Valve enthüllt das Steam Frame: Streaming-First VR-Headset der Luxusklasse

von Mandi 15.09.2026

Nach der ersten Ankündigung im November 2025 startet nun endlich der Verkauf des brandneuen VR-Headsets Steam Frame. Was erwartet uns?

Über das Steam Frame

Das Gerät zielt auf eine Kombination aus High-End PC-VR-Streaming und Standalone-Fähigkeiten ab. Doch der Preis hat es in sich und liegt über den ursprünglichen Erwartungen der Community. Das Steam Frame ist offiziell ab sofort (seit dem 14. September 2026) auf der offiziellen Website bestellbar. Valve bietet das Headset in zwei Speichervarianten an:

  • 256 GB-Version: 1.049,- Euro
  • 1 TB-Version: 1.279,- Euro

Interessant: Um dem berüchtigten Scalping-Problem (dem Aufkaufen durch Reseller) entgegenzuwirken, nutzt Valve das gleiche Lotterie- und Wartelisten-System wie schon zuvor bei der Steam Machine. Interessenten müssen sich für eine Reservierungsliste anmelden. Die Plätze für den Kauf werden dann nach dem Zufallsprinzip zugeteilt. Valve positioniert das Steam Frame ausdrücklich als „Streaming-First“-Headset. Das bedeutet, dass die volle Pracht grafisch anspruchsvoller PC-VR-Spiele kabellos vom Gaming-PC auf das Headset gestreamt werden soll. Um Latenzen und Verbindungsabbrüche zu vermeiden, legt Valve dem Paket einen speziellen Wi-Fi 6E USB-Adapter bei, der eine dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindung über das 6-GHz-Band zum PC aufbaut.  Ein technisches Highlight ist das sogenannte „Foveated Streaming“. Dabei nutzt das Headset integriertes Eye-Tracking, um exakt zu erfassen, wohin wir gerade blicken. Nur dieser fokussierte Bereich wird in der höchsten Bitrate und Auflösung übertragen, was laut Valve die Bildqualität drastisch verbessert und gleichzeitig Bandbreite spart.

Standalone-Fähigkeiten dank SteamOS

Zwar liegt der Fokus auf dem Streaming, doch das Steam Frame ist auch ein vollwertiges Standalone-Gerät, ähnlich wie die Meta Quest 3. Im Inneren arbeitet ein leistungsstarker Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Chip (ARM64) gepaart mit stolzen 16 GB LPDDR5X Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem kommt Valves eigenes SteamOS 3 (Linux-basiert) zum Einsatz. Dank der Kompatibilitätsschicht „Proton“ und weiteren Technologien können nicht nur native VR-Titel, sondern auch reguläre 2D-PC-Spiele aus der eigenen Steam-Bibliothek direkt auf dem Headset (auf einer virtuellen Leinwand) abgespielt werden. Weniger anspruchsvolle Titel und Indie-Games laufen somit komplett ohne PC. Der Speicher lässt sich zudem flexibel über einen microSD-Kartenslot erweitern.

Optisch setzt Valve auf hochmoderne Pancake-Linsen und zwei LCD-Displays mit einer Auflösung von 2160 x 2160 Pixeln pro Auge. Die Bildwiederholrate reicht von 72 bis 144 Hz (wobei 144 Hz als experimentell eingestuft wird). Das Headset ist mit ca. 440 Gramm (inklusive Batterie-Strap) relativ leicht. Ein Wermutstropfen für einige Käufer: Ein Netzteil ist bei dem ohnehin hohen Anschaffungspreis nicht im Standardlieferumfang enthalten und muss separat für 29 US-Dollar erworben werden. Allerdings legt Valve jeder Bestellung eine digitale Kopie des VR-Meisterwerks Half-Life: Alyx bei, welches speziell für das Steam Frame portiert und optimiert wurde, um nativ als Standalone-Titel darauf zu laufen. Mit dem Steam Frame liefert Valve ein absolutes Premium-Headset ab, das die Lücke zwischen kabelloser Freiheit und PC-VR-Power schließen will. Ob das funktioniert?

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