farblichen Aspekt. Die Bügel zum Einstellen der Höhe der Ohrmuscheln sind nicht mehr schwarz, sondern silber. Überhaupt hat diese Farbe das Gold der letzten Generation abgelöst. Das sorgt für einen technisch-kühlen Charakter des Headsets und setzt sich beim MixAmp Pro TR fort. Dessen abgerundete Kanten und die vertikale Anordnung der Lautstärkerregler sind einem horizontalen Design mit Ecken und Kanten gewichen. Insgesamt wirkt das ASTRO A40 TR Headset + MixAmp Pro TR damit sehr zeitgemäß.

Astro A40 TR – Systemstart

Der Aufbau ist wie gehabt sehr simpel. Alle benötigten Kabel sind im Lieferumfang enthalten und das System ist einfach aufzubauen. Per optischem TOSlink und USB-Anschluss wird der MixAmp Pro mit der Spielkonsole oder dem PC/Mac verbunden. Das Headset selbst wird dann an diese Einheit angeschlossen. Die vier voreingestellten Sound-Presets decken die Bandbreite an Spielen und Filmen bereits ziemlich gut ab. Wem das nicht genügt, der kann die Klangkulisse mittels Astro Command Center Software feintunen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das geht relativ einfach von der Hand, erfordert aber auch ein bisschen Gefühl für passende Klänge. Das Headset kann auch ohne MixAmp an den PC angeschlossen werden. Dadurch verliert ihr aber auch dessen Funktionen.

Astro A40

Copyright: BeyondPixels.at

Astro A40 TR – Tragekomfort

Der Tragekomfort, ein sehr wichtiger Faktor bei Headsets, ist sehr hoch. Auch nach längerem Spielen hatte ich an den Druckpunkten keine Schmerzen und auch die Wärmeentwicklung an den Ohren hielt sich in Grenzen. Die Höhe der Ohrmuscheln ist verstellbar und die gewählte Position verrutscht nie. Wer sein Headset optisch weiter anpassen möchte, kann das mit dem A40 der vierten Generation natürlich auch. Das magnetische Lautsprecher-Tag-System ermöglicht den Wechsel der Motive und Farben. Astro bietet Sondereditionen und sogar die Möglichkeit, mit dem Speaker Tag Customizer eigene Designs zu gestalten.

Der MixAmp Pro TR ist sehr einfach zu bedienen und die Knöpfe und Drehregler haben eine angenehme Haptik. Auf der Rückseite befinden sich alle Systemanschlüsse, vorne ist lediglich die Klinke für das Headset selbst. Zwischen den Lautstärkereglern für Spiel und Sprache befinden sich zwei kleine Knöpfe, einer für die Sound-Presets und einer für den Dolby® Sound. Die wichtigsten Funktionen werden von LEDs kräftig genug beleuchtet, sodass auch im Dunkeln schnell gearbeitet werden kann. Der MixAmp ist eine optisch schöne und gut zu bedienende Schaltzentrale.

Konstante Tonqualität

Shooter, RPGs, Sport- und Rennspiele, egal welches Spiel ihr am Laufen habt, auch das neue Astro A40 TR ist für jedes Einsatzgebiet bestens gerüstet. Dank Dolby® Sound funktioniert der Raumklang wirklich hervorragend. Egal ob Spiele oder Filme, die räumliche Ortung ist immer am Punkt und ermöglicht so ein tiefer gehendes Erlebnis. Die passende Quelle vorausgesetzt, ergibt das eine glasklare und sehr ausgewogene Klangkulisse, die das Spielgefühl locker um eine Stufe nach oben hebt.

Um herauszufinden, ob sich zwischen der dritten und vierten Generation etwas verändert hat, hingen beide Systeme an meiner PS4 Pro. Als Testkandidaten fungierten Battlefield V, Star Wars: Das Erwachen der Macht und der Fluch der Karibik Soundtrack, gespielt vom Auckland Symphony Orchester. In keinem der Tests konnte ich einen qualitativen Unterschied zwischen den Systemen heraushören. Der Sound der Astro Headsets gehört für mich zum absolut Besten, das in dieser Preisklasse erhältlich ist.

Astro A40

Copyright: BeyondPixels.at

Gelungenes Facelift

Man muss die Kirche schon im Dorf lassen. Wer bereits ein Astro A40 TR mit MixAmp Pro TR Einheit besitzt, für den lohnt sich ein Umstieg nur dann, wenn er die selbe Qualität in besserer Optik haben möchte. Beide Generationen sind hervorragend verarbeitet und die Tonqualität ist auf dem exakt selben Niveau. Anders sieht es hingegen beim Design aus. Das Headset mutet dank des Wechsels auf silber statt gold ein wenig wertiger an und der MixAmp erstrahlt in ganz neuem Glanz. Den Designern ist hier ein großer Wurf gelungen.

Wer das A40 der dritten Generation besitzt muss sich also die Frage stellen, ob er bereit ist, für das schönere Design tief in die Tasche zu greifen. Wer auf der Suche nach einem neuen Headset ist, bekommt für einen UVP von aktuell 237,15€ sehr gute Technik und sehr schönes Design.

Wertung: 9 Pixel

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