Assassin’s Creed Valhalla – Zorn der Druiden Test: Könige, Druiden und andere Sorgen

von Johannes Hausmair 12.05.2021

Nach zahlreichen Stunden in Norwegen und England packt euch wieder mal das Fernweh und zieht euch nach Irland. In meinem Assassin´s Creed Valhalla Zorn der Druiden Test gebe ich euch einen kleinen Überblick in das neue Abenteuer.

Könige und andere Sorgen

Eivor verschlägt es nach dem sumpfigen England nun in das saftig grüne Irland. Doch weshalb die junge Siedlung verlassen und schon wieder in See stechen? Eine Einladung des Königs von Dyflin (zu englisch Dublin) erreicht Eivor und es stellt sich heraus es ist Barid, ein Vetter Eivors.

Angekommen in Irland erteilt er uns die Aufgabe das Handelsnetz seiner Stadt und Irlands zu verbessern. Der Hochkönig, welcher gegen Barid und seine dänischen Wurzeln ist, soll ihm dadurch mehr Vertrauen schenken und ihm den Thron Dyflins versichert zusprechen. Es gilt Rebellen aus Irland zu vertreiben und im Land verstreute Handelsposten zurückzuerobern. Diesmal investiert ihr eure, von Raubzügen erbeuteten, Materialien in diese Niederlassungen und steigert die Materialerzeugung. Im nu ist das irische Handelsnetzt aufgebaut und exotische Waren können mit fernen Ländern getauscht werden. Doch dann macht Eivor Bekanntschaft mit einem mysteriösen Kult und alles ändert sich.

Screenshot aus dem Trailer / Copyright: Ubisoft

Was gibt’s Neues?

Die neue Karte erfasst einen Großteil Irlands und bietet saftig grünen Hügellandschaften. Hier treten euch alte wie neue Gegner vor die Augen. Hauptaugenmerk sind die DruidInnen – bizarr verkleidete flinke Feinde die euch mit einer brandneuen Waffe, der Sichel, zerstückeln. Um diesem Kult, genannt Kinder der Danu, entgegenzuwirken, sind neue Fähigkeiten in der Welt zu entdecken, wie zum Beispiel ein Wolfshund-Begleiter, der euch aus brenzligen Situationen rettet. Aber auch neue Fertigkeiten, wie beispielsweise Feinde um zu rutschen oder mit dem Langschiff einen Geschwindigkeitsschub zu aktivieren, erleichtern das Erkunden Irlands. Natürlich gibt es auch neue Rüstungsteile und kosmetische Entwürfe (Tattoos und Schiffsveränderungen) zu entdecken oder per Handel einzutauschen. Die hochrangigen Mitglieder des Druiden-Kults können gezielt gejagt und vernichtet werden. Aber Achtung der Kult hält ein paar arglistige Tricks bereit. Die DruidInnen verbreiten halluzinogenen Nebel auf dem Schlachtfeld, welcher Eivors Wahrnehmung stark beeinträchtigt.

Mein Highlight sind die neuen Charaktere, die ihr im Laufe des Abenteuers trefft. Thorstein, ein dämlicher, dänischer Rebellenanführer, ist besonders hervorzuheben. In Sequenzen mit ihm, brilliert er mit humorvoller Körpersprache und Wortwitz. Im Gegensatz dazu schafft die Bardesse Ciara, durch ihre traditionell irischen Harfengesänge eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre. Tolle SprecherInnen verleihen diesen Figuren ihre Stimmen und während Dialogen habe ich oft gegrübelt woher diese Stimmen bekannt sind.

Screenshot aus dem Trailer / Copyright: Ubisoft

Irlands Aufträge

Leider sind die Missionen nicht sehr abwechslungsreich. Beim Großteil handelt es sich um Fetch-Quests: laufe zum Punkt X, folge Person Y und finde Ort Z. An dem Punkt angekommen müsst ihr euch im Kampf beweisen, einen bestimmten Gegenstand aufsammeln und den AuftraggeberInnen Bericht erstatten. Leider finden nur wenige Aufgaben in Begleitung statt und wenn dieser seltene Fall eintrifft, haben Eivor und die Charaktere sich beispielsweise auf Ausritten nur wenig zu erzählen. Große Schlachten, World-Events und die Suche nach Artefakten oder Schätzen unterscheiden sich kaum von denen im Hauptspiel – gleiches Fundament mit neuer Fassade. Nur königliche Aufträge,  die bei Taubenschlägen anzunehmen sind, erscheinen mir neu. Diese Nebenmissionen sind mit optionalen Bitten der Könige versehen, welche die Aufgaben erschweren. Wie früher um eine Mission auf 100% zu spielen, bietet dies eine Challenge für Meister-AssassinInnen.

Screenshot aus dem Trailer / Copyright: Ubisoft

Die Überfahrt: Wie startet man den DLC?

Um nach Irland reisen zu können müsst ihr in Assassin´s Creed Valhalla England erreicht, eure Siedlung errichtet, und eines der ersten Bündnisse geschlossen haben. Danach wird euch eine mysteriöse Händlerin in eurer Siedlung besuchen und so bringt ihr die Sache ins Rollen. Euch erwartet eine Spielzeit von 20 Stunden wenn alles erledigt wird.

Assassin's Creed Valhalla Zorn der Druiden Test-Fazit

Die Erweiterung Zorn der Druiden wirkt umfangreicher als die ersten DLCs zu Assassin´s Creed Origins und Odyssey. Leider schwächelt das irische Gebiet bei weiten Reisen. Manchmal überfallen euch Kultmitglieder oder ihr erspäht patrouillierende Soldaten. Abgesehen davon geschehen keine großartigen Ereignisse und nur wenig reizvolle Gebäude warten abseits der Straße. Da sich Irland und England von der Landschaft ähnlich sehen, ist die Umgebung nicht unbedingt spannender als im Hauptspiel.

Die ganz unterhaltsame Geschichte mit ihren sympathischen Charakteren macht die Erweiterung reizvoll. Jene die noch mit dem Hauptspiel beschäftigt sind, können selbstverständlich nach Irland, haben aber eigentlich noch genug in England zu erledigen. Wer noch mehr Abenteuer mit Eivor erleben will und wenige Erwartungen bezüglich dem Thema Assassinen hat, dem steht ein nettes irisches Abenteuer bevor. Den Test zum Hauptspiel könnt ihr hier lesen.

Wertung: 7.5 Pixel

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