The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition im Test
Die Nintendo Switch 2 Edition von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom fühlt sich für Neulinge wie der denkbar beste Einstieg in die Reihe an. Hier geht’s zur Website!
Über die Switch 2 Edition
Sie ist technisch deutlich aufpoliert, inhaltlich überwältigend, aber auf der neuen Hardware endlich angenehm spielbar. Wie sonst auch gilt hier: Diese Switch 2 Edition ist keine Neuinterpretation des Spiels, sondern eine technisch erweiterte Version des Hits aus dem Jahre 2023, die exklusiv auf der Nintendo Switch 2 läuft und dort mit höherer Auflösung, HDR‑Unterstützung und spürbar verbesserter Performance daherkommt.
Schon im Test des Vorgängers musste ich beichten, bis dato das Game nicht wirklich gespielt zu haben. Dank Nintendo durfte ich dies nun ändern, und vor dem Release der Neuauflage von Ocarina of Time gilt es aufzuholen! Im Paket steckt das vollständige Hauptspiel inklusive aller Himmelsinseln, Tiefen und der vertrauten Oberfläche Hyrules, ergänzt um Funktionen wie Zelda Notes, einem zweiten Bildschirm auf dem Smartphone, der Statistiken, Erinnerungen und Komfortfeatures beisteuert.
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Mein Einstieg in Hyrule
Auch hier gilt: Ich habe als Beyond Pixels-Redakteur natürlich den Hype rund um Tears of the Kingdom mitbekommen, und auch den Test vom Kollegen Mathias habe ich damals eng mitverfolgt. Jedenfalls kam ich hier frisch nach dem Absolvieren von Breath of the Wild (das war mein Review dazu) weiter in das nächste Abenteuer, und viel Altbekanntes hat seinen Weg auch in den nächsten Teil gefunden. Ja, klar, aus der Sicht eines Neulings wirkt auch Tears of the Kingdom zunächst einschüchternd
Ein riesiges Königreich, eine Vorgeschichte, von der alle schwärmen, und ein Ruf als eines der „größten Spiele aller Zeiten“ erwarten uns da. Habt ihr allerdings den Vorgänger bereits gespielt, wisst ihr schon, was auf euch zukommt, denn am Kernspiel wurde nichts verändert. Ihr steigt als Link in eine offene Welt ein, die Schritt für Schritt erklärt, wie Kämpfen, Klettern, Bauen und Erkunden funktionieren, nur eben technisch deutlich flüssiger als auf der ursprünglichen Switch.
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Über Tears of the Kingdom
Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass ihr etwas mehr geführt werdet. Während es in Breath of the Wild von Anfang an so war, dass ihr jederzeit überall hin durftet, so ist zumindest der Einstieg in Tears of the Kingdom ein wenig mehr wie auf Schienen. Das ist aber auch bitter nötig, da sich die Fähigkeiten dramatisch vom Vorgängerspiel unterscheiden. Denn während ihr bei BOTW noch mit einer Hilfe zu Werke gehen musstet, die euch etwa einen Magneten oder unterschiedliche Bomben mit Abklingzeit ermöglichte, macht das TOTK entschieden anders. Durch eine Wendung des Schicksals erhält unser Link nämlich einen speziellen Arm, der über gewisse Kräfte verfügt. Rasch kommt ihr in den ersten Spielstunden dahinter, dass das Um und Auf eigentlich die komplette Freiheit ist, was ihr mit diesen Fähigkeiten alles anstellen wollt.
Das PurahPad hilft euch nach wie vor dabei, eure Umgebung zu erkunden und lässt euch interessante Punkte markieren. Im Anschluss dürft ihr dann eine Route zum Ziel planen (wie in Forza Horizon 5 geht es nur gerade ans Ziel!) und den interessanten Ort dann auch erreichen. Ab und zu werdet ihr über blau-grün-markierte Schreine stolpern, und wenn ihr die kleinen Rätsel darin löst, gibt es Segenslichter. Vier davon erhöhen eure Lebenskraft oder eure Ausdauer, doch eure menschliche Vorstellungskraft bleibt so hoch wie immer. Nicht umsonst werden in sozialen Medien immer wieder Clips von monströsen Bauten geteilt, die entweder das Spiel in eine Art Tower Defense verwandelt haben, oder Link mit einem luxuriösen Flugzeug oder sonstigen Gefährten herumkutschieren. Das offene Abenteuer hat einen Physik-Baukasten spendiert bekommen.
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Technik trifft Märchenwelt
Und wie gut diese Sandbox aussieht! Schon die ersten Minuten machen klar, wie sehr die neue Hardware das Erlebnis prägt: Die Bildrate liegt nun sehr häufig bei stabilen 60 fps, Bewegungen und Kameraschwenks wirken butterweich, und HDR lässt Sonnenaufgänge, Fackellicht in Höhlen und die düstere Tiefenebene sichtbar kräftiger leuchten. Wo die ursprüngliche Version bei komplexen Szenen ins Ruckeln kam, bleibt die Switch 2 Edition jederzeit durchgängig flüssig. Gerade beim Gleiten über Hyrule oder beim schnellen Perspektivwechsel zwischen Himmel, Oberfläche und Tiefen zeigt sich die Stimmung so, wie sie wohl schon immer gedacht war.
Der vorhin angesprochene, berühmt‑berüchtigte Ultrahand‑Bau‑Modus, mit dem ihr alles von Fahrzeugen über Brücken bis hin zu aberwitzigen Kampfmaschinen konstruiert, ist für Neulinge einerseits die größte Faszination, andererseits das größte Fragezeichen. The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition hilft subtil dabei, die Einstiegshürde zu senken: Konstruktionen reagieren schneller, die Physik bleibt stabiler, und durch die flüssige Performance fühlt sich das Experimentieren weniger nach gezieltem Überlasten der Spielkonsole und mehr nach spielerischer Kreativität an, was gerade Neulingen wie mir sehr entgegenkommt.
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Link und Zelda in 60 fps
Im laufenden Abenteuer zeigt sich die technische Frischzellenkur besonders deutlich: Kämpfe bleiben selbst dann stabil, wenn mehrere Gegner, Partikeleffekte und eigene Bauten gleichzeitig im Bild sind, und das lästige Nachladen beim Gleiten oder tiefen Sturz in die Tiefen habe ich selber noch nie erlebt. Auch typische Stolpersteine der ursprünglichen Version, etwa kurze Pausen beim Einsatz der Ultrahand, zähe Ladezeiten beim Schnellreisen oder sichtbares Nachladen der Welt sind auf der Nintendo Switch 2 massiv reduziert und machen die Erkundung von Hyrule für alle deutlich weniger frustanfällig.
Gleichzeitig wird eine große Stärke des Vorgängers bewahrt. Auch, wenn Tears of the Kingdom auch schon drei Jahre alt ist, so sieht es nach wie vor äußerst beeindruckend aus. Sonnenuntergänge, die verschiedenen Umgebungen, durch die ihr euch bewegt, aber auch jede Animation der unterschiedlichsten Kreaturen wurde mit Liebe zum Detail erstellt. Es gibt in allen Dingen mehr Abwechslung als im ersten Teil, es gibt mehr zu erforschen, mehrere Gegnertypen, aber auch mehr zu grübeln. Wer also den ersten Teil mochte, wird das Sequel lieben, auch, wenn es thematisch mehr ums Basteln gehen könnte als um die reine Erkundung.
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Sinnvolle Ergänzungen
Inhaltlich bleibt Tears of the Kingdom das, was viele bereits 2023 als unfassbar umfangreiche und kreative Fortführung von Breath of the Wild bezeichnet haben. Euch erwartet eine dreischichtige Welt mit Himmel, Oberfläche und Tiefen, die unzählige Geheimnisse, Aufgaben und Nebengeschichten bietet. Die Switch 2 Edition verändert am Design nichts, sondern sorgt dafür, dass diese Fülle an Möglichkeiten vom Story‑Strang über spontane Nebenquests bis hin zu Eigenbauten spürbar müheloser zu erleben ist und dadurch auch Neulingen eher das Gefühl von Abenteuer als von Überforderung vermittelt. Mit Zelda Notes bekommt TOTK eine Begleit‑App, die alles mitschreibt und euch auf Wunsch auch mal unter die Arme greift.
Die App liefert neue, vollständig vertonte Erinnerungen von Zelda an bestimmten Orten, umfangreiche Spielstatistiken, Amiibo‑Verwaltung, Item‑Sharing und eine Navigationsfunktion, die gerade Completionists hilft, die letzten Schreine oder Korok‑Samen aufzuspüren. Eine Besonderheit von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition ist das Autobuild‑Sharing: Eigene Konstruktionen lassen sich als QR‑Codes exportieren und mit anderen Fans teilen, die sie wiederum in ihre Welt holen können. Sie wirkt aber ein klein wenig altmodisch, da ein eingebauter Such‑ oder Entdeckungsbereich in der App fehlt. Das bedeutet, wer coole Bau‑Ideen finden will, muss wie bisher Foren und Social Media durchforsten.
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Ist das Spiel für mich geeignet?
Wer mit der offenen Struktur, der starken Betonung von Bauen und Erkunden oder dem von euch selbst gewählten Tempo von Tears of the Kingdom grundsätzlich nichts anfangen kann, wird durch die Switch 2 Edition nicht plötzlich zum Fan. Nochmals, sie verbessert zwar die Performance und damit das Erlebnis, ändert aber am Grundspiel nichts. Wesentlich kniffliger zu beantworten wird die Frage, ob sich das Upgrade für jene lohnt, die TOTK bereits auf der ursprünglichen Nintendo Switch-Konsole durchgespielt haben. Höhere Auflösung, höhere Bildrate und nicht zuletzt der HDR-Support sorgen auf jeden Fall für ein richtig frisches Erlebnis.
Dazu kommen deutlich verkürzte Ladezeiten beim Schnellreisen, beim Wechsel zwischen Himmelsinseln, Oberfläche und Tiefen sowie beim Einsatz von Fähigkeiten, die zuvor teils 20 bis 30 Sekunden Wartezeit erzwangen, ihr müsst nun auf nichts mehr länger als ein paar Sekunden warten. Diese technischen Verbesserungen empfinde ich persönlich als so groß, dass ein erneuter Durchlauf (vor allem, wenn schon ein wenig Zeit vergangen ist), durchaus gerechtfertigt ist. Nintendo bietet verschiedene Wege an: Ihr könnt die Edition separat kaufen oder, falls man das ursprüngliche Spiel besitzt, ein Upgrade‑Pack erwerben, das für Abonnent:innen von Nintendo Switch Online + Expansion Pack kostenlos verfügbar ist.
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Fazit: Anders, aber genau so gut!
Frisch von Breath of the Wild kommend muss ich sagen, dass The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition einen sehr guten Spagat hinlegt. Das Grundprinzip mit der offenen Welt, der völlig euch überlassenen Herangehensweise an Probleme und das System rund um die Schreine zum Stärkerwerden: All dies bleibt gleich. Dennoch bringt dieser Teil genügend eigene Ideen mit, angefangen mit der Ultra-Hand, die euch schon innerhalb der ersten Spielstunden gehörig fordert und zum Basteln bringt. Für jemanden, der mit Tears of the Kingdom neu beginnt, ist diese Edition genau der richtige Einstiegspunkt: Ihr erlebt die viel gelobte Geschichte und das ausufernde Spieldesign in ihrer ausgereiftesten Form, ohne ständig an die Grenzen der Hardware zu stoßen.
Insgesamt gibt es mehr Abwechslung, mehr Möglichkeiten, mehr zu tun und mehr zu erkunden als zuvor. Gleichzeitig ist aber auch hier immer wieder zu bemerken, dass eure Hand kaum gehalten wird, es Schwierigkeitsspitzen gibt und erst mit Fortdauer des Spiels der Sog entsteht, der euch kaum mehr loslässt. Das sind alles Kritikpunkte, die auch schon bei Breath of the Wild zum Tragen kamen, aber sie fallen in Wahrheit kaum ins Gewicht. Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom – Nintendo Switch 2 Edition durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Auch, wenn es in Zeiten von Mario Kart World, Donkey Kong Bananza, Pokémon Pokopia und Konsorten vielleicht nicht mehr zum System-Seller reicht: Ein Pflichttitel bleibt dieses Adventure unbestritten!