Ugly Computer: Ein MacBook Air (M1) von Back Market im Test

von Mandi 24.10.2026

Alles wird immer teurer in der IT-Welt, und Back Market zeigt mit der Ugly Computer-Kategorie, dass es auch anders geht.

Über Back Market

Back Market wurde 2014 gegründet und ist der führende Marktplatz für geprüfte, erneuerte Technik. Das in 17 Ländern aktive Unternehmen bietet Zugang zu hochwertigen, professionell aufbereiteten Geräten und trägt so dazu bei, Elektroschrott zu reduzieren und die globale Technologiebranche in Richtung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu transformieren. Die offizielle Website befindet sich dabei ständig im Wandel und zeigt euch jederzeit, welche Produkte gerade in welchen Qualitätsstufen verfügbar sind. Dazu gibt es ein Modell des Anbieters, das wie folgt funktioniert:

Als gut werden die Modelle geführt, die sichtbare Gebrauchsspuren davongetragen haben. Sticker-Spuren sind bei den Ugly Computern üblich, dafür erwarten euch geprüfte Teile und ein Akku für den Alltag. So weit, so gut! Als sehr gut werden die Geräte bezeichnet, bei denen es nur leichte Gebrauchsspuren zu sehen gibt. Und wer es ganz schön möchte, kann auch zu den hervorragenden Notebooks greifen. Denn bei diesen kommt es je nach Verfügbarkeit vor, dass sie makellos aussehen und keinerlei oder kaum Gebrauchsspuren sichtbar sind. Back Market macht das richtig gut!

Was ist Ugly Computer?

„Der Ugly Computer soll diesen Aha-Moment auslösen, in dem Menschen erkennen, dass sie nicht alle zwei Jahre ein neues Gerät brauchen, damit Technologie in ihrem Leben funktioniert„, sagt Thibaud Hug de Larauze, Mitgründer und CEO von Back Market. Das macht schon Sinn: In einer Zeit KI-generierter, makelloser Ästhetik entdecken immer mehr Leute den Wert von Unvollkommenheit neu. Sie schätzen eingetragene T-Shirts, suchen gezielt nach Vintage-Möbeln und behalten Gegenstände, die Geschichte oder Herkunft in sich tragen. Nun erfasst dieser Wandel auch die Technik: Geräte mit sichtbaren Gebrauchsspuren werden zunehmend nicht mehr als Mangel, sondern als Zeichen von Nutzung und Langlebigkeit wahrgenommen. Der „hässliche Rechner“ greift genau diesen Wandel auf.

Sichtbare Spuren von Aufklebern sind kein Makel, sondern ein Beweis dafür, dass das Gerät genutzt wurde und noch nicht ausgedient hat, da die Mängel rein optisch sind. „Wir beobachten einen klaren Wandel darin, wie Menschen über ihre Geräte denken“, sagte Joy Howard, Chief Marketing Officer bei Back Market. „Jahrelang ging es bei Technik darum, das Neueste zu besitzen. Heute geht es darum, ob sie zum eigenen Leben passt. Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, warum sie Geräte ersetzen sollen, die noch alles leisten, was sie brauchen.“ Seit einer Weile ist der „Ugly Computer” hier bei Back Market erhältlich, zusammen mit Tools, Anleitungen und Ressourcen, die uns dabei helfen, die Lebensdauer der Geräte zu verlängern und Funktionsfähiges vor dem Müll zu bewahren.

© Back Market

Unser Ugly Computer-Testgerät

Natürlich kann der jeweilige Marketing-Text viel versprechen, und dank einer Kooperation durften wir uns selbst überzeugen. Zu diesem Zweck hat uns Back Market für mehrere Wochen mit einem MacBook Air mit M1-Chip ausgestattet. Dieses Produkt ist beileibe nicht neu (wir haben es nach seinem Release im Jahr 2021 getestet), ist aber für heutige Anwendungen noch immer mehr als gut gerüstet. Das ist auch genau der Grund, warum Apple-Produkte bei den Refurbished- und Back Market-Anbietern so beliebt ist. Die Performance, die Verarbeitungsqualität sowie die Akkulaufzeit waren damals richtungsweisend und sind heute immer noch mehr als gut genug. Unser MacBook Air kam so wie im Bild oben verpackt zu uns, und wie es Back Market schon sagte: Dieses Produkt trägt seine Gebrauchsspuren mit Stolz. 

Der Deckel des MacBook Air ist am Logo minimal zerkratzt und daneben ist ein größerer Kratzer zu sehen, zudem sind Spuren eines entfernten Aufklebers im richtigen Licht sichtbar. Die Kanten der Rückseite sind minimal in Mitleidenschaft gezogen worden, und die Standfüße des Notebooks zeugen auch von seiner Verwendung. Seine Tastatur ist vom Layout etwas anders als bei unserem in Österreich gekauften MacBook Air, und beim Anheben knackst das Gehäuse manchmal. Doch das sind alles nur optische Mängel, wenn überhaupt, und im Austausch gegen einen geringeren Kaufpreis ist es das auf den ersten Blick allemal wert. Selbst der zweite Blick stellt zufrieden: Die maximale Kapazität des Akkus beträgt 87 %, das ist immer noch sehr gut nutzbar, und 210 Akkuzyklen sind jetzt nicht arg viel. Packen wir das Gerät aus:

Hält das Teil, was Back Market verspricht?

Da wir das Gerät ja schon damals ordentlich unter die Lupe genommen haben und es bis heute im Redaktionsalltag verwenden, war das zugeschickte Gerät von Back Market keine große Neuerung an dieser Stelle. Dementsprechend haben wir die Sicherung von unserem Redaktionsgerät einfach auf das Modell von Back Market gespielt (Time Machine sei Dank) und es fortan als solches weiterverwendet. Texte verfassen, Bilder bearbeiten, Videoschnitt, selbst eine Reise nach Mallorca auf Einladung von OPPO (wir berichteten fleißig über den Launch der Find X10-Serie und noch mehr) hat dieses MacBook Air mit der aktuellsten macOS-Version Golden Gate mitgemacht. Und was kann ich im Großen und Ganzen berichten?

Wenig überraschend sind die optischen Mängel genau das, was diesen Ugly Computer ausmacht und von einem neu gekauften Gerät abhebt. Gleichzeitig hat niemand auch nur einen Blick oder ein Wort über die Gebrauchsspuren des MacBooks verloren, wir sind also weit weg davon, das Produkt wirklich als hässlich zu bezeichnen. Bis auf das andere Layout der Tastatur, das mich im Normalgebrauch beim blinden Automatismus mal immer wieder vor eine Probe stellte, kann ich diesem Notebook absolut keine Kritik aussprechen. Mehr noch: Die 8 GB Arbeitsspeicher waren selbst bei Vielverwendung kein spürbarer Flaschenhals. Da ich sonst mit 16 GB Arbeitsspeicher arbeite, fand ich das verwundernd und auch cool.

© Back Market

Was lernen wir daraus?

Wenn ich schon bei intensiver Redaktionsnutzung kaum an die Grenzen des Geräts stoße, stellt sich die Frage natürlich für alle, die ihren Computer weniger fordernd oder unregelmäßig nutzen. Genau hier wird die Anschaffung eines Ugly Computers nämlich interessant: Dank aktueller Arbeitsspeicherkrise, gestiegenen Preisen bei SSD-Speicher und auch bei Prozessoren ist jede Möglichkeit rechtens, einen geringeren Preis zu bezahlen. Wen es wirklich stört, kann die meisten Mängel ganz einfach mit einer Hülle, einem Cover oder einer Folie beheben. Voilà, schon ist der Ugly Computer schon gar nicht mehr ugly, und das hätte ich auch ohne jegliche Verschönerung schon nicht so empfunden. Mein Fazit fällt daher positiv aus:

Wenn es also ein wenig günstiger sein soll, ist die Ugly Computer-Kategorie von Back Market auf jeden Fall einen Blick wert. Denn ihr wisst zuvor schon, was ins Haus kommt, und die Qualität der Geräte ist durch die Bank hoch. Der Anbieter checkt die Geräte natürlich einzeln, so gibt es keine Katze im Sack und ihr bekommt trotz aller optischen Kleinigkeiten ein top funktionierendes Produkt. Im Falle des MacBook Air (M1) aus dem Jahre 2020 muss ich sagen, dass es mich in meinem privaten und auch beruflichen Alltag ohne Probleme begleitet hat. Wenn es also bei diesen Einsätzen brilliert hat, tut es das umso mehr, wenn ihr das Produkt gelegentlich oder weniger fordernd nutzt. Gebt einem Ugly Computer eine Chance!

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