Neues fantastisches Gameplay zu Exodus enthüllt
Mit Exodus wartet im nächsten Jahr ein ambitioniertes Science-Fiction-Rollenspiel auf uns. Entwickelt von Archetype Entertainment, einem Studio ehemaliger BioWare-Veteranen, die bereits an Genreklassikern wie Mass Effect und Star Wars: Knights of the Old Republic beteiligt waren.
Das Spiel entführt uns in eine ferne Zukunft im Omega-Centauri-Sternhaufen, in dem die Menschheit nach ihrem Überleben in einer fremden Galaxie ums Fortbestehen kämpft. Im Zentrum stehen die sogenannten „Traveler“, die zwischen gefährlichen Welten reisen, uralte Relikte – die sogenannten Remnants – suchen und sich der Bedrohung durch die mysteriösen Celestials stellen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Fäule, ein zerstörerischer Virus außerirdischen Ursprungs, der die Menschheit an den Rand der Auslöschung bringt. Um die Menschheit weiterhin am Leben zu erhalten braucht man also Zeit, doch diese verläuft auf jedem Planeten ganz anders.
Mit der aktuellen Gameplay-Präsentation zeigt Exodus wie man ein erzählerisch tiefes Sci-Fi-RPG mit modernen Gameplay-Systemen und kreativen Ideen verbindet:
Gameplay mit allem drum und dran
Im Rahmen des Future Games Show Summer Showcase wurde nun ausführliches Gameplay enthüllt, das einen deutlich tieferen Einblick in Welt, Charaktere und Spielsysteme liefert.
Im Mittelpunkt steht Jun Aslan, ein ehemaliger Schrottsammler, der unfreiwillig zum Traveler wird. Seine Mission ist existenziell: die Suche nach Remnants, die möglicherweise die letzte Hoffnung zur Rettung der Menschheit darstellen. Dabei reist Jun nicht allein, sondern mit einer vielseitigen Crew aus Menschen und sogenannten Erwachten.
Die kuriose Crew
Die Erwachten sind das Ergebnis von Biotechnologie und Kybernetik: hochintelligente, sprechende Tiere, die einst über Arkenschiffe in diese Welt gebracht wurden. Sie sind vollständig in die Gesellschaft integriert und übernehmen vielfältige Rollen – von Begleitern über Händler bis hin zu Soldaten und Ärzten. In der Präsentation zeigt sich dies etwa durch einen erwachten Elefanten, der als Händler Ausrüstung verkauft und Teil des alltäglichen Lebens im Universum ist.
Zu unserer Crew gehört die Xenoarchäologin Phaedra Nath, deren Vergangenheit eng mit den Celestials verknüpft ist. Tom Vargas dient als erfahrener, vorsichtiger Traveler und moralischer Gegenpol zu Jun (wir kennen ihn und seine Vorgeschichte schon aus dem Cinematic Trailer). Elise Charroux ist eine impulsive Mech-Pilotin, die auf radikale Lösungen setzt. Ergänzt wird die Gruppe durch die Erwachte Oktopus-Söldnerin Salt, den Erwachten Wolf-Gefährten Houston sowie den geheimnisvollen C.C. Orlev, einen „Space Cowboy“, verkörpert von Matthew McConaughey. Jede Figur bringt eigene Fähigkeiten, Hintergründe und Konflikte in die Geschichte ein.
Entscheidungen wiegen schwer
Besonders wichtig ist die Dynamik innerhalb der Gruppe: Entscheidungen beeinflussen nicht nur den Verlauf der Geschichte, sondern vor allem die Beziehungen zwischen den Charakteren. In einer gezeigten Situation muss man etwa zwischen zwei Herangehensweisen entscheiden. Dadurch kann Vertrauen gestärkt werden oder es entstehen Spannungen innerhalb der Crew. Diese können langfristige Konsequenzen nach sich ziehen.
Wir selbst entscheiden auch über die moralische Ausrichtung von Jun. Entweder folgt man dem Pfad des Paladins, der auf Selbstaufopferung und das Wohl anderer ausgerichtet ist, oder dem Weg des Unsterblichen. Dieser priorisiert Macht und persönliche Ziele. Diese Haltung beeinflusst Dialoge, Beziehungen und sogar die Entwicklung von Fähigkeiten.
Mit Technologie zum Sieg
Im Kampf nutzen Traveler vielseitige Technologien wie den Recycler mit verschiedenen Feuer-Modi sowie einen erweiterbaren Panzerhandschuh. Dieser ermöglicht Fähigkeiten wie telekineseartige Angriffe, Stealth-Mechaniken und vertikale Mobilität. Damit verbindet das Spiel Kämpfe, Erkundung und taktische Entscheidungen in einem flexiblen System.
Ein zentrales erzählerisches Element bleibt die Zeitdilatation: Reisen zwischen Sternensystemen verlaufen relativ zur Heimatwelt stark zeitversetzt. Während für die Traveler-Crew nur Tage vergehen, können auf der Heimatwelt Monate oder Jahre verstreichen – mit spürbaren Auswirkungen auf Beziehungen, Gesellschaften und das Leben der Zurückgebliebenen. Entscheidungen betreffen daher nicht nur Missionen, sondern auch den Preis der verlorenen Zeit. Im Mittelpunkt stehen nicht nur das Überleben der Menschheit, sondern vor allem die Beziehungen innerhalb der Crew. Zudem stellt das Spiel die Frage, welchen Preis Fortschritt und Hoffnung im Angesicht einer sterbenden Welt wirklich haben.