Arlo Ultra 3 Test: Sicherheitslösung à la carte

von Mandi 13.02.2026

Mit einem Arlo Ultra 3-Set könnt ihr euer Eigenheim mit Kameras ausstatten. 4K, Objekterkennung und vieles mehr!

Zum Arlo Ultra 3-System

Die Arlo Ultra 3 (zur offiziellen Website) ist eine kabellose WLAN-Überwachungskamera des kalifornischen Herstellers Arlo, die sich spezialisiert auf intelligente Sicherheitslösungen für den Privathaushalt. Arlo selbst bewirbt sie als die leistungsstärkste Kamera ihrer Flotte – und die Gründe dafür sind durchaus stichhaltig. Denn das Gerät bietet eine 4K-Ultra-HD-Auflösung mit Nachtaufnahmen in Farbe, künstliche Intelligenz zur Personenerkennung, Fahrzeugerkennung und Paketbenachrichtigungen an. Hinzu kommen ein hochauflösendes Zoom-Objektiv, Zwei-Wege-Audio, Bewegungserkennung und die Möglichkeit, das Gerät ganz nach Bedarf im Außenbereich anzubringen – sei es unter dem Dachüberstand, auf dem Balkon oder seitlich am Eingangsbereich. Der Hersteller verspricht zudem, dass diese Kamera ein komfortables und intuitives System zur Überwachung mit sich bringt, das die Sicherheit der eigenen vier Wände deutlich erhöhen kann.

Sehr stolz ist der Hersteller daher auf sein Arlo KI-gestütztes Early Warning System, gemäß den europäischen Datenschutzstandards. Die Kamera ermöglicht euch Fernzugriff und Überwachung über die Arlo App, egal, wo ihr euch gerade befindet. Dabei erwartet euch echtes 4K mit HDR-Klarheit und einer hochwertiger Linse um jedes Detail zu erfassen. Diese Linse erkennt wichtige Farbdetails bei fast völliger Dunkelheit und lässt euch Bewegungen in Echtzeit mit 12-fach Zoom und automatischer Verfolgung betrachten. Zudem bietet sie ein ultraweites 180°-Sichtfeld für weniger tote Winkel, und im Fall des Falles könnt ihr auch Eindringlinge stoppen, dank integriertem Scheinwerfer und Sirene. Besonders flexibel ist das Produkt darüber hinaus, denn es gibt eine nahtlose Einrichtung mit Dualband-WLAN, schnelles USB-C-Laden und EU-konformen Datenschutz. Wir durften dank dem Hersteller ein Zwei-Kamera-System testen, also packen wir dieses mal aus!

Auspacken, Aufbau und Inbetriebnahme

Die Arlo Ultra 3 kommt in einer Verpackung, die von Features geprägt ist. Es gibt viel zu lesen, was das Gerät alles kann, wir berichteten zudem bereits darüber, man weiß also, worauf man sich einlässt. Im Inneren findet sich die Kamera selbst, es gibt das Netzteil, ein USB-Kabel, mehrere Wandbefestigungsmaterialien (1x magnetisch und 1x zu schrauben) für unterschiedliche Zwecke, eine ausführliche Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und ein Verbindungskabel. Beim Zweier-Set ist auch eine sogenannte Base Station, ein SmartHub mit dabei, dieses Gerät dient als Verbindung zu euren Kameras. Eine Kamera selbst wiegt etwa 218 Gramm – kein Leichtgewicht, das merkt man sofort, wenn man sie in die Hand nimmt. Dieses Gewicht ist aber nicht unangenehm verteilt; vielmehr fühlt sich die Kamera dadurch hochwertig und stabil an. Das Gehäuse aus robustem Kunststoff mit Gummieinsätzen liegt angenehm in der Handfläche, und die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck.

Für die Inbetriebnahme benötigt ihr zunächst die kostenlose Arlo Secure-App, die es für iOS und Android gibt. Nach dem Herunterladen und dem Anlegen eines Accounts führt euch die App durch einen intuitiven Setup-Wizard. Die Kamera wird mit dem WLAN-Netzwerk verbunden – auch hier führt die App Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass selbst technische Laien kein großes Problem haben dürften. Nach etwa drei bis fünf Minuten war die Kamera einsatzbereit und lieferte bereits Bilder in die App. Ein großes Plus: Es gibt kein notwendiges Vorwissen, die Anleitung ist präzise, und das System erklärt sich quasi von selbst. Die Montage kann mittels der mitgelieferten Wandhalterung erfolgen, sie ist durchdacht konstruiert und bietet dank kluger Struktur eine flexible Ausrichtung der Kamera nach allen Seiten. Ob ihr euch für die fixe Variante oder für die magnetische Halterung (die übrigens überraschend gut hält) entscheidet, ist euch überlassen.

Die Arlo Ultra 3 im Alltag

Nach der Inbetriebnahme hieß es für mich, die Arlo Ultra 3 im alltäglichen Betrieb zu testen. Die 4K-Auflösung liefert tatsächlich überraschend scharfe Bilder – bei Tageslicht erkennt man problemlos Details wie Nummernschilder, Gesichtszüge oder die Struktur von Kleidung. Das digitale Zoom-Objektiv bietet einen 8x-Zoom, was in der Praxis sehr praktisch ist, um verdächtige Objekte genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Kamera positioniert sich hier in einer einzigartigen Nische: Sie bietet mehr Zoommöglichkeiten als viele ihrer Konkurrenten, ohne dabei eine zusätzliche Motorisierung zu benötigen. Der elektronische Zoom funktioniert flüssig und verzögerungsfrei, was dem ganzen System einen modernen Eindruck verleiht. Ein großes Highlight ist die Nachtaufnahme in Farbe – eine Funktion, die es bei vielen Mitbewerbern so nicht gibt. Dank der Infrarot-LED und des großen Sensors werden Nachtaufnahmen nicht in langweiligem Schwarzweiß, sondern in einem gedämpften Farbspektrum dargestellt. Das macht die nächtliche Überwachung nicht nur informativer, sondern auch deutlich angenehmer anzusehen. 

Die Bewegungserkennung funktioniert höchst zuverlässig, bekommt ihr in der App eine Benachrichtigung, so könnt ihr euch sehr sicher sein, dass tatsächlich etwas passiert ist. Das Zwei-Wege-Audio-System funktioniert ausgezeichnet: Die Sprachqualität ist klar und verständlich, sowohl bei der Übertragung hinaus als auch bei der Aufnahme von außen. Pausen oder Verzögerungen gibt es praktisch nicht, was auf eine gute Verarbeitung der Signale hindeutet. Die künstliche Intelligenz der Kamera war einer meiner größten Testschwerpunkte. Personenerkennung funktioniert zuverlässig – sie unterscheidet tatsächlich zwischen Personen, Fahrzeugen, Paketen und Tieren. Im Testzeitraum wurden mir beispielsweise gezielt Benachrichtigungen nur für Personenerkennungen angezeigt, während ich andere Kategorien deaktivieren konnte. Das ist praktisch, um nicht von jeder Katze geweckt zu werden. Die Fahrzeugerkennung ist ebenfalls präzise, und auch die Paketbenachrichtigungen funktionieren erstaunlich gut. Insgesamt macht die Kamera im täglichen Betrieb einen sehr zuverlässigen Eindruck.

Zum Arlo Secure-Abonnement

Die Arlo Servicepläne, bekannt als Arlo Secure, bieten erweiterte Funktionen für die hauseigenen Sicherheitskameras wie etwa Cloud-Video-Speicherung, KI-gestützte Erkennung (Personen, Tiere, Fahrzeuge, Pakete) und anpassbare Benachrichtigungen. Ohne ein solches Abo sind nur Live-Streams und Basis-Funktionen verfügbar. Es gibt drei Hauptpläne: Secure Single Cam für 5,99 Euro monatlich (59,90 Euro jährlich) mit einer Kamera, sowie Multi-Cam-Pläne für unbegrenzt viele Kameras – Secure Multi Cam für 12,99 Euro monatlich (129,90 Euro jährlich) und Secure Plus Multi Cam für 18,99 Euro monatlich (189,99 Euro jährlich).

Secure-Pläne umfassen 30 Tage Cloud-Speicher (bis 2K-Auflösung) mit Videos auf EU-Servern, während Plus 60 Tage (bis 4K) bietet; zusätzlich bei Plus gibt es eine Garantieverlängerung um ein Jahr, Diebstahlschutz mit Ersatzkamera und priorisierten Support wie Chatbot. Weitere Extras in allen Plänen sind Live-View auf dem Sperrbildschirm, Sirene-Fernaktivierung, App-Widgets und Mehrnutzer-Unterstützung. Neukunden erhalten oft drei Monate kostenlos, allerdings können die jeweiligen Preise regional variieren- Die jederzeit aktuellsten Details findet ihr auf der offiziellen Website der Arlo Secure-Mitgliedschaft.

So viele Optionen

Gesetzt dem Fall, dass ihr ein Secure-Abo nutzt, stehen euch eine unglaubliche Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Wie vorhin angesprochen könnt ihr entscheiden, worüber ihr benachrichtigt werden wollt, dazu gehören Bewegungen, Personen, Fahrzeuge, Tiere, Pakete, Zugangsversuche und noch mehr. Denn es ist auch möglich, die Arlo Ultra 3 auch auszulösen, wenn eine Temperaturänderung oder eine Lichtänderung erfasst wird, genauso, wenn ein Rauch- oder Kohlenstoffalarm in Hörweite losgeht. Die Kamera funktioniert natürlich auch als Zwei-Wege-Audio-System, sprich, ihr könnt dann hin und her sprechen, ähnlich wie bei einer Türklingel-Anlage. Auch eine Sirene und ein integrierter Scheinwerfer sind zur Abschreckung mit von der Partie! 

Das ist aber noch nicht alles, denn auch die Kamera selbst kann sehr vieles. So dürft ihr in den Einstellungen Qualität gegen Akkulaufzeit abwägen, das Sichtfeld zwischen 110° und 160° einstellen, das Bild um 180° drehen (falls ihr die Arlo Ultra 3 kopfüber montiert), Auto Zoom und Tracking sowie eine Flacker-Anpassung aktivieren, die Nachtsicht feintunen oder auch die Geräuscherkennung und die integrierte Sirene anpassen. Sollte sich mehr im Sichtbereich befinden, könnt ihr Aktivitätszonen definieren, für die ihr Bewegungsmeldungen empfangen wollt. Innerhalb der Arlo Secure-App wechselt ihr mit einem Tipp zwischen „anwesend“ und „abwesend“. Seid ihr daheim, gibt es keine Benachrichtigungen, seid ihr abwesend, werden sie gesendet.

Was aufgefallen ist

Bei der Montage fällt auf, dass die Wandhalterungen sehr durchdacht sind. Die Kugelgelenk-Konstruktion erlaubt es, die Kamera nach dem Festschrauben noch exakt auszurichten, ohne die ganze Halterung neu justieren zu müssen. Allerdings ist hierfür etwas Geduld notwendig. Ein interessanter Punkt ist auch die optische Konstruktion: Das Objektiv ist aus hochwertigem Glas gefertigt und wirkt sehr stabil. Es gibt hier keine Kratzer oder Verschleiß-Erscheinungen, auch nach mehrwöchigen Outdoor-Tests nicht. 

Der Sensor sitzt dahinter und wirkt ebenfalls hochwertig verbaut. Hinsichtlich der Hitzeentwicklung gibt es nur Gutes zu berichten. Die Kamera wird selbst bei intensiver Nutzung nicht warm, und auch bei sommerlichen Temperaturen bleibt sie angenehm kühl. Das deutet auf ein durchdachtes thermisches Design hin. Auch die Kabelführung beim Laden ist praktisch gelöst, das USB-C-Kabel kann einfach von unten eingesteckt werden und macht das Nachladen unter dem Jahr recht einfach. Es sei denn, ihr habt den Port physisch verbaut!

Arlo Ultra 3: Die Technik

Die Arlo Ultra 3 verfügt über einen CMOS-Sensor mit 4K-Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) und bietet damit eine vierfach höhere Pixeldichte als 1080p-Kameras. Das Objektiv hat eine Festbrennweite mit 8x-Zoom und deckt einen Sichtwinkel von etwa 90 Grad ab. Die Infrarot-LED ermöglicht Nachtaufnahmen bis zu fünf Meter Reichweite in vollständiger Farbe – eine technische Leistung, die beeindruckend ist. Der integrierte Vollduplex-Zwei-Wege-Audio mit Lärmunterdrückung und Echokompensation funktioniert über zwei hochwertige Mikrofone und einen Lautsprecher. Neben Bluetooth 4.2 ist natürlich auch noch mehr an Bord. Bei der Konnektivität setzt Arlo auf WLAN nach dem 802.11ac-Standard (Dualband).

Das gewährleistet zu jeder Zeit eine stabile und schnelle Verbindung zum Heimnetzwerk. Der Akku fasst 5100 mAh und ermöglicht bis zu sechs Monate Betriebsdauer. Das Gerät wiegt etwa 218 Gramm, hat die Abmessungen von 89 x 52 x 78.6 mm und wird mit einer IP65-Zertifizierung geliefert. Sprich, die Kamera ist vollständig staubdicht und hält Wasser aus allen Richtungen stand. Zudem ist die Kamera UV- und wetterbeständig im Freien, das ist ein Qualitätsmerkmal! Die Videoaufzeichnung erfolgt mit bis zu 30 fps bei 4K-Auflösung, was für flüssige Bewegungsabläufe sorgt. Ihre intelligente Personenerkennung wurde mittels KI trainiert und kann auf euren Wunsch hin Personen, Fahrzeuge, Pakete und Tiere unterscheiden.

Der Deal: Geld gegen Sicherheit

Die Arlo Ultra 3 ist eine hervorragende Überwachungskamera, die in ihrer Klasse wirklich so gut wie alles richtig macht. Das 4K-Display kombiniert mit Nachtaufnahmen in Farbe bietet eine Bildqualität, die bei dieser Preisklasse noch eher selten anzutreffen ist. Die Künstliche Intelligenz liefert zuverlässige Erkennungen, die App ist intuitiv bedienbar, und die Akkulaufzeit ist wirklich beachtlich. Sowohl für Neulinge, die erste Schritte in der Hausüberwachung machen, als auch für erfahrene Sicherheitsbegeisterte bietet diese Kamera einen großen Mehrwert. Sie ist einfach einzurichten, simpel in der Handhabe und hat zudem einen langen Atem, denn bis zu sechs Monate ohne Nachladen sind in der Praxis eine schöne Sache. Einen Riesenhaufen an Funktionen bietet sie noch dazu: Zwischen Feuererkennung, Rauch-/Kohlenstoffalarm und sogar benutzerdefinierte Erkennungen wie etwa offener Türen könnt ihr dem Produkt einiges beibringen.

Der einzige echte Schwachpunkt für mich persönlich ist das notwendige Cloud-Abonnement für erweiterte Funktionen. Wer die monatlichen Zahlungen dafür verschmerzen kann, bekommt hier eine äußerst durchdachte, robust verarbeitete und zuverlässig funktionierende Außenkamera mit Premium-Features. Die Haptik ist überzeugend, das Gewicht fühlt sich wertig an, und die Handhabung geht leicht von der Hand, genau so, wie man es von einem Premium-Gerät auch erwartet. Die Arlo Ultra 3 ist eine beeindruckende Kamera, die in den meisten Bereichen liefert und sich als zuverlässige Sicherheitslösung bewährt hat. Das meine ich nicht nur von der technischen Seite, sondern auch von der Bedienbarkeit und der hohen Anpassungsfähigkeit. Mit ihrer hohen Bildqualität, intelligenten Erkennungsfunktionen und praktischem Design ist die Kamera definitiv eine Investition wert, für alle, die Überwachung ernst nehmen.

Wertung: 9.0 Pixel

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